Man sieht nur mit dem Herzen gutMan sieht nur mit dem Herzen gut

Einheit: Man sieht nur mit dem Herzen gut

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 45-75 Min. (Vorbereitung: 10-15 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Benötigte Materialien: großes Plakat, Stift(e)
Bibelstelle: Hebräer 11,1-7
Hebräer 11,1-11,7

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Der Weg des Glaubens seit der Schöpfung

1Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. 2In diesem Glauben haben die Alten Gottes Zeugnis empfangen. 3Durch den Glauben erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort geschaffen ist, dass alles, was man sieht, aus nichts geworden ist.

4Durch den Glauben hat Abel Gott ein besseres Opfer dargebracht als Kain; durch den Glauben wurde ihm bezeugt, dass er gerecht sei, da Gott selbst es über seinen Gaben bezeugte; und durch den Glauben redet er noch, obwohl er gestorben ist.

5Durch den Glauben wurde Henoch entrückt, dass er den Tod nicht sehe, und wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; denn vor seiner Entrückung ist ihm bezeugt worden, dass er Gott gefallen habe. 6Aber ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt.

7Durch den Glauben hat Noah Gott geehrt und die Arche gebaut zur Rettung seines Hauses, als er ein göttliches Wort empfing über das, was man noch nicht sah; durch den Glauben sprach er der Welt das Urteil und hat ererbt die Gerechtigkeit, die durch den Glauben kommt.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Wiebke Otto gibt einen Überblick über den Entstehungszusammenhang des Hebräerbriefs. Anschließend erklärt sie die Opferpraxis des jüdischen Volkes und zeigt den Zusammenhang mit Jesus auf. Sie beleuchtet das Problem des „nicht sehen und doch glauben“. Im Methodenteil spielt die „Wolke der Zeugen“ eine wichtige Rolle.


Vorschau:

1. Erklärungen zum Text

Der Hebräerbrief wird auf die Zeit zwischen 80 und 90 nach Christus datiert. Er richtet sich an eine Gemeinde in der zweiten oder dritten Generation: Es gibt keine Augenzeugen mehr, die live dabei waren und das Wirken Jesu aus erster Hand beschreiben können. Einige Mitglieder schwanken angesichts von Schwierigkeiten und Verfolgung in ihrem Glauben, andere sind vom Glauben abgefallen und haben die Gemeinde verlassen.

(…)

2. Bedeutung für den heutigen Hörer

Nach der Definition von „Glauben“ im ersten Vers sind wir vor eine doppelte Herausforderung gestellt: Zuversichtlich sein und nicht zweifeln – und das an etwas, das wir nicht mal sehen können! Es ist dieselbe Herausforderung wie für die Leser des Briefes damals: Keiner von uns hat Jesus mit eigenen Augen gesehen. Deshalb können wir nur glauben, was uns von ihm berichtet wird und darauf vertrauen, dass es die Wahrheit ist.

(…)

3. Methodik für die Gruppe

Fragen zum Text:

  • Was bedeutet „Glaube“ für dich? Wie definierst du „Glauben“?
  • Ohne Glauben ist es unmöglich Gott zu gefallen (V6). Was ist, wenn mir der Glauben mal abhandenkommt? Gefalle ich Gott dann nicht mehr?

(…)

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  • Autor / Autorin: Wiebke Otto
  • © Deutscher EC-Verband