Playing Arts: Spielerische Kunst-VersuchePlaying Arts: Spielerische Kunst-Versuche

Einheit: Playing Arts: Spielerische Kunst-Versuche

Verband: CVJM-Westbund
Zeitbedarf: 60 Min. (Vorbereitung: 10 Min.)
Materialarten: Ideensammlung, Kreativangebot
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Teens (12-16 Jahre), Mädchen
Einsatzgebiete: Corona Spezial, Events + Projekte, Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: KON
Benötigte Materialien: Zettel und Stifte, Edding(s), Kamera, Bananen, Nadeln

Eine spielerische Art, sich mal an kleinen Kunstformen auszuprobieren – mit Worten, Bildern, Aktionen – auch wenn man sich nicht für besonders künstlerisch oder kreativ hält.

Wichtig: Es kommt nicht so sehr auf das Ergebnis an, sondern es geht um den Spaß an der Sache. Es gibt kein Richtig oder Falsch! Ganz ohne Erfolgsdruck könnt ihr hinterher trotzdem eure Kreationen und Kunstwerke miteinander teilen – entweder »live vor Ort« oder auch über WhatsApp, Instagram, Zoom oder andere digitale Plattformen.

Farben-Froh

Fotografiere einen Tag lang alles, was z. B. gelb ist (oder such dir eine andere Farbe aus). Erstelle aus den Fotos eine Collage mit einer Handy-App, oder stelle sie zusammen zu einer Insta-Story. Wenn du willst, kannst du die Fotos auch ausdrucken und sie in einem Rahmen als Collage arrangieren.

Suchst du zum Beispiel eine Woche lang jeden Tag eine andere Farbe aus, kannst du am Ende einen tollen Farbverlauf der ganzen Woche kreieren.

Black-Out Poetry

Schnapp dir eine mit Text bedruckte Seite, z. B. aus einer Zeitung, einer Fachzeitschrift oder einem aussortierten Buch. Lies dir den Text durch und achte darauf, welche einzelnen Wörter dir auffallen, krass sind, dir besonders gefallen, dich irritieren oder sich oft wiederholen.

Mit einem dicken, dunklen Filzstift/Marker streichst du nun nach und nach die übrigen Wörter, Sätze oder ganze Passagen durch (black-out), bis am Ende nur noch einzelne Wörter oder Satzfetzen übrig bleiben. Schon hast du dein eigenes Gedicht (das sich übrigens nicht reimen muss)!

Bananen-Tattoo

Du brauchst eine Banane und eine Stecknadel. Piekse mit der Nadel ein »Tattoo« in die Bananenschale: Das kann ein Bild sein, ein Gesicht, ein Logo, ein Wort oder ein kurzer Spruch, vielleicht im Handlettering-Stil. Lass deiner Fantasie freien Lauf! Viele Stiche dicht aneinander ergeben hinterher eine eher dunkle Fläche, weiter auseinander ergeben sie eine hellere »Schattierung«.

Lass die Banane nun mindestens einen Tag lang liegen. Das Tattoo wird sich dunkel färben. Dann kannst du ein Foto von deinem kleinen Kunstwerk machen und die Banane genüsslich verspeisen (ja, ja, Kunst ist vergänglich).

Ausgezeichnet!

Gehe durch dein Zimmer oder deine Wohnung und suche dir einen Gegenstand aus, den du in letzter Zeit besonders häufig benutzt hast. Schau ihn dir genau an und überlege, was ihr zusammen erlebt habt, welche Geschichte er hat, was du an ihm magst oder schätzt oder warum du ihn brauchst. Schreibe nun eine Lobeshymne, ein Liebesgedicht, ein Zeugnis, eine Urkunde oder einen Dankesbrief für diesen Gegenstand.

Things with Faces

Achte darauf, wo du in/an/auf Gegenständen ein »Gesicht« entdeckst: zum Beispiel im gemaserten Holz eines Bretterzaunes, bei einem Elektrogerät, im Muster eines Stoffes, bei Lebensmitteln, in einer Wolke etc. Zück das Handy und mach ein Foto. Wer findet die witzigsten »Gesichter«?

Kontrast-Wörter

Such dir Dinge, mit denen du schreiben kannst, die keine Stifte sind. Dann schreibe mit ihnen etwas, was im Gegensatz zu deinem Schreibmittel steht.

Ein paar Beispiele:

  • Schreibe mit einem langen roten Wollfaden das Wort »himmelblau«.
  • Lege aus kantigen Steinen das Wort »federleicht« oder »flauschig«.
  • Forme das Wort »HOT« aus Eiswürfeln.
  • Schreibe mit Ketchup »Mayonnaise« auf einen Teller
  • Bilde aus lauter Streichhölzern das Wort »Brandschutz«
  • Schreibe mit Lippenstift »ungeschminkt« auf dein Gesicht.

Dir fallen bestimmt noch 1000 andere Möglichkeiten ein. Halte sie in einem Foto fest.

Selbstportraits

Du brauchst: ein Blatt DIN A4, einen Spiegel, einen Stift.

Falte das Papier zweimal, sodass es Postkartengröße hat.

Male nun auf jeweils eines der Viertel (also in Postkartengröße) dein Gesicht:

  • wie du es im Spiegel siehst, aber ohne dabei aufs Papier zu schauen
  • aus dem Gedächtnis, ohne aufs Papier zu sehen (ja, das wird schief und lustig!)
  • aus dem Gedächtnis, aber schau dabei aufs Papier
  • mit Blick in den Spiegel und aufs Papier

Buchrücken-Lyrik

Im englischsprachigen Raum ist es fast so was wie eine eigene Sportart: Stelle dich vors Bücherregal und lass dich von den Buchtiteln inspirieren. Such dir ein paar raus, arrangiere sie neu, bis die Titel miteinander kombiniert einen Satz ergeben, ein Gedicht oder eine klitzekleine Kurzgeschichte. Mach ein Foto von den Buchrücken in dieser Reihenfolge gestapelt.

Das Ganze geht natürlich z.B. auch mit CD- oder DVD-Rücken. Inspiration und reichlich Beispiele dazu findet ihr im Internet unter dem Stichwort »book spine poetry« (Bildersuche). Viel Spaß beim spielerischen, künstlerischen Ausprobieren!

  • Autor / Autorin: Tanya Worth
  • © CVJM-Westbund

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