Recht habenRecht haben

Einheit: Recht haben

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 30-60 Min. (Vorbereitung: 15-25 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Bibelstelle: Apostelgeschichte 22,22-30
Apostelgeschichte 22,22-22,30

22Sie h├Ârten ihm aber zu bis zu diesem Wort; dann erhoben sie ihre Stimme und riefen: Hinweg mit diesem von der Erde! Denn er darf nicht mehr leben.

Paulus vor dem r├Âmischen Oberst

23Da sie aber schrien und ihre Kleider abwarfen und Staub in die Luft wirbelten, 24befahl der Oberst, ihn in die Burg zu f├╝hren, und sagte, dass man ihn gei├čeln und verh├Âren sollte, um zu erfahren, aus welchem Grund sie so gegen ihn schrien. 25Als sie ihn aber zum Gei├čeln festbanden, sprach Paulus zu dem Hauptmann, der dabeistand: Ist es erlaubt bei euch, einen Menschen, der r├Âmischer B├╝rger ist, ohne Urteil zu gei├čeln?

26Als das der Hauptmann h├Ârte, ging er zu dem Oberst und berichtete ihm und sprach: Was willst du tun? Dieser Mensch ist r├Âmischer B├╝rger. 27Da kam der Oberst zu ihm und fragte ihn: Sage mir, bist du r├Âmischer B├╝rger? Er aber sprach: Ja. 28Da sagte der Oberst: Ich habe dies B├╝rgerrecht f├╝r viel Geld erworben. Paulus aber sprach: Ich aber bin schon als r├Âmischer B├╝rger geboren. 29Da lie├čen sogleich von ihm ab, die ihn verh├Âren sollten. Und der Oberst f├╝rchtete sich, als er vernahm, dass es ein r├Âmischer B├╝rger war, den er hatte festbinden lassen.

30Am n├Ąchsten Tag wollte er genau erkunden, warum Paulus von den Juden verklagt wurde. Er band ihn los und befahl den Hohenpriestern und dem ganzen Hohen Rat zusammenzukommen und f├╝hrte Paulus hinab und stellte ihn vor sie.

Die Bibel nach Martin Luthers ├ťbersetzung, revidiert 2017, ┬ę 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Thomas Kretzschmar erl├Ąutert, wie wir uns f├╝r unseren Glauben einsetzen k├Ânnen und entwirft dazu eine Bibelarbeit zu Paulus und seinem Einsatz f├╝r den Glauben.


Vorschau:

1. Erkl├Ąrungen zum Text

Textzusammenhang

Paulus ist von seiner dritten Missionsreise zur├╝ckgekommen und befindet sich in Jerusalem. Dort gibt es einen Aufruhr, weil einige der Juden behaupten, dass Paulus die Menschen auffordert, sich gegen das j├╝dische Gesetz zu wenden. Paulus w├Ąre beinahe von der Menschenmenge umgebracht worden, doch gerade noch rechtzeitig greift der r├Âmische Oberst ein und nimmt Paulus gefangen. Paulus beruft sich auf sein Recht als r├Âmischer B├╝rger und bittet, eine Rede halten zu d├╝rfen. Diese Bitte wird ihm gew├Ąhrt und er beginnt eine Verteidigungsrede. In dieser Rede erz├Ąhlt er seine pers├Ânliche Lebensgeschichte mit Jesus. Er kommt bis zu der Stelle, an der er berichtet, dass er den Ruf geh├Ârt hat, den Heiden von Gott und Jesus weiterzusagen.

(…)

2. Bedeutung f├╝r den heutigen H├Ârer

Das Leiden um Christi Willen

In unserer heutigen Zeit und bei uns in Mitteleuropa sind wir vom Leiden um Christi Willen weitestgehend verschont. Manche Anfeindungen und Angriffe die zwar stattfinden und unter denen wir auch leiden m├╝ssen, sind aber im Vergleich zu anderen L├Ąndern und anderen Zeiten sehr gering. Im Gro├čen und Ganzen sind wir alle nicht sehr leidensbereit. Wir k├Ânnen heute sehr dankbar sein, dass es uns als Christen so gut geht und trotzdem sollten wir uns die Frage nach dem Leiden immer wieder stellen. Paulus war bereit zu leiden und er hat es in Kapitel 21,13 ganz deutlich gesagt. Das waren keine leeren Worte und an vielen anderen Stellen des Neuen Testamentes lesen wir davon, wie Paulus wegen seinem Einsatz f├╝r das Evangelium leiden musste und diese Situationen auch durchlitten hat. Auch wenn die Frage f├╝r uns zun├Ąchst sehr theoretisch ist, sollten wir sie uns stellen und ehrlich beantworten: Bin ich bereit, um Christ Willen zu leiden?

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3. Methodik f├╝r die Gruppe

3.1 Einstieg

Die Teilnehmer setzen sich in kleinen Gruppen zusammen und ├╝berlegen sich Situationen, in denen sie heute als Christen leiden m├╝ssen. Diese schreiben sie stichpunktartig auf Karteikarten. Eine der Situationen stellen sie f├╝r die anderen Gruppen dar, zum Beispiel als Karikatur, als Zeitungsreportage usw.

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  • Autor / Autorin: Thomas Kretzschmar
  • © Deutscher EC-Verband