Prachtvolles BauwerkPrachtvolles Bauwerk

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Einheit: Prachtvolles Bauwerk

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 45-55 Min. (Vorbereitung: 70-90 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Kinder, Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: JUMAT
Benötigte Materialien: Gewand (für Salomo), Bauplan (ausdrucken und in mehrere Teile schneiden)
Bibelstelle: 1. Könige 6
1. Könige 6

6

Der Bau des Tempels

(vgl. 2. Chr 3,1-14)

1Im vierhundertachtzigsten Jahr nach dem Auszug Israels aus Ägyptenland, im vierten Jahr der Herrschaft Salomos über Israel, im Monat Siw, das ist der zweite Monat, wurde das Haus dem Herrn gebaut.

2Das Haus aber, das der König Salomo dem Herrn baute, war sechzig Ellen lang, zwanzig Ellen breit und dreißig Ellen hoch. 3Und er baute eine Vorhalle vor der Tempelhalle des Hauses, zwanzig Ellen lang nach der Breite des Hauses und zehn Ellen breit vor dem Hause her. 4Und er machte am Hause Fenster mit festen Stäben davor. 5Und er baute einen Umgang an der Wand des Hauses ringsumher, sodass er um die Tempelhalle und um das Allerheiligste herging, und machte Seitengemächer ringsumher. 6Der untere Gang war fünf Ellen weit und der mittlere sechs Ellen weit und der dritte sieben Ellen weit; denn er machte Absätze außen am Hause ringsumher, sodass die Balken nicht in die Wände des Hauses eingriffen.

7Und als das Haus gebaut wurde, waren die Steine bereits ganz zugerichtet, sodass weder Hammer noch Beil noch irgendein eisernes Werkzeug beim Bau des Hauses zu hören war. 8Die Tür zum unteren Seitengemach war auf der rechten Seite des Hauses; über eine Wendeltreppe ging man hinauf auf den Mittelgang und vom Mittelgang auf den dritten. 9So baute er das Haus und vollendete es. Und er deckte das Haus mit Balken und Tafelwerk von Zedern. 10Und er baute Gänge um das ganze Haus herum, je fünf Ellen hoch, und verband sie mit dem Hause durch Balken von Zedernholz.

11Und es geschah des Herrn Wort zu Salomo: 12So sei es mit dem Hause, das du baust: Wirst du in meinen Satzungen wandeln und nach meinen Rechten tun und alle meine Gebote halten und in ihnen wandeln, so will ich mein Wort an dir wahr machen, das ich deinem Vater David gegeben habe, 13und will wohnen unter Israel und will mein Volk Israel nicht verlassen.

14Und Salomo baute das Haus und vollendete es. 15Er bedeckte die Wände des Hauses innen mit Brettern von Zedernholz. Vom Boden des Hauses bis an die Decke täfelte er es innen mit Holz, und den Boden des Hauses täfelte er mit Brettern von Zypressenholz. 16Und er baute zwanzig Ellen von der Rückseite des Hauses entfernt eine Wand aus zedernen Brettern vom Boden bis an die Decke und baute so im Innern einen Raum, das Allerheiligste. 17Die Tempelhalle vor dem Allerheiligsten war vierzig Ellen lang. 18Innen war das ganze Haus lauter Zedernholz mit geschnitzten Früchten und Blumenwerk, sodass man keinen Stein sah. 19Das Allerheiligste machte er im Innern des Hauses, damit man die Lade des Bundes des Herrn dahin stellte. 20Und vor dem Allerheiligsten, das zwanzig Ellen lang, zwanzig Ellen breit und zwanzig Ellen hoch war und überzogen mit lauterem Gold, überzog er auch den Altar aus Zedernholz. 21Und Salomo überzog das Haus innen mit lauterem Gold und zog goldene Riegel vor dem Allerheiligsten her, das er mit Gold überzogen hatte, 22sodass das ganze Haus ganz mit Gold überzogen war. Dazu überzog er auch den ganzen Altar vor dem Allerheiligsten mit Gold.

23Er machte im Allerheiligsten zwei Cherubim, zehn Ellen hoch, von Ölbaumholz. 24Fünf Ellen hatte ein Flügel eines jeden Cherubs, sodass zehn Ellen waren von dem Ende seines einen Flügels bis zum Ende seines andern Flügels. 25So hatte auch der andere Cherub zehn Ellen, und beide Cherubim hatten dasselbe Maß und dieselbe Gestalt. 26Auch war jeder Cherub zehn Ellen hoch. 27Und er stellte die Cherubim mitten ins Allerheiligste. Und die Cherubim breiteten ihre Flügel aus, sodass der Flügel des einen Cherubs die eine Wand berührte und der Flügel des andern Cherubs die andere Wand berührte. Aber in der Mitte berührte ein Flügel den andern. 28Und er überzog die Cherubim mit Gold.

