Meine Berufung lebenMeine Berufung leben

Einheit: Meine Berufung leben

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 10-20 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Benötigtes Material: Karten mit Zitaten (Thema Berufung)
Bibelstelle: Nehemia 6,1-7,3
Nehemia 6,1-7,3

6

PlÀne gegen Nehemia

1Und als Sanballat, Tobija und Geschem, der Araber, und unsere andern Feinde erfuhren, dass ich die Mauer gebaut hĂ€tte und keine LĂŒcke mehr darin wĂ€re, wiewohl ich die TĂŒren zu der Zeit noch nicht in die Tore gehĂ€ngt hatte, 2sandten Sanballat und Geschem zu mir und ließen mir sagen: Komm und lass uns zusammenkommen in Kefirim im Tal Ono! Sie gedachten mir aber Böses anzutun. 3Ich aber sandte Boten zu ihnen und ließ ihnen sagen: Ich hab ein großes Werk auszurichten, ich kann nicht hinabkommen. Das Werk wĂŒrde liegen bleiben, wenn ich davon abließe und zu euch hinabkĂ€me. 4Sie sandten aber viermal zu mir auf diese Weise, und ich antwortete ihnen auf die gleiche Weise.

5Da sandte Sanballat zum fĂŒnften Mal seinen Diener zu mir mit einem offenen Brief in seiner Hand. 6Darin war geschrieben: Unter den Völkern hört man, und Geschem hat’s gesagt, dass du und die Juden abfallen wollt, dass du darum auch die Mauer baust, und du wollest ihr König werden; 7und du habest dir Propheten bestellt, die in Jerusalem von dir ausrufen und sagen sollen: Er ist der König in Juda! Nun, solche Worte werden vor den König kommen. So komm nun und lass uns miteinander Rat halten!

8Ich aber sandte zu ihm und ließ ihm sagen: Nichts von dem ist geschehen, was du da sagst; du hast es in deinem Herzen ausgedacht. 9Denn sie alle wollten uns furchtsam machen und dachten: Sie sollen die Hand abtun vom Werk, dass es nicht fertig wird. Da stĂ€rkte ich desto mehr meine HĂ€nde.

10Und ich kam ins Haus Schemajas, des Sohnes Delajas, des Sohnes Mehetabels; der hatte sich eingeschlossen, und er sprach: Lass uns zusammenkommen im Hause Gottes, im Innern des Tempels, und die TĂŒren des Tempels zuschließen; denn sie werden kommen, dich zu töten, in der Nacht werden sie kommen, dass sie dich töten. 11Ich aber sprach: Sollte ein Mann wie ich fliehen? Sollte ein Mann wie ich in den Tempel gehen, um am Leben zu bleiben? Ich gehe nicht hinein. 12Denn ich merkte, dass nicht Gott ihn gesandt hatte. Denn er sagte die Weissagung ĂŒber mich, weil Tobija und Sanballat ihm Geld gegeben hatten. 13Er hatte Geld genommen, damit ich mich fĂŒrchten sollte und so handeln und mich verfehlen, dass ein böses GerĂŒcht aufkĂ€me, damit sie mich verhöhnen könnten.

14Gedenke, mein Gott, des Tobija und des Sanballat nach diesem ihrem Tun, auch der Prophetin Noadja und der andern Propheten, die mich abschrecken wollten.

Die Mauer wird vollendet

15Und die Mauer wurde fertig am fĂŒnfundzwanzigsten Tage des Monats Elul in zweiundfĂŒnfzig Tagen. 16Und als alle unsere Feinde das hörten, fĂŒrchteten sich alle Völker, die um uns her wohnten, und der Mut entfiel ihnen; denn sie merkten, dass dies Werk von Gott war. 17Auch sandten viele Vornehme aus Juda in jenen Tagen Briefe an Tobija, und von Tobija gingen Briefe zu ihnen. 18Es gab nĂ€mlich viele in Juda, die sich ihm verschworen hatten; denn er war ein Schwiegersohn Schechanjas, des Sohnes Arachs, und sein Sohn Johanan hatte zur Frau die Tochter Meschullams, des Sohnes Berechjas. 19Und sie sagten vor mir Gutes von ihm und trugen ihm meine Worte zu. Da sandte Tobija Briefe, um mich abzuschrecken.

7

Sicherung der Stadt

1Als nun die Mauer gebaut war und ich die TĂŒren eingehĂ€ngt hatte, wurden die TorhĂŒter, SĂ€nger und Leviten eingesetzt. 2Und ich setzte ĂŒber Jerusalem meinen Bruder Hanani und den Burgvogt Hananja; denn der war ein treuer Mann und gottesfĂŒrchtig vor vielen andern. 3Und ich sprach zu ihnen: Man soll die Tore Jerusalems nicht auftun, ehe die Sonne heiß scheint; und wĂ€hrend sie noch am Himmel steht, soll man die Tore schließen und verriegeln. Und man soll Wachen aufstellen aus den Bewohnern Jerusalems, jeden auf seinem Wachtposten und jeden vor seinem Haus.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Markus Steuer erklĂ€rt die HintergrĂŒnde des Bibeltextes. Anschließend geht er ausfĂŒhrlich den beiden folgenden Fragen nach: Wie finde ich meine Berufung? Und wie lebe ich sie dann? Dabei wird ein Mensch in den Blick genommen, der seiner Berufung folgen möchte und die Konsequenzen dieses Vorhabens werden aufgezeigt.


Vorschau:

1. ErklÀrungen zum Text

Intrige (6,1-4)

Nehemia vermutet hinter dem GesprĂ€chsangebot den Versuch, ihn in einen Hinterhalt zu locken und zu ermorden, um in seiner Abwesenheit die fĂŒhrungslose Stadt angreifen zu können. Das Tol Ono galt als „neutral“, lag aber ca. 30 km von Jerusalem weg. Nehemias Feinde fĂŒrchteten um ihren Einfluss in der Region.

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2. Bedeutung fĂŒr den heutigen Hörer

Vorbemerkung: Es ist gut, Bibeltexte mit dem eigenen Leben ins GesprĂ€ch zu bringen. Dann entfalten sie ihre Kraft, fordern uns heraus – und oft macht Gott uns durch diese alten Texte Dinge klar, die fĂŒr uns heute wichtig sind. Die Gefahr ist aber, dass wir uns mit den Personen im Text auf eine Stufe stellen, hier z.B. mit Nehemia.

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3. Methodik fĂŒr die Gruppe

3.1 Einstieg

Zitate zum Thema „Berufung“ werden ausgedruckt und auf den Boden ausgelegt (via Google findet ihr schnell brauchbare Zitate).

ZunĂ€chst gehen alle durch den Raum und lesen die Zitate. Anschließend stellt sich jeder zu einem Zitat, das er seltsam findet.

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  • Autor / Autorin: Markus Steuer
  • © Deutscher EC-Verband