Neugeboren im LichtNeugeboren im Licht

Einheit: Neugeboren im Licht

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 10-25 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde, Predigtvorbereitung
Redaktion: echt.
Benötigte Materialien: Karten mit Stichworten, Material für Theaterszene
Bibelstelle: Johannes 3,1-21
Johannes 3,1-3,21

3

Jesus und Nikodemus

1Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, ein Oberster der Juden. 2Der kam zu Jesus bei Nacht und sprach zu ihm: Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. 3Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen.

4Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? 5Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht geboren wird aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. 6Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. 7Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von Neuem geboren werden. 8Der Wind bläst, wo er will, und du hörst sein Sausen wohl; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er fährt. So ist ein jeder, der aus dem Geist geboren ist.

9Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie mag das zugehen? 10Jesus antwortete und sprach zu ihm: Du bist Israels Lehrer und weißt das nicht? 11Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und bezeugen, was wir gesehen haben, und ihr nehmt unser Zeugnis nicht an. 12Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sage? 13Und niemand ist gen Himmel aufgefahren außer dem, der vom Himmel herabgekommen ist, nämlich der Menschensohn.

14Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, 15auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. 16Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. 17Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.

18Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, denn er hat nicht geglaubt an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes. 19Das ist aber das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse. 20Wer Böses tut, der hasst das Licht und kommt nicht zu dem Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. 21Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zu dem Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Bibelarbeit zu Joh 3,1-21: Mirjam Hofmann erklärt zunächst den Text, in dem es um das Licht der Welt geht. Anschließend fragt sie, was einen Menschen in der Finsternis hält und stellt dem entgegen, dass Christen im Licht neu geboren sind. Im Methodenteil regt sie eine kreative Veranschaulichung mittels einer Theaterszene an und gibt Impulse für die Vertiefung mit der Gruppe.


Vorschau:

1. Erklärungen zum Text

V.1-3: Nikodemus begegnet Jesus in der Nacht, damit nähert er sich dem Licht und wagt einen Schritt aus der Nacht heraus. Er spricht ihn an mit dem Satz: „Du bist ja ein Lehrer, gesandt von Gott. Das erkennen wir …“. Seine indirekte Frage könnte sein: „Oder willst du mehr sein? Der Messias, der Erretter der Welt? Wer bist du?“

(…)

2. Bedeutung für heute

2.1 Was hält mich fest in der Finsternis?

Wer oder was verdunkelt unseren Blick? Was steht vor Jesus? Sind es die eigenen Ansprüche? Oder sind es die eigenen Vorstellungen, wie Jesus zu sein hat? Vielleicht ist es die zu erbringende Leistung? Fordert das Leben zu viel? Sind da keine Zeit und kein Platz mehr für Jesus? Kann ich aus mir selbst heraus existieren? Sind wir vielleicht gefangen in unserer eigenen Dunkelheit?

(…)

3. Methodik für die Gruppe

3.1 Hinführung: Erlebnisraum Dunkelheit

Ihr benötigt einen Raum, den man sehr gut verdunkeln kann. Er sollte auch groß genug sein, sodass man dort eine kleine Theaterszene spielen kann. Die Teilnehmer werden darum gebeten, sich in der Stille ganz auf die Dunkelheit im Raum einzulassen. Wir wollen gemeinsam erfahren, wie es uns in der Dunkelheit ergeht. Der Raum ist dunkel. Alles ist still. Jeder bleibt alleine an einer Stelle stehen. Die Stille wird für ein paar Minuten ausgehalten. Dann wird ruhige Instrumentalmusik eingespielt und es wird ein Text zum Nachdenken vorgelesen (siehe unten). Es werden an mehreren Stellen im Raum Knicklichter oder ein paar Teelichter angemacht. Der zweite Text wird vorgelesen, während der Raum etwas heller gemacht wird. Eine Ecke des Raumes soll aber ganz dunkel bleiben. Dann kann direkt in die Theaterszene übergegangen werden.

(…)

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  • Autor / Autorin: Mirjam Hofmann
  • Autor / Autorin:
  • © Deutscher EC-Verband