| Materialart: | Gottesdienst-Entwurf |
|---|---|
| Zielgruppen: | Kinder, Kinder (3-7 Jahre), Kinder (7-11 Jahre), Familien |
| Einsatzgebiet: | Gottesdienst |
| Kategorie: | Kirche-Kunterbunt |
| Verband: |
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| Redaktion: |
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| Zeitbedarf: | 45-60 Min. (Vorbereitung: 120-190 Min.) |
| Anhänge: | |
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ANMERKUNGEN AUS DER REDAKTION
Bitte nutzt diesen Entwurf für eure Kirche Kunterbunt als Anregung!
Vielleicht passt nicht alles zu eurer Situation oder zu eurem Frömmigkeitsstil – das ist völlig in Ordnung. Theologie lädt dazu ein, selbst zu glauben und selbst zu denken. Genau dazu möchte euch auch diese vorgestellte Einheit ermutigen. Im Sinne der Jahreslosung 2025 gilt: „Prüft alles und behaltet das Gute!“
Es gibt einige Weihnachtsideen, die sich mit der Figur der Maria und ihrem Weg als Mutter Jesu beschäftigen. Doch wie erging es eigentlich Josef – als Vater Jesu?
Dieser Frage möchte dieser Entwurf nachgehen. An den einzelnen Stationen wollen wir Josef näher kennenlernen, einen Blick auf seinen Lebensweg werfen und entdecken, was wir aus seinem Leben für unseren eigenen Weg mitnehmen können. Dabei wird es richtig handwerklich, denn wir tauchen auch in sein berufliches Leben als Zimmermann ein.
Der Entwurf ist ursprünglich als Advents- bzw. Weihnachtsentwurf konzipiert. Er lässt sich jedoch auch zu anderen Zeiten im Kirchenjahr einsetzen, wenn der Schwerpunkt entsprechend angepasst wird. Eine passende Gelegenheit ist beispielsweise das Hochfest des Heiligen Josef, das in der katholischen Kirche am 19. März gefeiert wird. Je nach Anlass kann dabei auch die Gestaltung der Feierzeit entsprechend verändert werden.
NAMENSSCHILDER:
Vielleicht möchtet ihr zu Beginn gemeinsam Namensschilder gestalten? Eine unkomplizierte Möglichkeit ist, Kreise aus Pappe auszuschneiden, diese bunt zu bemalen und anschließend ein Loch hineinzustanzen. Durch das Loch kann Wolle gefädelt werden, sodass sich die Namensschilder einfach umhängen lassen.
Passend zum Thema dieses Entwurfs könnten die Namensschilder auch in Form verschiedener Werkzeuge oder Gegenstände aus einer Werkstatt gestaltet werden. So entsteht bereits beim Ankommen eine kleine thematische Verbindung zu Josef und seinem Leben als Handwerker.
BEGRÜßUNGSLIED:
Vorschläge zu Willkommenszeit-Liedern findet ihr hier https://www.kirche-kunterbunt.de/gestalten/material/musik/
ANFANGSMODERATION
(in der Anfangsmoderation geht es darum, die Menschen auf eure Weise willkommen zu heißen. Vielleicht gebt ihr einen Überblick darüber, was die Familien bei euch erwartet? Vielleicht stellt ihr das Team vor? Vielleicht habt ihr ein besonderes Votum, das zu Beginn gesprochen wird? Dafür ist hier Platz. Zusätzlich lädt diese Anfangsmoderation auch ein, das kommende Theaterstück einzuleiten und die Menschen mit dem Thema in Verknüpfung zu bringen.)
Sprecher:in
Willkommen in unserer Kirche Kunterbunt! Heute wird es laut, kreativ und vielleicht auch ein bisschen staubig. Denn heute verwandelt sich unsere Kirche in eine Werkstatt.
Josef kommt mit Hammer und Holzstück zur Tür herein.
Josef:
Schalom! Na, hier wird aber ordentlich gewerkelt!
Ich bin Josef aus Nazareth. Von Beruf bin ich Zimmermann. Ich baue Tische, Türen, Dächer … eigentlich alles, was man aus Holz so bauen kann.
Sprecher:in
Josef? Dich kennen wir doch! Aber woher eigentlich?
