Leinen los – Freiheit statt FurchtLeinen los – Freiheit statt Furcht

Einheit: Leinen los – Freiheit statt Furcht

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 30-60 Min. (Vorbereitung: 10-25 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiete: Evangelisation/ missionarisches Event, Events + Projekte, Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Benötigtes Material: Papierschiff
Bibelstelle: 1. Korinther 9,19-23

Bibelarbeit zu 1.Kor 9,19-23: Lena Niekler erklärt zunächst den Text und dessen Hintergründe. Anschließend ermutigt sie auf Grundlage des Textes, die eigene „christliche“ Komfortzone zu verlassen und in „der Welt“ das Evangelium zu bezeugen. Der „Angst“ vor Pluralität und Bedeutungslosigkeit des Zeugnisses von Jesus stellt sie das Wissen darum entgegen, dass Jesus der Herr ist, der uns sendet. Ein Methodenteil, der diesen Gedanken vertieft, beschließt die Bibelarbeit.


Vorschau:

1. Erklärungen zum Text

In Korinth tobt das wilde Leben: Aus allen Himmelsrichtungen strömen die Menschen in die Hafenstadt, die zur Zeit des Paulus ein wichtiges Handelszentrum ist. Unterschiedlichste Kulturen und Religionen treffen hier aufeinander – ein Ort, an dem alles möglich ist. Jeder hat die Freiheit, sein Leben nach seinen Wünschen und Vorstellungen zu gestalten. In diesem bunten Umfeld hat Paulus eine christliche Gemeinde gegründet. Dieser schreibt er in 1. Korinther 9,19-23 seine persönlichen Tipps und Tricks, wie sie mit den vielfältigen Lebensentwürfen und Moralvorstellungen der Menschen in ihrer Stadt am besten umgehen können. Wie wichtig Freiheit dabei ist, macht er am Beispiel seines eigenen Dienstes als Missionar deutlich.

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2. Bedeutung für heute

Pluralität ist ein Schlagwort unserer postmodernen Lebenswelt: „anything goes“ – und der Glaube an Jesus stellt nur eines von vielen möglichen Lebenskonzepten dar. Christliche Freunde und der sichere Hafen der Gemeinde scheinen auf den ersten Blick vor Verunsicherung und Orientierungslosigkeit zu schützen. Doch Paulus macht deutlich: Wir sollen raus aus dieser Komfortzone – hin zu den Menschen. Als Christen ist unser Platz in der Welt. Dort sollen wir unsere Hoffnung, das Evangelium von Jesus Christus, bezeugen. Lange haben wir in unseren Gemeinden eine „Komm-Struktur“ gelebt und Menschen zu unseren Veranstaltungen eingeladen. Es ist Zeit, uns wieder neu auf den Weg zu machen: eine „Geh-Struktur“ zu entwickeln und wie Paulus Menschen in ihren Lebenskontexten zu begegnen.

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3. Methodik für die Gruppe

3.1 Einstieg

Startet eine Gesprächsrunde zur Frage: Was bedeutet Freiheit für dich?

3.2 Arbeit am Bibeltext

Lest gemeinsam 1. Korinther 9,19-23. Nachdem jeder den Text noch einmal für sich durchgesehen hat, könnt ihr euch über die folgenden Fragen austauschen:

  • Was bedeutet Freiheit für Paulus? Paulus ist frei und zugleich jedermanns Diener: Wie passt das für dich zusammen?
  • Welches Ziel hat Paulus vor Augen?
  • Wie sieht das Evangelisationskonzept von Paulus aus? Wie und wo sagen wir die gute Nachricht von Jesus weiter?
  • Warum muss Paulus noch „am Evangelium teilhaben“ (V.23)? Was verändert sich vielleicht in unserem Glauben, wenn wir das Evangelium weitersagen? Habt ihr da bereits Erfahrungen gesammelt?

(…)

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  • Autor / Autorin: Lena Niekler
  • © Deutscher EC-Verband