Rut – der ultimative Spiele-BibelabendRut – der ultimative Spiele-Bibelabend

Einheit: Rut – der ultimative Spiele-Bibelabend

Verband: CVJM-Westbund
Zeitbedarf: 80-100 Min. (Vorbereitung: 30-60 Min.)
Materialarten: Bibelarbeit, Stundenentwurf
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Konfis, Teens (12-16 Jahre), Mädchen
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: KON
Benötigte Materialien: Stühle, Haferflocken, Brot, Schokolade, Zucker, Wasser, Essig, Öl, Perlen, 8 Schüsselchen, Strohhalme, 4 volle Wasserflaschen, 3 Kissen, Waage, Preise (für alle)
Bibelstelle: Rut 1,1-4,22
Rut 1,1-4,22

1

Noomi und ihre Schwiegertochter Rut

Rut 1,1-22

Die Familie von Noomi im Land Moab

1Es war zu der Zeit,

als Richter in Israel regierten.

Wieder einmal herrschte Hunger im Land.

Da verlieĂź ein Mann die Stadt Betlehem in Juda.

Er wollte mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen

eine Zeit lang im Land Moab leben.

2Der Mann hieĂź Elimelech

und seine Frau hieĂź Noomi.

Seine beiden Söhne hießen Machlon und Kiljon.

Sie gehörten zur Großfamilie der Efratiter,

die aus Betlehem im Land Juda kam.

Sie gingen nach Moab und lieĂźen sich dort nieder.

3Da starb Noomis Mann Elimelech,

und sie blieb mit ihren zwei Söhnen zurück.

4Die beiden heirateten Moabiterinnen.

Eine hieĂź Orpa und die andere Rut.

Ungefähr zehn Jahre lang wohnten sie in Moab.

5Dann starben auch die beiden Söhne

Machlon und Kiljon.

Noomi blieb allein zurück, ohne Söhne und Mann.

Noomi nimmt Abschied von Moab

6Noomi machte sich auf und zog aus Moab weg,

zusammen mit ihren Schwiegertöchtern.

Sie hatte dort nämlich erfahren,

dass der Herr sich um sein Volk kĂĽmmerte

und ihm Brot gab.

7So verlieĂź sie den Ort,

an dem sie gelebt hatte.

Die beiden Schwiegertöchter begleiteten sie

auf dem Weg zurĂĽck ins Land Juda.

8Unterwegs sagte Noomi

zu ihren beiden Schwiegertöchtern:

»Kehrt um! Geht zu euren Müttern zurück!

Der Herr soll euch genauso lieben,

wie ihr die Verstorbenen und auch mich geliebt habt.

9Er soll dafĂĽr sorgen, dass ihr ein neues Zuhause findet

bei neuen Ehemännern.«

Noomi kĂĽsste die beiden.

Aber sie weinten laut 10und baten Noomi:

»Lass uns mit dir zu deinem Volk zurückkehren!«

11Doch Noomi erwiderte: »Kehrt um, meine Töchter!

Warum wollt ihr mit mir gehen?

Ich kann keine Söhne mehr zur Welt bringen,

die euch heiraten wĂĽrden.

12Kehrt um, meine Töchter! Geht!

Ich bin einfach zu alt fĂĽr eine neue Ehe.

Selbst wenn ich es nicht wäre –

wenn ich noch heute Nacht mit einem Mann schlafen

und danach Söhne zur Welt bringen würde:

13Wollt ihr wirklich warten, bis sie groĂź sind?

Wollt ihr euch so lange einschlieĂźen

und mit keinem Mann verheiratet sein?

Nein, meine Töchter!

Mein Schicksal ist zu bitter fĂĽr euch!

Die Hand des Herrn hat mich getroffen.«

14Da weinten die beiden noch lauter.

Orpa kĂĽsste ihre Schwiegermutter zum Abschied.

Aber Rut blieb bei Noomi.

Rut geht mit Noomi nach Betlehem

15Noomi sagte zu Rut: »Schau!

Deine Schwägerin ist umgekehrt zu ihrem Volk

und zu ihrem Gott.

Mach es wie sie: Kehr um!«

16Aber Rut antwortete: »Schick mich nicht fort!

Ich will dich nicht im Stich lassen.

Ja, wohin du gehst, dahin gehe auch ich.

Und wo du bleibst, da bleibe auch ich.

Dein Volk ist mein Volk,

und dein Gott ist mein Gott!

17Wo du stirbst, da will auch ich sterben,

und da will ich auch begraben sein.

Der Herr soll mir antun, was immer er will!

Nichts kann mich von dir trennen außer dem Tod.«

18Noomi sah, dass Rut entschlossen war,

mit ihr zu ziehen.

Da hörte sie auf, es ihr auszureden.

19So wanderten sie gemeinsam nach Betlehem.

Als sie dort ankamen,

geriet die ganze Stadt in Aufregung.

Die Frauen riefen: »Das ist doch Noomi!«

20Doch sie sagte:

»Nennt mich nicht Noomi, ›meine Freude‹,

sondern nennt mich Mara, ›die Bittere‹!

Denn der Allmächtige hat mich bitter werden lassen.

21Mit vollen Händen zog ich aus,

mit leeren lieĂź der Herr mich zurĂĽckkehren.

