Mein ganzes Leben geb ich dir / … zu 60 ProzentMein ganzes Leben geb ich dir / … zu 60 Prozent

Einheit: Mein ganzes Leben geb ich dir / … zu 60 Prozent

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60 Min. (Vorbereitung: 25 Min.)
Materialarten: Bibelarbeit, Stundenentwurf
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Mitarbeitende
Einsatzgebiete: (Jugend-)Gottesdienst, Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigte Materialien: 1 Bibel (für jeden Teilnehmenden), Lied "Mein ganzes Leben" (so viele, dass jeder in den Text schauen kann)
Bibelstelle: Römer 12
Römer 12

12

Das Leben als Gottesdienst

1Ich ermahne euch nun, Brüder und Schwestern, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr euren Leib hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. 2Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

Die Gnadengaben im Dienst der Gemeinde

3Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedem unter euch, dass niemand mehr von sich halte, als sich’s gebührt, sondern dass er maßvoll von sich halte, wie Gott einem jeden zugeteilt hat das Maß des Glaubens. 4Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, 5so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied. 6Wir haben mancherlei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist. Hat jemand prophetische Rede, so übe er sie dem Glauben gemäß. 7Hat jemand ein Amt, so versehe er dies Amt. Ist jemand Lehrer, so lehre er. 8Hat jemand die Gabe, zu ermahnen und zu trösten, so ermahne und tröste er. Wer gibt, gebe mit lauterem Sinn. Wer leitet, tue es mit Eifer. Wer Barmherzigkeit übt, tue es mit Freude.

Das Leben der Gemeinde

9Die Liebe sei ohne Falsch. Hasst das Böse, hängt dem Guten an. 10Die brüderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. 11Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt. Seid brennend im Geist. Dient dem Herrn. 12Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. 13Nehmt euch der Nöte der Heiligen an. Übt Gastfreundschaft.

14Segnet, die euch verfolgen; segnet, und verflucht sie nicht. 15Freut euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden. 16Seid eines Sinnes untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch zu den niedrigen. Haltet euch nicht selbst für klug.

17Vergeltet niemandem Böses mit Bösem. Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann. 18Ist’s möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden. 19Rächt euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes; denn es steht geschrieben (5. Mose 32,35): »Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht der Herr.« 20Vielmehr, »wenn deinen Feind hungert, so gib ihm zu essen; dürstet ihn, so gib ihm zu trinken. Wenn du das tust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln« (Sprüche 25,21-22). 21Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

„Mein ganzes Leben geb ich dir.“ Das ist grob das, was sich Paulus in Römer 12 wünscht. Hand aufs Herz, wie oft hast du es schon gesungen und es war nicht so. Eine kleine Herausforderung für dich und deinen Teenkreis, sich über den „täglichen Gottesdienst“ Gedanken zu machen.


Vorschau:

Woran denkst du, wenn du das Wort Gottesdienst hörst? An Musik, an die mal mehr – mal weniger gute Predigt, an Menschen, denen du begegnest? Man kann viel in dieses kleine Wort hineininterpretieren. Aber eigentlich geht es nicht in erster Linie um das, was ich am Sonntag in einer Stunde erlebe, sondern vielmehr darum, wie ich meine Beziehung zu Gott lebe. Und daraus abgeleitet, wie ich mein Leben gestalte (s. Röm 12,1-2; BasisBibel).

Stellt euer ganzes Leben Gott zur Verfügung. Paulus gibt sich nicht mit 90 Prozent zufrieden. Er geht aufs Ganze. Für ihn ist der Gottesdienst nicht eine Formsache, die Sonntag für Sonntag im Stundentakt abgehalten wird. Für ihn ist es auch nicht der Teenkreis.

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  • Autor / Autorin: Andreas Müller
  • © Deutscher EC-Verband