Mit Jesus auf Augenhöhe

Einheit | Andacht
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Mit Jesus auf Augenhöhe

Materialart: Andacht
Zielgruppen: Jugendliche, Junge Erwachsene, Mitarbeit
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Verband: EJW - Evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Redaktion: EJW
Zeitbedarf: 5 Min.
Bibelstelle: Hiob 42,5 anzeigen
Bibelstelle
Hiob 42,5

5Ja, bis dahin kannte ich dich nur vom Hörensagen.

Doch jetzt hat mein Auge dich wirklich gesehen.

BasisBibel 2012/2020, © Deutsche Bibelgesellschaft

Weitere Bibelstellen: Hiob 1,1, Hiob 40,4
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„Hiob antwortete dem HERRN und sprach: Ich hatte von dir nur vom Hörensagen vernommen; aber nun hat mein Auge dich gesehen.“ (Hiob 42,5)

„Ich glaube nur, was ich mit den eigenen Augen sehen kann!“, entgegnete mir ein Jugendlicher auf einer Freizeit. Wir hatten eine Kleingruppenzeit und sprachen über den Glauben und warum es sich lohnt, mit Jesus zu leben. Obwohl sich im Lauf des Gesprächs herausstellte, dass er doch einiges glaubt, was er nicht sehen kann, blieb er skeptisch. Ich habe ihn eingeladen, es einfach mal auszuprobieren mit Jesus und dem Glauben. Leider haben wir uns aus den Augen verloren, so dass ich nicht weiß, wie es mit seiner Glaubensbiografie weiterging.

Hiob würde sich ganz bestimmt als gläubigen Menschen bezeichnen. Die Bibel beschreibt ihn so „Der war fromm und rechtschaffen, gottesfürchtig und mied das Böse.“ (1,1) Wir wissen, wie die Erzählung weitergeht. Wie Hiob ein Unglück nach dem nächsten trifft, bis er am Ende schwerkrank weder ein noch aus weiß. Seine Freunde kommen und versuchen zu ergründen, ob er sich nicht doch etwas hat zu Schulden kommen lassen. Trotz aller Widerreden und Einwände seiner Freunde bleibt er dabei: „Mein Gewissen ist rein.“

Bis zum Ende, als Gott selbst zu Hiob spricht und ihm seine unendliche Schöpferkraft vor Augen führt. Im Erleben Gottes erkennt Hiob, dass er Gott und sein Handeln nicht verstehen kann, dass es seine Vorstellungskraft übersteigt. Gott öffnet ihm sprichwörtlich die Augen. Hiob begreift zwar weder Gott noch den Sinn seines Leidens, aber er erkennt in der Begegnung mit Gott sich selbst. Er erkennt, wer er im Verhältnis zu Gott ist: „Siehe, ich bin zu gering.“ (40,4).

Das gilt nicht nur für Hiob, sondern für uns Menschen allgemein. Wer sind wir verglichen mit Gott? Wir sind Sünder, getrennt von ihm. Glücklich kann sich schätzen, wer diese Erkenntnis hat, ohne den Weg beschreiten zu müssen, den Hiob gegangen ist. Glücklich sind wir, die wir in Jesus die Zusage haben, dass wir durch sein Kreuz gerettet sind. Wenn wir heute sprechen: „Ich habe dich gesehen!“, dann dürfen wir fröhlich an Jesus Christus denken als dem menschgewordenen Gott.

Gebet

Gott, zeige dich mir. In der Not und im Glück. In den Höhen und den Tiefen meines Lebens. Zeige mir, wer ich bin. Zeige mir, wie groß du bist. Ich danke dir, dass du mir in Jesus auf Augenhöhe begegnest. Danke, dass wir trotz all unserer Sünden und Schuld von dir geliebt und gerettet sind. Amen.

  • Autor / Autorin: Jan Bechle
  • © EJW - Evangelisches Jugendwerk in Württemberg
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