Konsumethik und Nachfolge – Was hat Fairtrade mit meinem Glauben zu tun?Konsumethik und Nachfolge – Was hat Fairtrade mit meinem Glauben zu tun?

Einheit: Konsumethik und Nachfolge – Was hat Fairtrade mit meinem Glauben zu tun?

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 20-40 Min. (Vorbereitung: 15-20 Min.)
Materialart: Theologischer Artikel
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene
Einsatzgebiete: Gruppenstunde, Predigtvorbereitung, Schulung
Redaktion: echt.
Bibelstelle: 1. Mose 1,2
1. Mose 1,2

2Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Was hat Fairtrade mit dem christlichen Glauben zu tun? Der Text gibt anhand der Bibel eine spannende Antwort und fordert dazu heraus, auch mutig Konsequenzen zu ziehen.


Vorschau:

Ich doch nicht!?

„Fairtrade ist nichts für mich“ – so offen wird das kaum einer sagen, aber gedacht haben es vermutlich schon viele. Da sind zum einen die guten, alten Vorurteile: der nach seltsamen orientalischen Gewürzen riechende, etwas muffige „Eine-Welt-Laden“, die bunt gebatikte Ökokleidung, mit der man eigentlich nur auf einem Multikultifest eine gute Figur macht und natürlich die Preise. Wer Fairtrade kauft, beruhigt in erster Linie sein Gewissen, indem er viel Geld für wenig Gegenwert ausgibt.

(…)

Wenn man all das ernst nimmt, ergeben sich daraus zwei Konsequenzen:

1. Wir können nicht mehr so glauben wie bisher

Die „Nach uns die Sintflut“-Mentalität, die in christlichen Kreisen manchmal auch noch „biblisch“ begründet wird, entspricht nicht dem, was Gott für seine Schöpfung gewollt hat und immer noch will. Dabei auf die Gnade zu verweisen – und damit eine mangelnde Bereitschaft zur Umkehr zu begründen – verbietet sich von selbst. Gottes Gnade soll uns gerade zur Umkehr reizen (Röm 2,4), indem sie uns einen Neuanfang ermöglicht, wenn es sein muss, auch immer wieder. Aber sie ist kein Freibrief, so weiterzuleben wie bisher.

(…)

2. Wir können nicht mehr so leben wie bisher

Aus all dem wird deutlich, dass es nicht um ein schlechtes Gewissen gehen soll, auch nicht darum, hier und da mal eine „gute Tat“ zu tun, sondern um eine echte, grundlegende Veränderung.

(…)

...
  • Autor / Autorin: Dr. Thomas Weißenborn
  • © Deutscher EC-Verband