Paulus vor AgrippaPaulus vor Agrippa

Einheit: Paulus vor Agrippa

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 30-60 Min.)
Materialart: Stundenentwurf
Zielgruppen: Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: JUMAT
Ben├Âtigte Materialien: St├╝hle, Augenbinde(n), Schl├╝sselbund, Verkleidung (Agrippa, Festus, Paulus), Figur(en) (Playmobil, Lego), Bl├Ątter (mit Ausrufezeichen, Fragezeichen, Daumen hoch, Daumen runter), Bastelmaterial (um Karten zu gestalten)
Bibelstelle: Apostelgeschichte 26,1-26,32
Apostelgeschichte 26,1-26,32

26

Paulus verteidigt sich vor K├Ânig Agrippa

1Agrippa sagte zu Paulus:

┬╗Es ist dir erlaubt, in eigener Sache zu sprechen.┬ź

Da hob Paulus die Hand

und begann seine Verteidigungsrede:

2┬╗Die Juden bringen schwere Anschuldigungen

gegen mich vor.

Deshalb sch├Ątze ich mich gl├╝cklich, K├Ânig Agrippa,

dass ich mich heute vor dir verteidigen kann.

3Das gilt umso mehr,

als du dich mit den Vorschriften

und Streitfragen der Juden hervorragend auskennst.

Bitte, h├Âre mich geduldig an!

4Seit meiner Jugend habe ich

bei meinem Volk in Jerusalem gelebt.

Alle Juden wissen,

wie ich mein Leben von klein auf gef├╝hrt habe.

5Sie kennen mich von fr├╝her.

Wenn sie wollen, k├Ânnen sie es bezeugen:

Ich habe zu der Gruppe geh├Ârt,

die unseren Glauben am strengsten aus├╝bt.

Denn ich war Pharis├Ąer.

6Jetzt stehe ich vor Gericht, weil ich auf das hoffe,

was Gott unseren Vorfahren versprochen hat.

7Die zw├Âlf St├Ąmme unseres Volkes

dienen Gott ununterbrochen bei Tag und bei Nacht.

Denn sie hoffen,

dass sie die Erf├╝llung dieser Zusage erleben.

Und gerade wegen dieser Hoffnung,

mein K├Ânig, werde ich von den Juden nun angeklagt.

8Warum haltet ihr es f├╝r unglaubw├╝rdig,

dass Gott Tote auferweckt?

9Ich selbst hatte ja zun├Ąchst geglaubt,

gegen das Bekenntnis zu Jesus, dem Nazor├Ąer,

hart vorgehen zu m├╝ssen.

10Das habe ich in Jerusalem dann auch getan.

Ausgestattet mit einer Vollmacht der f├╝hrenden Priester

brachte ich viele der Heiligen ins Gef├Ąngnis.

Und wenn sie zum Tod verurteilt werden sollten,

stimmte ich daf├╝r.

11Ich suchte sie in s├Ąmtlichen Synagogen.

Immer wieder versuchte ich,

sie mithilfe von Strafen zu zwingen,

ihrem Glauben abzuschw├Âren.

Mein Hass auf sie war grenzenlos.

Deshalb verfolgte ich sie sogar

bis in die St├Ądte au├čerhalb des Landes.

12In dieser Absicht reiste ich nach Damaskus.

Ich hatte die Vollmacht

und das Einverst├Ąndnis der f├╝hrenden Priester.

13Unterwegs, mein K├Ânig, um die Mittagszeit,

sah ich pl├Âtzlich vom Himmel her ein Licht aufleuchten.

Es war heller als der Glanz der Sonne

und umstrahlte mich und meine Begleiter.

14Wir st├╝rzten alle zu Boden.

Da h├Ârte ich eine Stimme,

die auf Hebr├Ąisch zu mir sagte:

ÔÇ║Saul, Saul, warum verfolgst du mich?

Du wehrst dich vergeblich gegen den Stock,

der dich antreibt.ÔÇ╣

15Da fragte ich: ÔÇ║Wer bist du, Herr?ÔÇ╣

Der Herr antwortete: ÔÇ║Ich bin Jesus, den du verfolgst.

16Doch jetzt steh auf!

Stell dich auf die F├╝├če!

