Röschen, mach die Tür auf!Röschen, mach die Tür auf!

Einheit: Röschen, mach die Tür auf!

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 30-60 Min. (Vorbereitung: 15-20 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Bibelstelle: Apostelgeschichte 12,1-12,17
Apostelgeschichte 12,1-12,17

12

Der Tod des Jakobus und die Befreiung des Petrus

1Um diese Zeit legte der König Herodes Hand an einige von der Gemeinde, sie zu misshandeln. 2Er tötete aber Jakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwert.

3Und als er sah, dass es den Juden gefiel, fuhr er fort und nahm auch Petrus gefangen. Es waren aber eben die Tage der Ungesäuerten Brote. 4Als er ihn nun ergriffen hatte, warf er ihn ins Gefängnis und überantwortete ihn vier Abteilungen von je vier Soldaten, ihn zu bewachen. Denn er gedachte, ihn nach dem Passafest vor das Volk zu stellen. 5So wurde nun Petrus im Gefängnis festgehalten; aber die Gemeinde betete ohne Aufhören für ihn zu Gott.

6Und in jener Nacht, als ihn Herodes vorführen lassen wollte, schlief Petrus zwischen zwei Soldaten, mit zwei Ketten gefesselt, und die Wachen vor der Tür bewachten das Gefängnis. 7Und siehe, der Engel des Herrn kam herein und Licht leuchtete auf in dem Raum; und er stieß Petrus in die Seite und weckte ihn und sprach: Steh schnell auf! Und die Ketten fielen ihm von seinen Händen. 8Und der Engel sprach zu ihm: Gürte dich und zieh deine Schuhe an! Und er tat es. Und er sprach zu ihm: Wirf deinen Mantel um und folge mir!

9Und er ging hinaus und folgte ihm und wusste nicht, dass das wahrhaftig geschehe durch den Engel, sondern meinte, eine Erscheinung zu sehen. 10Sie gingen aber durch die erste und zweite Wache und kamen zu dem eisernen Tor, das zur Stadt führt; das tat sich ihnen von selber auf. Und sie traten hinaus und gingen eine Gasse weiter, und alsbald verließ ihn der Engel. 11Und als Petrus zu sich gekommen war, sprach er: Nun weiß ich wahrhaftig, dass der Herr seinen Engel gesandt und mich aus der Hand des Herodes errettet hat und von allem, was das jüdische Volk erwartete.

12Und als er sich besonnen hatte, ging er zum Haus Marias, der Mutter des Johannes mit dem Beinamen Markus, wo viele beieinander waren und beteten. 13Als er aber an das äußere Tor klopfte, kam eine Magd mit Namen Rhode, um zu horchen. 14Und als sie die Stimme des Petrus erkannte, tat sie vor Freude das Tor nicht auf, lief hinein und verkündete, Petrus stünde vor dem Tor. 15Sie aber sprachen zu ihr: Du bist von Sinnen. Doch sie bestand darauf, es wäre so. Da sprachen sie: Es ist sein Engel. 16Petrus aber klopfte weiter an. Als sie nun aufmachten, sahen sie ihn und entsetzten sich. 17Er aber winkte ihnen mit der Hand, dass sie schweigen sollten, und erzählte ihnen, wie ihn der Herr aus dem Gefängnis geführt hatte, und sprach: Verkündet dies dem Jakobus und den Brüdern. Dann ging er hinaus und zog an einen andern Ort.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Dass beten Wunder bewirkt, durfte nicht nur die für Petrus betende Gemeinde erfahren. Hier wird beschrieben, wie auch wir dieses Wunder im Rahmen einer Gruppenstunde erfahren können.


Vorschau:

1. Erklärungen zum Text

Da braut sich etwas zusammen. Herodes, umstritten im Volk, eher geduldet als geliebt, sucht Anerkennung. Dabei ist er auf die Freundschaft der Pharisäer bedacht, weil diese wiederum großen Einfluss auf das Volk haben. Aus diesem Grund ging Herodes wohl auch gegen die führenden Männer der Christengemeinde vor.

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2. Bedeutung für heute

Eine verrückte Geschichte! Ohne Aufhören (V. 5) betet die Gemeinde für Petrus. Nicht nur montags abends zum Gebetstreff um 19.30 Uhr treffen sich ein paar Leute, die Zeit und Lust haben – sondern, wenn wir den Text so nehmen, wie er da steht – IMMER sitzen da VIELE (V. 12) Leute zusammen, um vor Gott für ihren Bruder Petrus zu bitten und zu flehen. Ich stelle mir vor, wie sie sich abwechseln und Schichten einlegen, als sich herumgesprochen hat, dass Petrus grundlos im Gefängnis sitzt und dort wie ein Schwerverbrecher behandelt wird.

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3. Methodik für die Gruppe

3.1 Einstieg: Mister X braucht unsere Hilfe

Überlegt euch im Vorfeld eine Person (oder Familie) aus eurem Umfeld (eigene Gruppe, Gemeinde, Ort,…), die sich gerade in einer Notsituation befindet. Bringt ein Foto von der Person mit und stellt sie mit ihren dazugehörigen Problemen ausführlich vor. Überlegt gemeinsam, wie ihr helfen könnt!

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  • Autor / Autorin: Steffi Pfalzer
  • © Deutscher EC-Verband