Love attacksLove attacks

Einheit: Love attacks

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 240-300 Min. (Vorbereitung: 60-120 Min.)
Materialart: Erlebnispädagogische Übung
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiete: (Jugend-)Gottesdienst, Evangelisation/ missionarisches Event, Events + Projekte, Freizeiten, Offenes Angebot, Schule + Jugendarbeit
Heft: TEC:
Bibelstelle: Johannes 13,1-20
  • Das Evangelium nach Johannes (Joh 13,1-20)

Jesus wäscht seinen Jüngern die Füße

131 Das Passafest stand nun unmittelbar bevor. Jesus wusste, dass für ihn die Zeit gekommen war, diese Welt zu verlassen und zum Vater zu gehen. Darum gab er denen, die in der Welt zu ihm gehörten und die er immer geliebt hatte, jetzt den vollkommensten Beweis seiner Liebe.

2 Er war mit seinen Jüngern beim Abendessen. Der Teufel hatte Judas, dem Sohn von Simon Iskariot, bereits den Gedanken ins Herz gegeben, Jesus zu verraten.

3 Jesus aber wusste, dass der Vater ihm Macht über alles gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und wieder zu Gott ging.

4 Er stand vom Tisch auf, zog sein Obergewand aus und band sich ein leinenes Tuch um.

5 Dann goss er Wasser in eine Waschschüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Tuch abzutrocknen, das er sich umgebunden hatte.

6 Simon Petrus jedoch wehrte sich, als die Reihe an ihn kam. »Herr, du willst mir die Füße waschen?«, sagte er.

7 Jesus gab ihm zur Antwort: »Was ich tue, verstehst du jetzt nicht; aber später wirst du es begreifen.« -

8 »Nie und nimmer wäschst du mir die Füße!«, erklärte Petrus. Jesus entgegnete: »Wenn ich sie dir nicht wasche, hast du keine Gemeinschaft mit mir.«

9 Da rief Simon Petrus: »Herr, dann wasche mir nicht nur die Füße, wasch mir auch die Hände und den Kopf!«

10 Jesus erwiderte: »Wer ein Bad genommen hat, ist ganz rein; er braucht sich später nur noch die Füße zu waschen. Auch ihr seid rein, allerdings nicht alle.«

11 Jesus wusste, wer ihn verraten würde; das war der Grund, warum er sagte: »Ihr seid nicht alle rein.«

12 Nachdem Jesus seinen Jüngern die Füße gewaschen hatte, zog er sein Obergewand wieder an und kehrte an seinen Platz am Tisch zurück. »Versteht ihr, was ich eben getan habe, als ich euch die Füße wusch?«, fragte er sie.

13 »Ihr nennt mich Meister und Herr, und das mit Recht, denn ich bin es.

14 Wenn nun ich, der Herr und der Meister, euch die Füße gewaschen habe, sollt auch ihr einander die Füße waschen.

15 Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.

16 Denkt daran: Ein Diener ist nicht größer als sein Herr, und ein Bote ist nicht größer als der, der ihn sendet.

17 Ihr wisst das jetzt alles; glücklich seid ihr zu nennen, wenn ihr auch danach handelt.

18 Ich rede nicht von euch allen. Ich kenne die, die ich erwählt habe; aber was in der Schrift vorausgesagt ist, muss sich erfüllen: ›Der, mit dem ich mein Brot geteilt habe, hat sich gegen mich gewandt.‹

19 Ich sage euch das schon jetzt, bevor es eintrifft, damit ihr, wenn es dann geschieht, an mich als den glaubt, der ich bin.

20 Ich versichere euch: Wer jemand aufnimmt, den ich sende, nimmt mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.«

„Love attacks“ sind Liebesaktionen. Bei ihnen geht es darum, anderen etwas Gutes zu tun – ganz nach dem Vorbild Jesu. Der Aktionsentwurf bietet einen Leitfaden für die Ausgestaltung einer solchen Gruppenaktion.


Vorschau:

1. Vorbemerkungen

Eine solche Aktion kann an verschiedenen Orten durchgeführt werden, zum Beispiel am Bahnhof, in der Fußgängerzone, in der Schule, in einer Wohngegend … Den Ideen sind dabei keine Grenzen gesetzt. Je nach Größenordnung der love attacks bietet es sich an, eine Trilogie aus der Aktion zu machen, für die man mehrere aufeinanderfolgende Gruppenstunden oder sogar einen ganzen Tag nutzt:

  1. Bibelarbeit (Grundlage des Handelns gemeinsam entdecken),
  2. Vorbereitung der love attacks (Organisation),
  3. Love attacks (praktische Umsetzung).

Der vorliegende Aktionsvorschlag bietet eine All-in-one-Lösung für ein Zeitfenster von etwa vier Stunden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die love attacks zu einer humanen Uhrzeit stattfinden, bei der man noch Leute an dem Ort antrifft, an dem man die love attacks geplant hat. Diese Aktion fördert übrigens nicht nur die Kreativität, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl in der Gruppe – und das Bewusstsein für die Verantwortung, die man als Christ (bzw. als „Licht“) hat.

Die Jugendlichen werden bei den Aktionen evtl. feststellen: Es kann ungemein erfüllend sein, anderen zu dienen und ihnen ohne Bedingungen eine Freude zu machen. Die meisten Menschen erwarten nicht, dass ihnen jemand grundlos etwas Gutes tut – das macht die love attacks umso spannender und bietet womöglich eine Grundlage, um mit anderen ins Gespräch zu kommen. Die Aktion bietet aber auch eine gute Basis für den Austausch in der Gruppe – evtl. im Anschluss oder im darauffolgenden Treffen.

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  • Autor: Natalie Enns
  • © Deutscher EC-Verband