(Kinder/Gäste rufen lassen.)
Sprecher:in
Genau! Du bist doch … der Mann von Maria!
Josef:
Richtig.
Sprecher:in
Und der Vater von Jesus!
Josef:
Auch richtig.
Sprecher:in
Der Josef aus der Weihnachtsgeschichte!
Josef:
Ja, genau der. Wobei ich zugeben muss: In den Weihnachtsgeschichten steht meistens eher Maria und Jesus im Mittelpunkt. Ich komme oft nur kurz vorbei.
Sprecher:in
Stimmt. Du bist der, der meistens irgendwo danebensteht und ziemlich ernst schaut.
Josef:
Was soll ich machen? Jemand muss schließlich aufpassen, dass das Ganze nicht auseinanderfällt.
Sprecher:in
Das klingt nach einem echten Handwerker.
Josef:
Das bin ich auch. Aber mein Leben war alles andere als eine ruhige Baustelle.
Sprecher:in
Was meinst du damit?
Josef:
Ich wollte eigentlich ein ganz normales Leben: arbeiten, heiraten, eine Familie haben, mein Holz bearbeiten und abends irgendwann Feierabend machen.
Sprecher:in
Klingt eigentlich ziemlich entspannt.
Josef:
Dachte ich auch! Bis Gott plötzlich andere Pläne hatte.
Sprecher:in
Und wie hat Gott dir das gesagt? Per Brief? Nachricht? E-Mail?
Josef:
Nein. In einem Traum. Und durch einen Engel.
Sprecher:in
In einem Traum?
Josef:
Ja. Gott hat zu mir gesprochen – im Schlaf.
Sprecher:in
Das ist ja praktisch. Andere brauchen morgens erst einmal einen Kaffee.
Josef:
Ich bekam stattdessen einen ziemlich deutlichen Traum. Und danach hieß es: aufbrechen, losgehen, Entscheidungen treffen und meine Familie beschützen.
Sprecher:in
Also kein gemütliches „Heute lasse ich es mal ruhig angehen“?
Josef:
Überhaupt nicht! Ich hatte manchmal das Gefühl, dass mein ganzes Leben eine einzige Baustelle ist.
Sprecher:in
Und du hast trotzdem weitergemacht?
Josef:
Ja. Ich habe gelernt: Manchmal läuft das Leben eben nicht nach Bauplan.
Sprecher:in
Das klingt tatsächlich nach Josef.
Josef:
Und vielleicht kennt ihr das auch: Manchmal hat man selbst einen Plan – und dann kommt das Leben mit einem völlig anderen. Und ich muss sagen (einbisschen stolz), dass ausgerechnet Maria und ich die Eltern von dem Baby Jesus werden durften…wow…das war schon eine große Ehre für uns. Dass Gott uns soetwas zutraut!
Sprecher:in
Da ist was dran. Aber bevor wir jetzt zu emotional werden …
Josef:
… sollten wir lieber anfangen zu arbeiten!
Sprecher:in
Sehr gut. Was erwartet uns denn in deiner Werkstatt?
Josef:
Ihr könnt bauen, ausprobieren, hören, fühlen, riechen und sogar träumen. Und dabei könnt ihr entdecken, wie mein Leben war – und was es vielleicht mit eurem eigenen Leben zu tun hat.
Sprecher:in
Na dann: Werkzeuge raus und Ärmel hoch!
Josef:
Und passt auf eure Finger auf. Ich bin zwar ein guter Zimmermann – aber Erste Hilfe gehört nicht zu meinem Angebot.
Sprecher:in
Also: Auf geht’s in die Werkstatt!
Josef:
Und wer weiß: Vielleicht merkt ihr heute, dass Gott auch in eurem Leben manchmal einen anderen Bauplan hat, als ihr gedacht habt.
Station: Plötzlich Papa!
Material:
So geht’s: Ganz schön überraschend wird Josef plötzlich Papa. Das muss für ihn erst einmal ein großer Schock gewesen sein. Wenn er arbeiten geht, weiß er, was er einpacken und wie er sich darauf vorbereiten muss. Aber Papa-Sein ist für ihn ganz neu.
