Mehr als nur mampfen!? / Tischgemeinschaft mit JesusMehr als nur mampfen!? / Tischgemeinschaft mit Jesus

Einheit: Mehr als nur mampfen!? / Tischgemeinschaft mit Jesus

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 45-60 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigte Materialien: Baguette (eins pro Gruppe), 1 großes Plakat, Bibel(n), Arbeitsblätter, Stift(e),
Bibelstelle: Markus 2,13-17

Wenn Jesus mit anderen Tischgemeinschaft hatte, ging es nicht nur um Nahrungsaufnahme. Es ging um viel mehr. Dieser Artikel möchte dazu ermutigen, Möglichkeiten von gemeinsamen Mahlzeiten für die Teenagerarbeit neu zu entdecken.


Vorschau:

1. Vorbemerkungen

Wenn wir die Evangelien lesen fällt auf, dass sich Jesus immer wieder Zeit nimmt, um mit Menschen zu essen, und zwar mit den unterschiedlichsten Gestalten. Warum ist das so? „Zusammen essen ist halt ganz nett“, wäre eine mögliche Antwort. Doch diese Antwort greift zu kurz.

2. Zielgedanke

Der Stundenentwurf macht deutlich, dass es bei der Tischgemeinschaft mit Jesus um bedingungslose Annahme und eine intensive Gemeinschaft geht. Wir hier in der westlichen Welt können davon viel lernen. Und gerade für die Arbeit mit geflüchteten Menschen bietet Tischgemeinschaft ganz wunderbare Möglichkeiten.

3. Einführung inkl. Erklärungen

Jesus saß gern mit Menschen zu Tisch. Er wurde sogar ein „Fresser und Weinsäufer“ genannt (Mt 11,19). Dass manche Leute so negativ-emotional auf Jesu Tischgemeinschaften reagierten, lag aber weniger an der Tatsache, dass Jesus gerne etwas gegessen und getrunken hat, als vielmehr daran, mit wem er das tat. So fragten die Pharisäer die Jünger einmal: „Warum isst euer Meister mit den Zöllnern und Sündern?“ (Mt 9,11). Das war also das Problem der Frommen damals: Jesus isst mit den falschen Leuten. Mit denen, die als unrein galten, zu denen man als guter, religiöser Mensch ordentlich Abstand hielt, um sich selbst nicht zu verunreinigen. Die frommen Juden hatten damit Grenzen errichtet, die Menschen ausschlossen. Der Umgang mit diesen Menschen galt für sie als Sünde.

Und jetzt kommt’s: Jesus dreht dieses Reinheits- oder Sündenverständnis der Pharisäer mit seinem Konzept der Tischgemeinschaft um und sagt: „Diese Menschen auszuschließen – das ist nicht im Sinne Gottes!“ Indem er mit „Zöllnern und Sündern“ isst, zeigt er, dass er soziale Grenzen überschreitet, sich mit den Ausgestoßenen solidarisiert und den Ausgeschlossenen die Möglichkeit eröffnet, wieder an der (religiösen) Gemeinschaft teilzuhaben: Eine gemeinsame Mahlzeit ist ein Zeichen von Gemeinschaft!

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  • Autor / Autorin: Piero Scarfalloto
  • © Deutscher EC-Verband