Leben statt gelebt werden  / An alle „History maker“Leben statt gelebt werden  / An alle „History maker“

Einheit: Leben statt gelebt werden / An alle „History maker“

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 90 Min. (Vorbereitung: 90-120 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigte Materialien: Filmplakate, 1 Beamer, 1 Laptop, Musik, Lichttechnik, Smartphone
Bibelstelle: Matthäus 22,1-10
Matthäus 22,1-22,10

22

Das Gleichnis vom Hochzeitsfest

Lukas 14,16-24

1Dann erzählte Jesus ihnen weitere Gleichnisse.

2»Das Himmelreich gleicht einem König,

der für seinen Sohn das Hochzeitsfest veranstaltete.

3Er schickte seine Diener los.

Sie sollten die Gäste holen,

die zur Hochzeit eingeladen waren.

Aber sie wollten nicht kommen.

4Da schickte er noch einmal andere Diener los.

Sie sollten den Eingeladenen sagen:

›Seht doch: Ich habe mein Festessen vorbereitet.

Meine Ochsen und Mastkälber sind geschlachtet.

Alles ist bereit.

Kommt doch zum Hochzeitsfest!‹

5Aber die Eingeladenen kümmerten sich nicht darum,

sondern gingen ihrer Arbeit nach:

der eine auf seinem Acker,

der andere in seinem Laden.

6Manche packten die Diener sogar,

misshandelten und töteten sie.

7Da wurde der König zornig.

Er schickte seine Soldaten.

Die Mörder ließ er umbringen

und ihre Stadt niederbrennen.

8Dann befahl er seinen Dienern:

›Das Hochzeitsfest ist zwar vorbereitet,

aber die Eingeladenen waren es nicht wert,

daran teilzunehmen.

9Geht hinaus bis ans Ende der Stadt!

Ladet alle Menschen zum Hochzeitsfest ein,

die euch begegnen!‹

10Die Diener gingen hinaus auf die Straßen

und brachten alle mit,

die sie dort fanden –

böse wie gute Menschen.

So füllte sich der Hochzeitssaal mit Gästen.

BasisBibel 2012/2020, © Deutsche Bibelgesellschaft

Medien sind nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken. Aber wie gehen wir verantwortungsvoll damit um? Und wie können wir selbst was erleben, statt nur anderen dabei zuzusehen?


Vorschau:

1. Vorbemerkungen

Wir sind heute nur einen Klick davon entfernt, uns Millionen von YouTube-Videos und Medien anzusehen. Vieles ist witzig und schräg, aber auch verstörend und destruktiv. Es gibt YouTube-Stars, die wie Rockstars gefeiert werden – sie geben mit ihrer Webcam Einblick in ihr Leben, ihren Alltag, ihre Meinungen und ihre Abenteuer. Serien und Filme katapultieren uns aus unserem Alltag in fremde Welten und spannendere Leben. Grund genug, sich damit auseinanderzusetzen, wie wir verantwortlich mit neuen Medien umgehen können und bei aller Ablenkung das Wesentliche – Gott und seine Ideen für unser Leben – nicht verpassen.

2. Zielgedanke

„Alles ist mir erlaubt, aber es soll mich nichts gefangen nehmen.“ Gerade Medienkonsum hat das Potenzial, uns mehr als wir wollen zu beeinflussen. Die Jugendlichen sollen ihren Medienkonsum reflektieren und motiviert werden, abseits von YouTube & Co eigene Erlebnisse zu machen.

3. Einführung inkl. Erklärungen

Ausgangspunkt ist das Gleichnis von der Einladung zum Hochzeitsfest aus Matthäus 22,1 f. Jesus erzählt, dass ein König die Hochzeitsfeier seines Sohnes ausrichten will. Er schickt seine Diener ins Land, die Gäste abzuholen und zur Feier zu geleiten. Doch alle Gäste haben Ausreden und etwas Wichtigeres vor. Schlimmer noch: Einige haben sogar die Diener misshandelt und getötet. Der König wird wütend und bestraft die Mörder. Er ließ seine verbliebenen Diener ein zweites Mal nach Gästen suchen – diesmal waren es aber keine geladenen Gäste, sondern alle Menschen, die die Diener auf der Straße fanden.

Das Gleichnis handelt vom Reich Gottes, zu dem wir eingeladen sind, daran teilzunehmen. Wenn ein König einlädt, kann man normalerweise gar nicht an diesem Fest vorbeikommen. Man muss dorthin, ob man will oder nicht. Doch dieser König lässt seinen Gästen die Wahl – er hofft, dass sie diese Einladung nicht ausschlagen und es für sie nichts Schöneres gibt.

Gott lädt uns ein, mit ihm zu leben. Er sagte JA zu uns, lange bevor wir überhaupt die Frage nach ihm gestellt haben. Wir können uns für ihn entscheiden, mit ihm zu leben. Doch wir wissen auch, wie leicht wir uns vom Wesentlichen ablenken lassen. Neue Medien und deren übermäßiger Konsum sind vielleicht ein Teil der neuen „Feldarbeit“, von der im Gleichnis die Rede ist. Gottes Einladung nicht verpassen und trotzdem mit den vielen Möglichkeiten dieser Welt leben – das wird unsere Herausforderung sein.

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  • Autor / Autorin: Hans Christian Graß
  • © Deutscher EC-Verband