Können wir ihn gemeinsam darauf vorbereiten?
Schreibt in Josefs Koffer Tipps, wie man ein guter Papa sein kann.
Alternative: Checkliste
Alternativ könnt ihr für Josef auch eine kleine Checkliste zusammenstellen

(Vorlage zum Herunterladen):
Station: Koffer packen
Material:
So geht’s: Auf die Schnelle muss Josef jetzt auch noch mit seiner Verlobten Maria nach Bethlehem wandern. Packt beiden möglichst schnell einen Koffer zusammen. Welche Gegenstände findet ihr besonders hilfreich für die Reise?
Bei dem Koffer-Packen spielen immer zwei Personen gegeneinander auf Zeit. Ihr habt beide 1 Minute Zeit, den vorbereiteten Parcours zu laufen und bei jedem Weg einen Gegenstand in die vorbereiteten Koffer am Ende zu transportieren. Wer am Ende mehr Gegenstände im Koffer hat, gewinnt.
Nachdenkfrage:
Was ist denn ein Gegenstand, den die beiden unbedingt auf der Reise dabei haben sollten?
Station: Glückwunsch zum Baby
Material:
So geht’s: Josef und Maria sind Eltern vom Baby Jesus geworden. Wie aufregend! An dieser Station dürft ihr Maria und Josef eine Glückwunsch-Karte für ihr Baby schreiben. Was wollt ihr den Beiden für ihre Zeit mit Baby Jesus wünschen? Habt ihr vielleicht Mut-machende Worte für Maria oder Josef?
Station: Auf Reisen
Material
So geht’s:
Josef musste oft reisen. Besonders bekannt ist die Reise von Nazareth nach Bethlehem. Ziehe deine Schuhe aus und gehe langsam über den Barfußpfad.
Spüre:
So ähnlich konnten sich auch Wege früher anfühlen.
Nachdenkfrage
Welche Reise war für dich besonders spannend?
Wer begleitet dich auf deinem Lebensweg?
Station: eine Herberge für Baby Jesus
OPTION: HERBERGE AUS EISSTIELEN
Material
Einleitung der Station:
Josef war Zimmermann. Er wusste, wie man Häuser baut.
Aber dann kam er in Bethlehem mit seiner Frau an und es gabkeinen Platz für sie.
Nachdenkfrage: Wie hat sich das wohl für Josef angefühlt, als er für seine schwangere Frau und sich keinen Platz gefunden hat. Was waren wohl seine Gedanken?
So geht nun die Station:
Aber dann gab es eben doch eine Lösung, ein kleines Dach über den Köpfen von Maria und Josef. Wisst ihr, was die Lösung war? Maria und Josef finden Platz in einem kleinen Stall.Hier dürft ihr ihnen nun die Herberge bauen.
Du kannst mit den Eisstielen:
OPTION: HERBERGE AUS EASY-STICKS
Ihr könnt für das Bauen auch easy-sticks verwenden. Daraus lassen sich auch weitere tolle Kunstwerke basteln. Hier findet ihr Inspiration: https://easy-sticks.de/?srsltid=AfmBOoomspeMNC7RPoUcuotPStsPkwXjM_kQJuIyvbEj-gWuAkd3UUQy
OPTION: HERBERGE AUS ÄSTEN
Hier gibt es auch Ideen, wie man aus Birken-Ästen oder anderen Ästen eine kleine Herberge gestalten kann.
https://www.vbs-hobby.com/krippe-aus-birkenaesten-t2079
Station: Ein Stern für Jesus
Material für Holzsterne:
Für die Gestaltung vom Stern:
Einleitung in die Station:
Es gibt einen Stern im Leben von Josef, der ihm sehr wichtig geworden ist. Wisst ihr, von welchem Stern wir sprechen und warum der so wichtig war? (antworten lassen)
Der Stern war das Zeichen für die Sterndeutenden, dass ein neuer König (Jesus) geboren worden ist. Der Stern war ihr Wegweiser zur Krippe von Jesus, zu Maria und Josef. Bestimmt haben Maria und Josef ganz schön gestaunt, als bei der Geburt von Jesus auch am Himmel so ein besonderes Zeichen auftauchte.
