Reise nach JerusalemReise nach Jerusalem

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Einheit: Reise nach Jerusalem

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 45-55 Min. (Vorbereitung: 50-60 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Kinder, Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: JUMAT
Benötigte Materialien: Brettchen, Wäscheklammer(n), 4 Gummiringe, Streichholzschachteln, Gummibärchen, Zettel, Stift(e), Würfel
Bibelstelle: Nehemia 2,1-10
Nehemia 2,1-2,10

2

Nehemia reist nach Jerusalem

1Im Monat Nisan des zwanzigsten Jahres des Königs Artaxerxes, als Wein vor ihm stand, nahm ich den Wein und gab ihn dem König. Und ich hatte zuvor nie traurig ausgesehen. 2Da sprach der König zu mir: Warum siehst du so traurig drein? Du bist doch nicht krank? Das ist’s nicht, sondern dich bedrückt etwas. Ich aber fürchtete mich sehr 3und sprach zum König: Der König lebe ewig! Wie sollte ich nicht traurig dreinsehen! Die Stadt, in der meine Väter begraben sind, liegt wüst, und ihre Tore sind vom Feuer verzehrt. 4Da sprach der König zu mir: Was begehrst du denn? Da betete ich zu dem Gott des Himmels 5und sprach zum König: Gefällt es dem König und ist dein Knecht dir genehm, so wollest du mich nach Juda reisen lassen, in die Stadt, wo meine Väter begraben sind, damit ich sie wieder aufbaue.

6Und der König sprach zu mir, während die Königin neben ihm saß: Wie lange wird deine Reise dauern und wann wirst du wiederkommen? Und als es dem König gefiel, mich reisen zu lassen, nannte ich ihm eine bestimmte Zeit 7und sprach zum König: Gefällt es dem König, so gebe man mir Briefe an die Statthalter jenseits des Euphrat, dass sie mich durchziehen lassen, bis ich nach Juda komme, 8und auch Briefe an Asaf, den Aufseher über die Wälder des Königs, dass er mir Holz gebe zu Balken für die Pforten der Burg beim Tempel und für die Stadtmauer und für das Haus, in das ich einziehen soll. Und der König gab sie mir, weil die gute Hand meines Gottes über mir war.

9Und als ich zu den Statthaltern jenseits des Euphrat kam, gab ich ihnen die Briefe des Königs. Und der König sandte mit mir Hauptleute und Reiter. 10Als Sanballat, der Horoniter, und Tobija, der ammonitische Knecht, davon hörten, verdross es sie sehr, dass einer gekommen war, der Gutes suchte für die Israeliten.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Am Beispiel der Bitte Nehemias an den König können die Kinder spielerisch lernen, dass man auch an ältere/wichtige Personen Bitten stellen kann. Die Angst davor kann überwunden werden, gerade wenn es eine wichtige Bitte ist.


Vorschau:

Hausnummern würfeln
Jedes Kind erhält Zettel und Stift. Ziel des Spieles ist, am Ende die höchsten Hausnummern zu haben. Nun fängt das erste Kind an, indem es würfelt. Es muss sich entscheiden, ob es die gewürfelte Zahl an die Hunderter, Zehner oder Einerstelle seiner Hausnummer setzt…

Knackpunkt

Die Geschichte wird erzählt und dabei von Gegenständen unterstützend mitgespielt. Der König und die Königin werden von gläsernen Sekt- oder Weingläsern dargestellt. Nehemia sollte auch ein Trinkgefäß sein, was jedoch sehr andersartig ist (z.B. ein Holzkrug, eine Plastiktasse).
Hallo, ich bin Nehemia, der Mundschenk vom König Artaxerxes. Das ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe, die ich gern ausführe. Der König vertraut mir völlig und ich bin dafür zuständig zu prüfen, ob seine Getränke frei von Gift sind. Vor ein paar Monaten jedoch habe ich Besuch von meinem Bruder bekommen. Eigentlich habe ich mich sehr gefreut, ihn nach so langer Zeit mal wieder zu sehen, er wohnt nämlich in Jerusalem. Doch leider hatte er keine guten Nachrichten im Gepäck. Ganz Jerusalem liegt in Schutt und Asche. Die Stadt hat auch keine Mauer, die es vor Feinden und Plünderern schützen könnte. Die Einwohner sind macht- und mutlos und die Politiker tun nichts dagegen. Das hat mich sehr traurig gemacht und ich habe lange darüber gebetet und mit Gott gesprochen. Doch jetzt habe ich einen Entschluss gefasst. Ich werde mit dem König darüber reden. Ich weiß zwar noch nicht wie, aber es muss doch möglich sein. Ich habe eine große Angst davor. Wenn der König schlecht drauf ist, kann er mich gleich ins Gefängnis schmeißen. Weil ich solche Angst habe, habe ich den Morgen damit verbracht zu beten und Gott zu bitten, dass er bei mir ist und mir die richtigen Worte gibt. Nun gut, jetzt muss ich aber los, bevor der König noch Durst bekommt. Ich kann euch leider nicht mitnehmen, der König mag beim Essen nicht gestört werden, tut mir leid. Nachher werde ich euch aber erzählen, wie es gelaufen ist – wenn ich nicht im Gefängnis sitze …

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  • Autor / Autorin: Bianca Kanter
  • © Deutscher EC-Verband

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