Runtergekommen… abgestiegen!?

Einheit | Andacht
Einheit | Andacht

Runtergekommen… abgestiegen!?

Materialart: Andacht
Zielgruppen: Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre), Kinder (7-11 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Verband: EJW - Evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Redaktion: Jungscharleiter
Zeitbedarf: 15-45 Min. (Vorbereitung: 15 Min.)
Bibelstelle: Philipper 2,5-11 anzeigen
Bibelstelle
Philipper 2,5-2,11

5Seid so unter euch gesinnt, wie es der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht:

6Er, der in göttlicher Gestalt war,

hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein,

7sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an,

ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt.

8Er erniedrigte sich selbst

und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.

9Darum hat ihn auch Gott erhöht

und hat ihm den Namen gegeben, der über alle Namen ist,

10dass in dem Namen Jesu

sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind,

11und alle Zungen bekennen sollen,

dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Benötigte Materialien: Naturmaterialien, 1 Stuhl
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Zielgedanke

Jesus steht zu uns, obwohl wir es gar nicht verdient haben. Wir sind von ihm bedingungslos geliebt!

Vorüberlegung für Mitarbeitende

„Kannste was, dann biste was! Kannste nichts, dann biste nichts!“ Jesus durchbricht diesen Zusammenhang unserer Leistungsgesellschaft. Er verzichtet freiwillig auf seinen Status als Gottes Sohn. Steigt herab, kommt runter in unsere Welt und stirbt für unsere Schuld am Kreuz. Im „Philipperhymnus“ wird davon berichtet (Phil 2,5-11).

Bei Jesus dürfen wir so sein, wie wir sind. Von ihm sind wir angenommen und bedingungslos geliebt, egal ob als von anderen betitelte Versager, Loser, Checker oder Überflieger.

Erlebniswelt der Kinder

Kinder kennen die Abwertung von sogenannten Verlierern unserer Leistungsgesellschaft. Das Gefühl, nicht zu genügen und den Ansprüchen dieser Welt nicht gerecht zu werden, demotiviert und verletzt. Kinder erleben selbst, was es heißt, nach Leistung bewertet zu werden. In der Schule gibt es Noten, im Sport Pokale, in der Musik Applaus. Und was ist, wenn man den Maßstäben nicht genügt?

Wichtig ist, den Kindern zu vermitteln, dass sie von Jesus geliebt sind, unabhängig von ihrer Leistung und ihrem Können.

Einstieg

Unterhaltet euch mit den Kindern über euren/ihren Lieblingsfußballverein. Warum findet ihr gerade diesen Verein gut? Von welchem Verein würdet ihr auf keinen Fall Fan sein und warum?

Erzählung/Andachtsimpuls

(Kann auch von zwei Personen als Unterhaltung „gespielt“ werden, evtl. Fanschals als Requisiten).

„Papa, heute ist der alles entscheidende Tag!“, ruft Tom seinem Vater im Stadion zu. „Wenn wir heute nicht gewinnen, dann war‘s das! Also ich will auf keinen Fall, dass wir absteigen!“ „Klar, wer will schon absteigen?“, ruft sein Vater zurück. „Niemand, oder? Aber stell dir mal vor, es gibt jemand, der ist sogar freiwillig abgestiegen.“ „Klar bestimmt!“, meint Tom. „Freiwillig abgestiegen? Das macht doch keiner!“ „Doch“, erwidert sein Vater, „Jesus! Jesus ist von der Top-Liga schlechthin abgestiegen!“ „Dann war er eben einfach nicht gut genug!“, entgegnet ihm Tom. „Doch das war er, sogar sehr gut! Er hat keine Fehler gemacht und ist trotzdem abgestiegen, freiwillig! Vom Himmel auf die Erde. Er versöhnte sich mit uns Menschen, obwohl er das nicht hätte tun müssen. Er wurde Mensch. Er ist sozusagen freiwillig mindestens eine Liga abgestiegen. Und das allein um unseretwegen. Alles aus Liebe.

An Weihnachten feiern wir genau das, dass Gott durch Jesus runtergekommen ist in unsere kaputte Welt, damit wir aufsteigen können in den Himmel zu ihm.“ Tom unterbricht ihn: „So ein scheiß Spiel, jetzt schieß doch mal!“ „Du hast recht, der schläft hinter dem Ball fast ein!“, entgegnet ihm sein Vater. „Im Gegensatz zum Fußball ist das Leben eben kein Spiel!“, erklärt Toms Vater weiter. „Das hier ist auch kein Spiel, hier geht´s um alles! Wenn wir nächste Session in der zweiten Liga spielen ist das einfach kacke!“, schreit Tom. „Dann will ich auch nicht mehr mit ins Stadion!“ „Ja, das stimmt, wenn wir mit unserem Verein absteigen würden, wäre das echt doof! Aber bei diesem Fußballspiel geht´s nur um die Frage, in welcher Liga spielt unser Verein in der Zukunft.