Los geht’s zum eigenen Stern:
In dieser Station dürft ihr euren eigenen Stern bauen und gern sogar die Namensbedeutung von Jesus mit dem Brandmalkolben eingravieren.
Bevor ihr loslegt: Für jede Familie ist ein Stern eingeplant. Weil wir hier mit Sägen und mit einem heißen Brandmalkolben arbeiten, sollten immer Erwachsene mit Kindern gemeinsam an dem Stern arbeiten. Niemals sollte die Station von einer mitarbeitenden Person unbetreut gelassen werden.
1. Den eigenen Stern planen
Zu Beginn wird eine Sternform ausgewählt oder auf das Holz übertragen.
2. Stern aussägen
Die Sternform wird mit einer geeigneten Säge aus einem Holzbrett ausgesägt. Je nach Alter der Kinder kann dieser Arbeitsschritt gemeinsam mit den Erwachsenen oder vollständig von den Erwachsenen übernommen werden.
3. Kanten glätten
Nach dem Aussägen werden die Kanten und Oberflächen sorgfältig mit Schleifpapier geglättet. So erhält der Stern eine angenehme Haptik und die Brandmalerei gelingt anschließend besser.
4. Schriftzug gestalten
Nun könnt ihr einen Schriftzug ( zum Beispiel die Namensbedeutung von Jesus = Gott rettet) mit Bleistift leicht auf dem Holz vorgezeichnet. So können Schreibweise, Position und Größe noch einmal überprüft und bei Bedarf korrigiert werden.
5. Brandmalerei
Mit dem Brandmalkolben wird der Schriftzug anschließend vorsichtig in das Holz eingebrannt. Hier ist besondere Aufmerksamkeit und eine gute Begleitung notwendig, da die Spitze des Gerätes sehr heiß wird.
Alternative ohne Sägen:
Wenn das Sägen zu aufwendig ist, gibt es online in verschiedenen Märkten auch fertig gesägte Holz-Sterne zu kaufen, die dann entweder ebenso mit einem Brandmalkolben verziert werden oder auch mit Acrylstiften bemalt werden können.
Station: Auf Reisen mit Josef
So geht’s
Josef musste oft reisen. Besonders bekannt ist die Reise von Nazareth nach Bethlehem.
In Bethlehem ist Jesus auch zur Welt gekommen.
Ziehe deine Schuhe aus und gehe langsam über den Barfußpfad.
Spüre:
So ähnlich konnten sich auch Wege früher anfühlen.
Nachdenkfrage
Welche Reise war für dich besonders spannend?
Station: Josef hört hin
Material
So geht’s
Josef musste gut zuhören – auch auf Gottes Stimme.
Schüttle die Dosen.
Finde immer zwei Dosen, die gleich klingen.
Wenn du glaubst, ein Paar gefunden zu haben, schau auf den Boden der Dose – dort steht die Lösung.
Nachdenkfrage
Wann hörst du besonders gut hin?
Und wann ist es schwierig zuzuhören?
Station: Josefs Werkstatt – Murmelbahnbau
Material
So geht’s
Josef arbeitete jeden Tag mit seinen Händen. Schlage Nägel in das Holz und baue dir damit deine eigene kleine Murmelbahn.
Schritt für Schritt:
Station: Plötzlich spricht ein Engel
Material
Einleitung der Station:
Wählt einen Raum mit Tür, den man abdunkeln kann. Gestaltet ihn so, dass man sich in dem Raum gut und bequem hinsetzen kann. Bevor die Gäste den Raum betreten, gibt eine Person eine
Einleitung: Es war Abend geworden. Josef war müde. Er hatte sich vorgenommen, Maria zu verlassen, damit niemand von ihr schlecht denken würde und er einfach der Verlobte war, der sich aus dem Staub gemacht hatte. Wahrscheinlich hatte Josef viele Ängste und Sorgen. Was meint ihr, was hat Josef wohl so gedacht und gefühlt? (Gäste antworten lassen). Doch mitten in der Nacht wird Josef plötzlich geweckt.
Was da genau passiert, dürft ihr an dieser Station erleben.
Es ist dunkel in dem Raum, geht vorsichtig hinein und macht es euch bequem.