Denn ich bin dir erschienen,

um dich in meinen Dienst zu nehmen.

Du sollst als Zeuge auftreten f├╝r das,

was du heute gesehen hast ÔÇô

und das, was ich dir noch zeigen werde.

17Ich sch├╝tze dich vor deinem Volk

und vor den Menschen aus den anderen V├Âlkern.

Ich sende dich zu ihnen,

18damit du ihnen die Augen ├Âffnest.

Sie sollen sich aus der Finsternis zum Licht hinwenden

und aus der Gewalt des Satans zu Gott.

Durch den Glauben an mich

sollen ihnen ihre S├╝nden vergeben werden.

Und sie sollen ihren Anteil

am Erbe der Heiligen erhalten.ÔÇ╣

19Deshalb, K├Ânig Agrippa,

habe ich der himmlischen Erscheinung

widerspruchslos gehorcht.

20Ich war dann zuerst in Damaskus und Jerusalem,

sp├Ąter in ganz Jud├Ąa und bei den anderen V├Âlkern.

├ťberall habe ich die Menschen aufgefordert:

ÔÇ║├ändert euer Leben und wendet euch hin zu Gott!

Handelt so, wie es eurem neuen Leben entspricht!ÔÇ╣

21Nur deswegen haben die Juden

mich im Tempel festgenommen

und versucht, mich zu t├Âten.

22Aber Gott hat mir bis heute geholfen.

Deshalb stehe ich hier als sein Zeuge

vor den einfachen Leuten wie vor den M├Ąchtigen.

Ich rede von nichts anderem als von dem,

was die Propheten und Mose angek├╝ndigt haben:

23Der Christus muss leiden

und als Erster von den Toten auferstehen.

Dann wird er meinem Volk

und den Menschen aus den anderen V├Âlkern

die Botschaft vom Licht verk├╝nden.┬ź

Die Reaktion von Festus und Agrippa auf die Rede des Paulus

24Als Paulus mit seiner Verteidigung

an diesem Punkt angelangt war,

rief Festus laut dazwischen: ┬╗Du bist verr├╝ckt, Paulus!

Das viele Lesen in der Schrift

hat dich in den Wahnsinn getrieben.┬ź

25Paulus antwortete: ┬╗Ich bin nicht verr├╝ckt, verehrter Festus.

Was ich sage, ist wahr und vern├╝nftig.

26Der K├Ânig wei├č dar├╝ber Bescheid.

Mit ihm kann ich auch ganz offen dar├╝ber reden.

Denn ich bin ├╝berzeugt,

dass ihm nichts davon entgangen ist.

Schlie├člich hat das alles nicht

in irgendeinem abgelegenen Winkel stattgefunden.

27K├Ânig Agrippa, glaubst du den Propheten?

Ich wei├č, dass du ihnen glaubst!┬ź

28Agrippa sagte zu Paulus: ┬╗Es fehlt nicht viel

und du ├╝berzeugst mich noch, Christ zu werden!┬ź

29Paulus entgegnete: ┬╗Ich bete zu Gott,

dass du wirst, was ich schon bin.

Und nicht nur du!

Nein, ich bete, dass fr├╝her oder sp├Ąter alle,

die mich heute h├Âren, mir gleich werden ÔÇô

nat├╝rlich bis auf diese Fesseln.┬ź

30Der K├Ânig und der r├Âmische Statthalter erhoben sich

und mit ihnen auch Berenike und die anderen.

31W├Ąhrend sie den Saal verlie├čen, unterhielten sie sich:

┬╗Dieser Mann tut nichts,

wof├╝r er den Tod oder das Gef├Ąngnis verdient.┬ź

32Und Agrippa sagte zu Festus:

┬╗Der Mann k├Ânnte freigelassen werden,

wenn er nicht verlangt h├Ątte,

dass sein Fall vor den Kaiser kommt.┬ź

BasisBibel 2012/2020, ┬ę Deutsche Bibelgesellschaft

In diesem Stundenentwurf geht es um das Verh├Âr des Paulus durch Agrippa und Festus. Paulus erz├Ąhlt mutig davon, was er mit Jesus erlebt hat. Was haben wir mit Jesus erlebt? Erz├Ąhlen wir davon?


