Mehr als ’ne Stulle – ein Stück vom HimmelMehr als ’ne Stulle – ein Stück vom Himmel

Einheit: Mehr als ’ne Stulle – ein Stück vom Himmel

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 15-25 Min. (Vorbereitung: 30-45 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigte Materialien: Bibelverse (Joh. 6,35) auf Pappe oder Folie - in zwei Teilen: Jesus sagt: "Ich bin das Brot des Lebens" - "Wer zu mir kommt ... nimmermehr dürsten", diverse Brotsorten (evtl. auch nur als Bilder), 1 leckeres frisches Brot (als Snack), dickes Papier (für Brainstorming), 1 Filzstift(e) (für jeden Teilnehmenden)
Bibelstelle: Johannes 6,24-6,35
Johannes 6,24-6,35

24Als nun das Volk sah, dass Jesus nicht da war und seine Jünger auch nicht, stiegen sie in die Boote und kamen nach Kapernaum und suchten Jesus. 25Und als sie ihn fanden am andern Ufer des Meeres, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hergekommen? 26Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von dem Brot gegessen habt und satt geworden seid. 27Müht euch nicht um Speise, die vergänglich ist, sondern um Speise, die da bleibt zum ewigen Leben. Dies wird euch der Menschensohn geben; denn auf ihm ist das Siegel Gottes des Vaters.

28Da fragten sie ihn: Was sollen wir tun, dass wir Gottes Werke wirken? 29Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Das ist Gottes Werk, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat. 30Da sprachen sie zu ihm: Was tust du für ein Zeichen, auf dass wir sehen und dir glauben? Was wirkst du? 31Unsre Väter haben Manna gegessen in der Wüste, wie geschrieben steht (Psalm 78,24): »Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen.« 32Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel. 33Denn dies ist das Brot Gottes, das vom Himmel kommt und gibt der Welt das Leben. 34Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit solches Brot.

35Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Vorbereitung

Besorge verschiedene Brotsorten (evtl. auch nur als Bilder) – aber mindestens ein frisches leckeres Brot. Bereite die „Bibelvers-Kartons“ vor.

Einstieg

Zeige den Teens die Brotsorten und sammle die Reaktionen, wenn du willst auch schriftlich. Frag sie, ob sie eine Brotsorte am liebsten mögen und warum (je nachdem wie die Antworten ausfallen, kannst du evtl. später mal eine Ernährungsberatung mit den Teens durchführen, könnte sinnvoll sein).

Lass die Teens ihre Lieblingsbrotsorte wählen.

Frage die Teens, wofür Brot so alles gut ist, was sie mit Brot verbinden, welche Gedanken ihnen zu Brot kommen, was das Interessante an „Bernd dem Brot“ ist, etc. halte die Antworten, wenn’s passt, schriftlich fest.

Hauptteil

Lege den ersten Teil des Verses in die Mitte und sprich mit den Teens darüber, was sie mit dieser Aussage Jesu verbinden. Geht eventuell die gesammelten Antworten durch und streicht das weg, was eurer Meinung nach nicht zur Aussage Jesu passt (z.B. Bernd das Brot ist bemitleidenswert/Jesus nicht). Lass die Teens erklären, was Jesus wohl mit dieser Aussage meint.

Erläutere, dass die Zuhörer damals nicht sofort verstanden haben, worum es ging. Relativ kurz vorher hatten sie das Wunder erlebt, dass über 5.000 Personen u.a. von fünf Broten satt wurden. Auch argumentierten sie mit dem alttestamentlichen Wunder des Manna während der Wanderung von Ägypten ins versprochene Land (2.Mose 16). Doch Jesus geht es um mehr, als um einen zufriedengestellten Magen – er will das Leben komplett zufriedenstellen. Jesus will den Lebenshunger stillen.

Lege nun den zweiten Teil des Verses in die Mitte. Wie verstehen die Teens die Zusage Jesu?

Sammelt im Gespräch, womit Menschen ihren Durst nach Leben versuchen zu stillen – was für sie Lebenssinn ausmacht (Karriere, Beziehung, Luxus, „Spaß“, usw.).

Sprecht miteinander darüber, ob diese „Ersatzbefriedigungen“ auf Dauer Sinn machen. Ist nicht bei allem die Gefahr, dass z.B. bei Krankheit dieser Lebenssinn nicht mehr zieht?

Erläutere, dass Jesus mehr bereithält als die momentane Glücksbefriedigung. Er will unser Leben so durchdringen, dass unser ganzes Leben satt wird – jetzt, morgen, in der Zukunft und bis in alle Ewigkeit. Ja, Jesus allein ist es, der uns in Ewigkeit satt macht. Spätestens am Übergang zwischen irdischem Leben und dem Jenseits wird klar, was wirklich zählt: Meine Clique, meinen Besitz, meine Erfolge, meine „Erfahrungen“ kann ich alle nicht mitnehmen. Nur Jesus ist schon längst da.

Jesus ist das Brot, das der Welt jetzt schon dieses ewige Leben bringt.

Und nicht umsonst baten die Leute damals wie selbstverständlich: „Herr, gib uns solches Brot!“

Es wäre gut, wenn diese Bitte auch unsere würde.

Fazit

Nichts ist so wichtig, als sich Jesus einzuverleiben. Dass sein Denken, sein Wünschen zu unserem Denken und Wünschen wird. Das gibt wahrlich Lebenssinn, dies stillt den Durst nach erfülltem Leben.

Abschluss

Esst gemeinsam ein gutes leckeres frisches Brot und schmeckt, wie lecker so etwas sein kann. Noch viel „leckerer“ ist es, sich bis in die Ewigkeit bei Jesus zu „ernähren“.

Quellen

Bibel; Kommentare; Lexika …

  • Autor / Autorin: Tim Linder
  • © Deutscher EC-Verband