Für die Engel-Person:
Warte kurz ab, bis sich die Familien bequem hingesetzt haben.
Dann leuchte mit deinem Licht und sprich den Bibeltext laut und deutlich.
Fordere dann die Gäste als „Josef“ auf, aufzustehen und loszugehen (sodass sie den Raum wieder verlassen).
Gespräch nach der Station:
Wie war es, von dem Engel geweckt zu werden? Was hat der Engel gesagt?
Was meint ihr, was macht das mit dem Josef?
Station: Ein Name fürs Baby
Material
Einleitung der Station:
Im Traum sagte der Engel nicht nur zu Josef, dass er Vater wird und Maria heiraten soll. Der Engel sagte Josef auch, wie das Kind heißen sollte, nämlich Jesus.
So geht´s:
Schaut doch mal nach, was der Name Jesus bedeutet. Schlagt dafür Matthäus 1,20-21 auf. Wenn ihr möchtet, könnt ihr auch noch die Namensbedeutungen von euren eigenen Namen nachschlagen/recherchieren lassen.
Nachdenkfrage:
Wow, Jesus Name bedeutet übersetzt „Gott rettet“. Was hat wohl Josef dabei gedacht, als er hörte, dass sein Kind so heißen soll. Wovon dachte er, würde Jesus die Menschen retten?
THEATERSTÜCK ZWISCHEN JOSEF UND EINER MODERATION
(Idee: beim Erzählen von Jesus können auch passende Bilder aus den Erzählungen von Josef
Leitung:
Josef, schön, dass du noch einmal zu uns kommst! Wir haben heute richtig viel über dein Leben gelernt: Wir haben gebaut, gehämmert, gerochen und sogar über Träume nachgedacht.
Josef:
Das habe ich gesehen! Ihr wart richtig fleißig – fast wie in meiner Werkstatt in Nazareth. Wobei … bei euch sah es zwischendurch ein bisschen chaotischer aus als bei mir.
Leitung:
Das kann schon sein. Was hat euch denn heute am besten gefallen?
Josef:
Und keine Sorge: Es gibt keine falsche Antwort. Ich bin Handwerker, ich kann mit fast allem leben.
Leitung:
(Kinder und Erwachsene dürfen berichten.)
Leitung:
Josef, ich habe noch eine Frage an dich: Dein Leben sah am Anfang doch eigentlich ganz normal aus, oder?
Josef:
Ja, ziemlich normal. Ich war Zimmermann. Ich habe Häuser gebaut, Türen repariert, Möbel gemacht …
Leitung:
Also ganz normale Handwerkerarbeit.
Josef:
Genau. Ich wollte arbeiten, heiraten, eine Familie gründen und ein ruhiges Leben führen.
Leitung:
Und dann?
Josef:
Dann kam Gott.
Leitung:
Das klingt, als wäre das ein Problem.
Josef:
Nein, nein! Aber wenn Gott ins Spiel kommt, kann es manchmal etwas anders laufen als geplant.
Leitung:
Wie denn?
Josef:
Zum Beispiel hatte ich einen Traum. In diesem Traum sagte mir ein Engel, dass ich keine Angst haben soll, Maria zu heiraten.
Leitung:
Ein Engel im Traum? Das ist ja schon ziemlich ungewöhnlich.
Josef:
Allerdings. Und es blieb nicht bei diesem einen Traum. Später musste ich sogar mitten in der Nacht aufstehen und mit Maria und dem kleinen Jesus in ein anderes Land fliehen. Es war gefährlich, und Jesus war in Gefahr.
Leitung:
Mitten in der Nacht?
Josef:
Mitten in der Nacht.
Leitung:
Und du bist einfach los?
Josef:
Na ja … „einfach“ würde ich jetzt nicht sagen. Ich musste Sachen packen, Maria und Jesus mitnehmen und losgehen. Und ich hatte ehrlich gesagt keine Ahnung, was uns erwartet.
Leitung:
Das klingt ganz schön aufregend.
Josef:
Das war es auch. Manchmal hatte ich Angst. Manchmal wusste ich nicht, wie es weitergeht.
Leitung:
Und trotzdem bist du losgegangen?
