Rudi und der Typ im Dreck

Einheit | Erzählung
Einheit | Erzählung

Rudi und der Typ im Dreck

Materialart: Erzählung
Zielgruppen: Kinder (3-7 Jahre), Kinder (7-11 Jahre), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Verband: EJW - Evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Redaktion: Jungscharleiter
Zeitbedarf: 5-10 Min. (Vorbereitung: 5-10 Min.)
Bibelstelle: Apostelgeschichte 9,1-23 anzeigen
Bibelstelle
Apostelgeschichte 9,1-9,23

9

Die Bekehrung des Saulus

1Saulus aber schnaubte noch mit Drohen und Morden gegen die Jünger des Herrn und ging zum Hohenpriester 2und bat ihn um Briefe nach Damaskus an die Synagogen, dass er Anhänger dieses Weges, Männer und Frauen, wenn er sie fände, gefesselt nach Jerusalem führe.

3Als er aber auf dem Wege war und in die Nähe von Damaskus kam, umleuchtete ihn plötzlich ein Licht vom Himmel; 4und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die sprach zu ihm: Saul, Saul, was verfolgst du mich? 5Er aber sprach: Herr, wer bist du? Der sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst. 6Steh auf und geh in die Stadt; da wird man dir sagen, was du tun sollst. 7Die Männer aber, die seine Gefährten waren, standen sprachlos da; denn sie hörten zwar die Stimme, sahen aber niemanden. 8Saulus aber richtete sich auf von der Erde; und als er seine Augen aufschlug, sah er nichts. Sie nahmen ihn aber bei der Hand und führten ihn nach Damaskus; 9und er konnte drei Tage nicht sehen und aß nicht und trank nicht.

10Es war aber ein Jünger in Damaskus mit Namen Hananias; dem erschien der Herr und sprach: Hananias! Und er sprach: Hier bin ich, Herr. 11Der Herr sprach zu ihm: Steh auf und geh in die Straße, die die Gerade heißt, und frage in dem Haus des Judas nach einem Mann mit Namen Saulus von Tarsus. Denn siehe, er betet 12und hat in einer Erscheinung einen Mann gesehen mit Namen Hananias, der zu ihm hereinkam und ihm die Hände auflegte, dass er wieder sehend werde. 13Hananias aber antwortete: Herr, ich habe von vielen gehört über diesen Mann, wie viel Böses er deinen Heiligen in Jerusalem angetan hat; 14und hier hat er Vollmacht von den Hohenpriestern, alle gefangen zu nehmen, die deinen Namen anrufen. 15Doch der Herr sprach zu ihm: Geh nur hin; denn dieser ist mein auserwähltes Werkzeug, dass er meinen Namen trage vor Heiden und vor Könige und vor das Volk Israel. 16Ich will ihm zeigen, wie viel er leiden muss um meines Namens willen.

17Und Hananias ging hin und kam in das Haus und legte die Hände auf ihn und sprach: Lieber Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir auf dem Wege hierher erschienen ist, dass du wieder sehend und mit dem Heiligen Geist erfüllt werdest. 18Und sogleich fiel es von seinen Augen wie Schuppen, und er wurde wieder sehend; und er stand auf, ließ sich taufen 19und nahm Speise zu sich und stärkte sich.

Saulus in Damaskus und Jerusalem

Saulus blieb aber einige Tage bei den Jüngern in Damaskus. 20Und alsbald predigte er in den Synagogen von Jesus, dass dieser Gottes Sohn sei. 21Alle aber, die es hörten, entsetzten sich und sprachen: Ist das nicht der, der in Jerusalem alle vernichten wollte, die diesen Namen anrufen, und ist er nicht deshalb hierher gekommen, dass er sie gefesselt zu den Hohenpriestern führe? 22Saulus aber gewann immer mehr an Kraft und trieb die Juden in die Enge, die in Damaskus wohnten, und bewies, dass dieser der Christus ist. 23Und nach vielen Tagen hielten die Juden einen Rat, dass sie ihn töteten.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

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Also Sachen gibt’s, die gibt’s ja überhaupt nicht. Wenn ich das irgendeinem erzähle, das glaubt mir keiner. Dass da einer voll auf die Fresse fällt ist ja nix besonderes, aber dass der danach genau das Gegenteil behauptet und seine Meinung schlagartig ändert, ist schon sehr merkwürdig. Aber am besten erzähle ich euch die Geschichte von Anfang an.

Ich war mal wieder auf einem meiner Rundflüge. Diesmal wollte ich mir Damaskus etwas näher ansehen. Kurz bevor ich am Ziel war, sah ich auf der Landstraße unter mir eine Gruppe, die anscheinend auch nach Damaskus wollte. Ich flog näher und erkannte doch tatsächlich einen aus der Gruppe. Und das war kein Guter, kann ich euch sagen. Kurze Zeit zuvor hatte ich ihn in Jerusalem erlebt. Er tobte und wollte alle Leute, die zu Jesus gehörten und an ihn glaubten, am liebsten umbringen. Und jetzt wollte er wohl auch in Damaskus die Christen verfolgen und verhaften lassen. Na, wenn das mal nicht gewaltig schief geht, hab ich mir da gedacht. Doch viel weiter denken konnte ich auch nicht, denn im nächsten Moment passierte etwas echt Krasses: Wie aus dem Nichts blitzte ein echt sauhelles Licht um den Typen herum, so dass der voll geblendet wurde. Der Typ sah nix mehr, stolperte und legte sich der Länge nach in den Dreck. Doch das Schauspiel war noch nicht zu Ende. Im selben Moment hörte man eine Stimme: „Hey Saulus“, so hieß der Typ nämlich, „was hast du denn hier geplant?“.

Saulus war total erstaunt und rief zurück: „Sag mal, wer bist du eigentlich?“ „Ich bin Jesus, den du verfolgst“, hörte man die Antwort. Doch der Oberhammer war, dass man diesen „Jesus“ gar nicht sah. Dann bekam Saulus die Aufforderung, nach Damaskus zu gehen. Alles Weitere würde er da erfahren. Der Typ stand auf und merkte, dass er jetzt nix mehr sehen konnte. Seine Begleiter, die auch echt „geflasht“ waren, mussten ihn an der Hand in die Stadt führen. Ich – nix wie hinterher, wollte doch wissen wie die Geschichte weiterging.

Drei Tage konnte der Typ nix sehen. Und weil der echt fertig war, aß und trank er in dieser Zeit auch nix. Dann bekam er Besuch von einem Typen, der an Jesus glaubte und Hananias hieß. Zuerst wollte der den Saulus ja gar nicht besuchen, weil er Angst vor ihm hatte. Doch als Gott ihm, also dem Hananias, erklärte, dass er mit dem Saulus was ganz Außergewöhnliches vorhat, ging er los. Bei Saulus angekommen, legte Hananias seine Hände auf den Kopf von Saulus und sagte ihm, dass Jesus ihn geschickt hätte. Und ihr werdet es nicht glauben: im nächsten Moment konnte Saulus wieder sehen.

Doch irgendetwas muss in den drei Tagen mit Saulus passiert sein. Er stand auf und ließ sich doch tatsächlich taufen. Also ab jetzt glaubte er auch an Jesus. Junge, Junge, da war ich aber total von den Socken. Da war der Saulus drei Tage echt im Dunkeln und konnte doch ganz klar erkennen, dass es Jesus wirklich gibt. Doch nicht alle waren davon so begeistert, dass Saulus nun auf einmal auch Christ war. Nur warum, hab ich mich da gefragt?

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