29An allen Wänden des Hauses ließ er ringsum Schnitzwerk machen von Cherubim, Palmen und Blumenwerk, innen und außen. 30Auch überzog er innen und außen den Boden mit Goldblech. 31Und an der Tür des Allerheiligsten machte er zwei Türflügel von Ölbaumholz mit fünfeckigen Pfosten 32und ließ Schnitzwerk darauf machen von Cherubim, Palmen und Blumenwerk und überzog sie mit Goldblech. 33Ebenso machte er auch an der Tür der Tempelhalle viereckige Pfosten von Ölbaumholz 34und zwei Türen von Zypressenholz, sodass jede Tür zwei Flügel hatte, die sich drehten, 35und machte Schnitzwerk darauf von Cherubim, Palmen und Blumenwerk und überzog es mit Gold, genau wie es eingegraben war. 36Er baute auch den inneren Vorhof von drei Schichten behauener Steine und von einer Schicht Zedernbalken.

37Im vierten Jahr, im Monat Siw, wurde der Grund gelegt zum Hause des Herrn, 38und im elften Jahr, im Monat Bul, das ist der achte Monat, wurde das Haus vollendet, wie es sein sollte, sodass sie sieben Jahre daran bauten.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Salomo darf Gott einen Tempel bauen. Gott gibt Maße und Materialien vor, die von seinem Vater David bereits besorgt wurden. Der durfte ihn aber nicht bauen. Die Kinder lernen das Haus Gottes kennen. Das Haus, in dem er wohnt.


Vorschau:

Erzählung aus der Sicht von Salomo
Ein Mitarbeiter kommt verkleidet als Salomo herein und erzählt ganz aufgeregt von seinem neuen Bauwerk:
„Gelobt sei der Herr, der Gott Israels. Er hat meinem Vater David ein Versprechen gegeben und es gehalten. Gott hat meinem Vater versprochen: In der ganzen Zeit, seit ich mein Volk Israel aus Ägypten in dieses Land brachte, habe ich in keinem der Stämme Israels eine Stadt erwählt, damit dort ein Wohnsitz für meinen Namen errichtet wird. Aber dich habe ich als Herrscher über mein Volk Israel ausgewählt (1. Kö 8,16). Mein Vater wollte schon dieses Haus für Gott bauen und Gott freute sich über diese Idee. Aber Gott sagte zu meinem Vater, dass nicht er das Haus bauen wird, sondern sein Sohn, also ich. Und das ist nun geschehen. Ich bin an die Macht gekommen (eventuell Bezug nehmen auf Lektion 1), und konnte nun dem Herrn ein Haus bauen. Dabei habe ich mich ganz nach den Vorgaben Gottes gerichtet, denn er hat Mose damals schon gesagt, wie die Stiftshütte, also der Vorgänger des Tempels, aussehen soll. Nach diesen Vorgaben habe ich mich gerichtet, nur insgesamt größer und aus festem Baumaterial. Beim Thema Baumaterial, da fällt mir ein: Wir haben die Steine schon im Steinbruch vorbereitet und mussten sie dann nur noch vor Ort zusammensetzen. Wir haben den ganzen Innenraum mit Holz ausgekleidet. Und das Allerheiligste, also da, wo nun die Bundeslade steht und der Priester nur einmal im Jahr hineindarf, haben wir sogar komplett mit Gold verkleidet und zwei große Cherubim, also so eine Art Engelsgestalten, haben wir auch dort aufgestellt. Nach sieben Jahren Bauzeit haben wir es nun endlich geschafft. Der Tempel ist fertig. Somit konnten wir nun auch die Bundeslade mit den Steintafeln, auf denen die Zehn Gebote stehen, dort hinbringen. Diese Tafeln sind ja schon seit Mose für uns ein Zeichen, für den Bund, den Gott mit uns geschlossen hat. Ich sag euch, das war vielleicht ein Fest. Ein riesiger Umzug von der Stiftshütte in den Tempel. Wir haben Gott dabei ganz viele Opfer zum Dank dargebracht.

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  • Autor / Autorin: Johannes Weller
  • © Deutscher EC-Verband

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