Josef:
Ja. Weil ich gespürt habe: Gott geht mit. Und ich wusste: Maria und ich haben eine besondere Aufgabe bekommen. Wir sollten Jesus großziehen.
Leitung:
Das ist ja keine kleine Aufgabe.
Josef:
Überhaupt nicht! Ein ganzes Kind großzuziehen ist schon eine ziemlich große Sache. Aber dann auch noch den Sohn Gottes …
(Josef schaut kurz ratlos.)
Puh. Da hätte ich manchmal schon gerne eine Gebrauchsanweisung gehabt.
Leitung:
„Jesus großziehen – Schritt 1: Bitte zuerst diese Anleitung vollständig lesen.“
Josef:
Genau! Aber die gab es leider nicht. Also habe ich versucht, einfach das zu tun, was ich konnte: für Maria und Jesus da sein, sie beschützen und ihnen ein Zuhause geben.
Leitung:
Und du wusstest, dass Jesus einmal etwas ganz Besonderes sein würde?
Josef:
Ja. Ich wusste, dass Jesus Menschen retten und ihnen guttun wird.
Und deshalb wollte ich gut auf ihn aufpassen.
Leitung:
Das ist eine schöne Aufgabe. Und bald feiern wir Jesu Geburtstag – an Weihnachten. Wir feiern, dass Jesus zu uns Menschen gekommen ist und dass er auch heute bei uns sein kann. Und vielleicht kennt ihr das: Manchmal läuft unser eigenes Leben auch ganz anders, als wir es geplant haben. Vielleicht gibt es …
Und dann stehen wir manchmal da und fragen uns:
Was passiert jetzt? Wie soll es weitergehen?
Josef:
Das kenne ich. Ich habe gelernt: Auch wenn das Leben überraschend ist – Gott bleibt an unserer Seite. Ich habe als Zimmermann vielleicht viele Dächer gebaut. Aber ich glaube: Gott hält ein ganz anderes Dach über uns. Ein Dach, unter dem wir geborgen sein können. Egal, wohin unser Weg führt.
Leitung:
Das klingt schön.
Josef:
Und ich stelle mir vor, dass Gott mit uns unterwegs ist. Wenn wir arbeiten. Wenn wir lachen. Wenn wir Angst haben. Wenn wir nicht wissen, wie es weitergeht. Und sogar dann, wenn wir nachts von Engeln träumen.
Leitung:
Also auch dann, wenn wir morgens aufwachen und denken: „Was war DAS denn für ein Traum?“
Josef:
Ganz genau!
Vielleicht steckt ja manchmal mehr darin, als wir denken.
Leitung:
Und du hast durch dein Leben auch eine Aufgabe bekommen.
Josef:
Ja. Meine Aufgabe war es, gut auf Jesus aufzupassen. Ein guter Vater für ihn zu sein. Und ein guter Ehemann für Maria. Und ich glaube: Gott gibt jedem Menschen eine Aufgabe. Wir müssen nicht alle dasselbe machen. Aber wir alle können etwas tun: Wir können gut aufeinander und auf diese Welt aufpassen. Wir können füreinander da sein. Wir können helfen. Wir können Mut machen. Und wir können darauf vertrauen, dass Gott mit uns geht.
Leitung:
Danke, Josef. Für deine Geschichten, für deine Werkstatt und vor allem dafür, dass du uns gezeigt hast: Manchmal läuft das Leben nicht nach unserem Bauplan. Aber wir müssen unseren Weg trotzdem nicht allein gehen.
Josef:
Genau. Und jetzt habe ich noch eine wichtige Frage: Wer räumt eigentlich meine Werkstatt wieder auf?
Leitung:
Ähm …
Josef:
Dachte ich mir. Dann mache ich mich lieber schnell vom Acker.
Leitung:
Danke, Josef, dass du heute bei uns in der Kirche Kunterbunt warst!
Josef:
Sehr gerne! Und denkt daran: Gott geht mit euch – auch wenn ihr euren Bauplan gerade nicht mehr findet.
Josef winkt, schnappt sich Hammer und Holz und geht ab.
