Reicher, schöner, besser!? / Was wirklich zählt und glücklich machtReicher, schöner, besser!? / Was wirklich zählt und glücklich macht

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Einheit: Reicher, schöner, besser!? / Was wirklich zählt und glücklich macht

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 90 Min. (Vorbereitung: 30-60 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigte Materialien: Bibel(n),
Bibelstelle: Lukas 12,16-34

Gott gibt unserer Suche nach Sinn ein Ziel. Er versorgt uns mit dem, was wir brauchen. Wenn wir nicht nur für uns selber leben, sondern das teilen, was wir besitzen, haben wir sogar mehr vom Leben. So sind wir wirklich reich.


Vorschau:

1. Erklärungen zum Text

Jesus erzählt ein Gleichnis: Ein wohlhabender Mann erwartet eine gute Ernte. Sie wird seinen Reichtum vergrößern und übersteigt die Kapazitäten seiner Scheunen. In einem Monolog überlegt er, was er tun könnte. Seine Lösung: Er will die alten Scheunen abreißen und größere bauen. Dann will er genießen und seine Seele soll Frieden haben. Gott schaltet sich ein (V.20): „Wie dumm du bist!“ (BasisBibel). – Trifft er keine gute Entscheidung?

Gott hat die Ernte gesegnet. Doch der Mann sieht sich als Urheber des Erfolgs und sonnt sich darin. Er selbst möchte seinen Reichtum genießen. Teilen und Abgeben wird nicht in Betracht gezogen. Der Mann sammelt Schätze für sich selbst (V.21). Er sagt zu seiner „Seele“, sie soll Frieden und Ruhe finden in seinem angehäuften Besitz. Gott dagegen macht deutlich: Es geht nicht darum, Besitz für sich anzuhäufen, sondern, dass der wirklich reich ist, der teilt (V.33). Teilen und Beschenken macht nicht ärmer, sondern reicher. Zudem verweist Gott ihn auf den Tod (V.20): Wenn er stirbt, muss er alles zurücklassen. Nichts kann er mitnehmen; kein Erfolg dieser Welt könnte sein Leben verlängern oder vertiefen. Im Text steckt eine Kritik: Die Unfähigkeit zu teilen und der Drang, allein genießen zu wollen, zerstören uns als Menschen und als Gesellschaft. Das, was das Leben wertvoll macht, sind Teilen des anvertrauten Besitzes und die Begegnungen mit Menschen.

Jesus wendet sich an seine Jünger (V.22): Alle Sorgen um Nahrung und Kleidung (Existenzbedürfnisse des Menschen) geben dem Leben keine zusätzliche Qualität. Jesus redet die Grundbedürfnisse nicht klein. Vielmehr sollen die Menschen darauf vertrauen, dass Gott sie versorgt. Dafür verwendet Jesus verschiedene Bilder: Raben und Blumen. Wenn Gott sich schon um diese kümmert, wie viel mehr um die Menschen, die er als seine Ebenbilder schuf. Raben waren unliebsame Tiere, weil sie beim Müll wohnten, und Wiesenblumen wurden genutzt als Holzersatz für die Öfen.

Vers 31 knüpft an das Gleichnis an: Sammelt Schätze nicht für euch, sondern Schätze, die ewig bleiben. Gott verheißt: Ich werde für euch sorgen und euch geben, was ihr braucht. Wie sammelt man „Schätze im Himmel“, einen Reichtum, der bleibt? Darauf gibt Vers 33 eine Antwort: Teilt mit denen, die bedürftig sind. Gebt gern und großzügig. Die Freude und den Schatz des Gebens kann niemand nehmen. Das macht das Leben nicht ärmer, sondern reicher! Dann sitzt auch euer Herz am richtigen Fleck.

2. Bedeutung für heute

Was ist wichtig im Leben? Unsere Gesellschaft setzt Besitz als Maßstab für Erfolg. „Wenn ich erst dies besitze oder erreicht habe, dann werde ich glücklich und zufrieden sein.“ Das neuste Smartphone, die coolsten Klamotten, Erfolg in der Schule, usw. Macht das glücklich? Wenn das erreicht ist, was kommt als Nächstes? Sind die Teens zufrieden mit dem, was sie haben oder mit dem, wer sie sind?

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  • Autor / Autorin: Elena Bick
  • © Deutscher EC-Verband