Vorschau:

Starter

Die Kinder sollen erfahren, dass die frohe Botschaft etwas Sch├Ânes, Gutes ist, von dem das Herz voll sein und durch das ein Leben komplett ver├Ąndert werden kann.

Checker

Die Kinder sollen durch das Beispiel von Paulus angeregt werden, mutig von ihrem Glauben zu erz├Ąhlen.

Der Text an sich

In der Apostelgeschichte wird beschrieben, wie sich die gute Nachricht von Jesus verbreitet, erst an die Juden, dann an Heiden und sp├Ąter in der ganzen Welt, was damit erf├╝llt ist, dass Paulus nach Rom (damalige Hauptstadt des Weltreichs) kommt. Paulus hie├č vorher Saul. Er war ein r├Âmischer Staatsb├╝rger und war ein Pharis├Ąer (j├╝dische Glaubensgruppe, die sehr streng nach den Gesetzen lebte), der zun├Ąchst die Christen verfolgt hat, weil er nicht geglaubt hat, dass Jesus der Messias ist, von dem in der Schrift geschrieben ist und auf den Juden heute noch warten. Er f├╝hlte sich im Recht und meinte, dass die Christen / Apostel / J├╝nger Jesu L├╝gen / Irrlehren verbreiteten und hatte sogar Bevollm├Ąchtigung Christen zu verurteilen. Das erz├Ąhlt er auch in seiner Verteidigung vor Agrippa.

(…)

Der Text erlebt

Hinf├╝hrung

Idee 1

Wenn man vor einem K├Ânig steht, muss man sich sehr genau ├╝berlegen, was man sagt. Denn er hat gro├če Macht. Man sollte ihn nicht ver├Ąrgern.

Stellt einen Stuhl als Thron auf. Ein Mitarbeiter beginnt. Er ist der K├Ânig, der einen neuen Bediensteten sucht. Nun m├╝ssen reihum die Jungscharler vor den K├Ânig treten und sich als der neue Bedienstete anpreisen. Ein bestimmtes Wort wird im Vorfeld mit dem ÔÇ×K├ÂnigÔÇť abgesprochen. Wenn ein Jungscharler das Wort verwendet, wird der ÔÇ×K├ÂnigÔÇť sehr gl├╝cklich und stellt den Jungscharler ein.

Jeder Jungscharler hat maximal 30 Sekunden Redezeit. Verwendet er das Wort nicht und findet es also auch nicht heraus, ist der n├Ąchste Jungscharler an der Reihe. Findet ein Jungscharler das Wort heraus, darf er der n├Ąchste K├Ânig sein.

(…)

Gespr├Ąch

Starter

Paulus ist im Gef├Ąngnis, aber er freut sich, dass er vor dem K├Ânig sprechen darf, warum?
Weil er allen Menschen davon erz├Ąhlen m├Âchte, was er mit Jesus erlebt hat.

Was hat Paulus mit Jesus erlebt?
Er hat Jesus geh├Ârt und in Form eines Lichts gesehen, er hat erkannt, dass Jesus wirklich der Messias ist, von dem schon im Alten Testament geschrieben ist (es ist hilfreich in Kap. 9 die Bekehrung von Saulus zu Paulus als Hintergrundwissen nachzulesen).

Was ist so sch├Ân an der Botschaft, die Paulus erz├Ąhlt?
Jesus ist Paulus pers├Ânlich begegnet und obwohl Paulus noch als Saul Christen verfolgt hat, bestraft Gott ihn nicht, sondern er begegnet ihm mit Liebe und schenkt, dass er sich und seine Einstellungen komplett ├Ąndert.

(…)

Gebet

Popcorngebet mit verschiedenen ÔÇ×PhasenÔÇť.
Popcorngebet bedeutet, dass jeder einfach ein Wort oder einen kurzen Satz sagt, dadurch ist die Hemmschwelle f├╝r die Teilnehmer kleiner, zu beten.

Phasen:

  1. Danke ….
  2. Bitte gib uns Mut f├╝r …
  3. Bitte f├╝r … (F├╝rbitte, den Blick weiten ÔÇô daf├╝r vorher gemeinsam Anliegen sammeln)

(…)

...
  • Autor / Autorin: Kristin Wagener
  • © Deutscher EC-Verband

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