GEBETSIDEE: GEBURTSTAGSWÜNSCHE VON JESUS
Material:
Einleitung:
Josef war der Papa von Jesus. Jesus Geburtstag feiern wir am 24. Dezember. Das Besondere an Jesu Geburtstag ist aber, dass nicht wir ihm Geschenke machen, sondern dass Jesus uns selbst beschenkt. Freiwillige Kinder und Erwachsene dürfen bei dieser Gebetsidee nach vorne kommen, nacheinander eine der Stabkerzen oder Teelichter anzünden und ihren Wunsch an Jesus formulieren und für alle als Gebet nennen.
FÜRBITTENGEBET: ein Dach für die Menschen, die keins haben
Einleitung:
Als Zimmermann hat Josef Dächer gebaut. Ein Dach über den Kopf ist ganz schön viel wert. Das hat Josef auch selbst mal gespürt, als er mit Maria in Bethlehem verzweifelt ein Dach gesucht hat, unter dem sie schlafen und dann auch Jesus bekommen konnten.
Es gibt wirklich viele Menschen in dieser Welt, die leider kein Dach, kein Zuhause haben.
An diese Menschen wollen wir nun denken.
An bestimmten Stellen laden wir euch, während wir das Gebet sprechen, ein Dach mit euren Armen zu formen. Das geht so, indem ihr beide Arme nach oben streckt und zueinander als eine Spitze zusammenführt. Jetzt sieht es aus, als würdet ihr ein Dach über euren Kopf formen.
Guter Gott,
wir bitten dich für alle Menschen,
die kein Zuhause haben (Dach formen).
Sie haben keinen sicheren Ort zum Schlafen
und wissen oft nicht, wo sie morgen sein werden.
Sei bei ihnen, Gott.
Schenke ihnen Menschen, die ihnen helfen.
Schenke ihnen einen warmen Ort,
etwas zu essen und Kleidung.
Schenke ihnen Hoffnung und Mut.
Hilf auch uns,
dass wir andere Menschen sehen
und nicht wegschauen.
Danke, dass unter deinem Dach (Dach formen)
alle Menschen einen Platz finden.
Amen.
WERKZEUG-SEGEN

Beschreibung: Bei diesem Segen tauchen wir ein in das Werkstatt-Leben von Josef. Bei diesem Segen werden die einzelnen Werkzeuge aus dem Werkzeugkasten herausgeholt und bei dem jeweils passenden Spruch hochgehalten. Je nach Bedarf kann der Werkzeugsegen auch erweitert oder um ein paar Gegenstände gekürzt werden. Vielleicht möchten ja auch verschiedene Personen (junge, sowie ältere Menschen) einen Werkzeug-Vers sprechen?
Material: Werkzeugkasten mit
Hammer
Ein Hammer macht etwas fest.
Gott, mach auch uns fest.
Gib uns Halt, wenn es schwierig wird.
Segne unsere Familie.
Schraubenzieher
Ein Schraubenzieher dreht Schrauben fest.
Gott, hilf uns, zusammenzuhalten.
Wenn es mal wackelt, gib uns neue Kraft.
Segne unsere Familie.
Zange
Eine Zange hält fest und hilft beim Reparieren.
Gott, halte uns in deiner Hand.
Sei bei uns, wenn etwas kaputtgeht.
Hilf uns, wieder neu anzufangen.
Segne unsere Familie.
Wasserwaage
Eine Wasserwaage zeigt: Ist etwas gerade?
Gott, hilf uns, die richtige Richtung zu finden.
Wenn wir uns verirren, zeig uns den Weg.
Segne unsere Familie.
Maßband
Mit einem Maßband können wir messen.
Gott, lass uns merken:
Jeder Mensch ist wertvoll.
Jeder Mensch ist genau richtig.
Segne unsere Familie.
Gott, begleite unsere Familien.
Beim Lachen und beim Weinen.
Beim Spielen und beim Streiten.
Beim Anfangen und beim Weitermachen.
Segne unsere Hände,
unsere Herzen
und unser Zuhause.
Gott sei bei uns.
Heute und an jedem neuen Tag.
Amen.
Bei so viel Arbeit in der Werkstatt freuen sich die Familien bestimmt über ein leckeres Buffet. Das sind unsere Essensvorschläge:
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