Im Leben geht es aber um viel mehr! Es geht um die Frage, ob wir von Gott getrennt leben wollen oder auf ewig mit Jesus zusammen im Himmel sein wollen.“ „Was ist denn das für eine Frage, wer will denn nicht in den Himmel kommen? Also ich will in den Himmel!“ „Ich auch! Aber dazu bin ich eigentlich nicht gut genug!“, entgegnet sein Vater. „Wieso, dann musst du dich halt einfach mehr anstrengen, dann kommst du schon in den Himmel! Anstrengen muss sich unsere Mannschaft hier auf dem Platz jetzt auch mal, sonst sind wir raus! Oh Mann, schieß doch! Oh nein! Vorbei!“ „Bei Jesus ist nichts vorbei! Und im Gegensatz zum Fußball müssen wir uns bei Gott nicht anstrengen, besser zu werden, um in den Himmel zu kommen.“ „Wieso nicht?“ „Das wollte ich dir gerade erklären! Schau mal. Es ist doch so: „Jeder von uns hat doch schon mal etwas falsch gemacht.“ „Mmh, …

also mir fällt gerade nichts ein! Oder doch! Du hast beim letzten Mal, nachdem wir im Stadion waren, zu Mama gesagt, dass wir gleich heimgekommen sind nach dem Spiel, obwohl wir noch einen Döner essen waren.“ „Stimmt, das habe ich gesagt, und das war nicht o.k. von mir! Ich habe mich bei ihr auch schon entschuldigt. Weißt du, ich habe schon viele Dinge in meinem Leben falsch gemacht. Und wenn du ehrlich bist, fällt dir doch bestimmt auch etwas ein.“ „Mmh, ja, am Mittwoch habe ich die Baseball-Cape von Hannes weggenommen und in den Mülleimer im Pausenhof geworfen. Danach war sie total dreckig“, erinnert sich Tom. „Siehst du!“ „Ja, aber er ist doch selbst schuld, er hat die ganze Zeit behauptet, dass unser Verein heute absteigen wird.“ „Hast du jetzt was falsch gemacht oder nicht?“, fragt sein Vater. Tom antwortet kleinlaut: „Ja! Ich hätte halt auch mit ihm reden können, dass er mich nicht die ganze Zeit ärgern soll. Das war doof von mir … Ach ne! Schon wieder ein Tor! Ach komm, steigt doch endlich ab ihr Loser!“ „He, he! Jetzt reg´ dich doch nicht so auf!“ „Ach ist doch wahr, ich hab‘ echt keinen Bock mehr auf diese blöde Mannschaft!“, erwidert Tom energisch „Das sind voll die Flaschen! Die können gar nichts! Die haben‘s verdient, dass sie jetzt absteigen!“ „Jesus sagt das von uns nicht. Er könnte auch sagen, der Tom und der Christian haben es nicht anders verdient. Mit diesen Losern möchte ich nichts mehr zu tun haben. Die sind nicht gut genug. Aber das sagt er nicht. Er möchte sogar mit uns befreundet sein. Er kommt mit Frieden, um sich mit uns zu versöhnen und schenkt uns Sicherheit und Geborgenheit und er vergibt uns unsere Fehler und das sogar freiwillig. Jesus möchte solche Flaschen wie dich und mich in seinem Team haben und mit uns Zeit verbringen. Er möchte uns sogar bei sich im Himmel dabeihaben, weil er weiß, wie sehr wir ihn brauchen. Ich glaube übrigens auch, dass unsere Mannschaft uns in der zweiten Liga braucht. Nur wenn wir hinter ihr stehen, hat sie auch wieder eine Chance, in der nächsten Saison aufzusteigen.“ „Ja, du hast ja recht! Cool, dass Jesus viel besser zu uns steht, als ich zu unserem Verein!“

Gebet

Jesus, danke, dass du dir nicht zu schade warst, in unsere Welt abzusteigen. Danke, dass du in unser Leben gekommen bist. Runtergekommen in unsere Welt. Du weißt wie sehr wir dich brauchen. Danke, dass du dir nicht zu schade warst für den Abstieg. Wir sind dir so wichtig, dass du mit uns befreundet sein möchtest und für unsere Schuld am Kreuz gestorben bist. Du stehst zu uns, obwohl wir es nicht verdient haben. Danke! Amen.

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