| Materialart: | Hintergrund/ Grundsatz |
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| Zielgruppen: | Jugendliche, Junge Erwachsene, Mitarbeit |
| Einsatzgebiete: | Gruppenstunde, Offenes Angebot, Schule + Jugendarbeit, Schulung, virtuell / digital |
| Verband: |
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| Redaktion: |
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| Zeitbedarf: | 5-10 Min. (Vorbereitung: 10-15 Min.) |
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Fast die Hälfte der jungen Menschen in Deutschland fühlt sich einsam. Das ist ein massives Problem, das aktives Handeln erfordert.
Die Bertelsmann Stiftung hat 2024 mehr als 2.500 junge Menschen zwischen 16 und 30 befragt. Das Ergebnis: 46 Prozent fühlen sich einsam, jeder Zehnte von ihnen sogar stark.
Da fragt man sich schon „Ist das permanente online sein daran schuld?“. Die ehrliche Antwort lautet wohl „Jein“.
Digitale Räume können viel. Sie helfen uns dabei, Kontakte über lange Distanzen zu halten. Sie geben Menschen eine Community, die vor Ort keine finden. Das ist real und wertvoll.
Aber: Digitale Räume ersetzen keine Begegnungen in der Offline-Welt.
Ein Forschungsteam der University of Pennsylvania hat in einer Untersuchung aus dem Jahr 2018 eine Gruppe von 143 Studierenden in zwei Kohorten aufgeteilt. Die eine sollte ihre Social-Media-Zeit auf 30 Minuten am Tag begrenzen. Die andere sollte ihre Nutzung der Plattformen wie gewohnt fortsetzen.
Nach drei Wochen Untersuchungszeit waren laut Befragungen Einsamkeit, Angstneigungen und depressive Symptome bei den Studierenden mit Social-Media-Limit signifikant zurückgegangen.
Das sind keine repräsentativen Ergebnisse, aber sie lassen doch vermuten: Zu viel Zeit im Netz und vor Allem auf Social Media tut insbesondere jungen Menschen nicht gut. Vermutlich auch deshalb, weil Scrollen durch Social Media wie Verbindung zu anderen wirkt, aber oft keine ist.
Verbindung, die wohltut, braucht von Zeit zu Zeit Menschen in einem Raum. Menschen, die merken, wenn jemand fehlt. Eine Jugendgruppe, ein Hauskreis, ein Spieletreff oder ein gemeinsames Abendessen mit Freunden. Die Forschung legt nahe: Das ist keine Nostalgie, das ist Gesundheitsvorsorge.
Fragt deshalb vielleicht beim nächsten Kontakt mit jungen Menschen nicht nur: „Wie viel Zeit verbringst du eigentlich am Handy?“ Fragt auch: „Wo bist du offline im Kontakt zu Menschen, denen du wichtig bist?“ Je nach Antwort kann es an der Zeit sein, gemeinsam Räume zu eröffnen, die genau das ermöglichen.
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