Wie könnt ihr da Noomi zu mir sagen?

Der Herr hat sich gegen mich gestellt,

der Allmächtige hat mir übel mitgespielt.«

22So kehrte Noomi aus Moab zurĂĽck

mit ihrer Schwiegertochter, der Moabiterin Rut.

Als sie in Betlehem ankamen,

hatte gerade die Gerstenernte begonnen.

2

Rut und Boas lernen sich kennen

Rut 2,1-23

Rut arbeitet auf dem Feld des Boas

1Noomis Mann Elimelech hatte einen Verwandten,

der Boas hieĂź.

Er gehörte zur Großfamilie von Elimelech

und war ein wohlhabender und zuverlässiger Mann.

2Die Moabiterin Rut sagte zu Noomi:

»Ich will aufs Feld gehen und Ähren sammeln,

die bei der Ernte liegen geblieben sind.

Ich will es bei jemandem tun,

der es mir freundlich erlaubt.«

Noomi antwortete: »Geh nur, meine Tochter!«

3Rut machte sich auf und kam zu einem Feld.

Dort ging sie hinter denen her,

die das Getreide ernteten.

Sie sammelte die Ă„hren,

die liegen geblieben waren.

Zufällig gehörte das Feld Boas,

dem Verwandten von Elimelech.

4Boas kam aus Betlehem

und begrĂĽĂźte die Landarbeiter:

»Der Herr sei mit euch!«

Sie grĂĽĂźten zurĂĽck:

»Der Herr segne dich!«

5Boas fragte seinen Gehilfen,

der die Landarbeiter beaufsichtigte:

»Woher stammt die junge Frau da?«

6Der Gehilfe antwortete ihm:

»Sie ist eine Moabiterin,

die zusammen mit Noomi aus Moab zurĂĽckgekehrt ist.

7Sie hat gefragt, ob sie die Ă„hren sammeln darf,

die hinter den Landarbeitern liegen geblieben sind.

Seit dem frĂĽhen Morgen ist sie schon da.

Erst jetzt ruht sie sich unter dem Dach

ein wenig aus.«

Boas ist freundlich zu Rut

8Boas sprach Rut an:

»Hör auf mich, meine Tochter:

Geh nicht auf ein anderes Feld, um Ă„hren aufzusammeln!

Bleib hier bei meinen Arbeiterinnen!

9Gib acht, wo sie das Feld abernten,

und geh hinter ihnen her!

Ich habe den jungen Männern verboten,

dich zu belästigen.

Wenn du Durst hast, geh zu den KrĂĽgen dort!

Trink das frische Wasser,

das sie aus dem Brunnen schöpfen.«

10Rut verbeugte sich tief und sagte zu ihm:

»Womit habe ich es verdient,

dass du so freundlich zu mir bist?

Ich bin doch eine Ausländerin.«

11Boas antwortete:

»Man hat mir schon von dir erzählt.

Ich weiĂź doch, was du nach dem Tod deines Mannes

fĂĽr deine Schwiegermutter getan hast.

Du hast deinen Vater, deine Mutter

und deine Heimat verlassen.

Du bist zu einem Volk gezogen,

das du vorher nicht gekannt hast.

12Der Herr tue dir Gutes fĂĽr das, was du getan hast.

Der Herr, der Gott Israels, soll dich reich belohnen.

Zu ihm bist du gekommen,

um unter seinen Flügeln Schutz zu finden.«

13Rut antwortete:

»Mein Herr, ich danke dir,

dass du so freundlich zu mir bist!

Ja, du hast mich getröstet.

Du hast dich um deine Magd gekĂĽmmert,

obwohl ich keine von deinen Dienerinnen bin.«

Rut und Noomi haben zu essen

14Zur Essenszeit rief Boas nach Rut:

»Komm her zu uns! Iss von unserm Brot

und tunk es in den Essig!«

Rut setzte sich zu den Landarbeitern.

Boas gab ihr geröstete Getreidekörner,

und Rut aĂź, bis sie satt war.

Es blieb sogar noch etwas ĂĽbrig.

15Dann stand sie auf, um weiter zu sammeln.

Boas wies seine Gehilfen an:

»Lasst sie auch die Ähren aufheben,

die zwischen den Garben liegen geblieben sind!

Hütet euch davor, sie zu belästigen!

16Zieht vielmehr Ă„hren aus den Garben heraus

und lasst sie liegen, damit sie sie aufheben kann!

Ihr dürft sie auf keinen Fall zurechtweisen.«

17Rut sammelte bis zum Abend Ă„hren auf dem Feld.

Dann schlug sie die Körner heraus.

Ein kleiner Sack Gerste kam zusammen.

18Mit dem ging sie in die Stadt.

Ihre Schwiegermutter Noomi staunte darĂĽber,

dass sie so viel gesammelt hatte.

Rut gab ihr auch von den gerösteten Körnern,

die sie ĂĽbrig behalten hatte.

19Ihre Schwiegermutter fragte sie:

»Wo hast du heute Ähren gesammelt?

Von wem hast du das?

Gott segne den, der so freundlich zu dir gewesen ist!«

Da erzählte Rut ihrer Schwiegermutter,

bei wem sie gewesen war, und sagte:

»Ich bin heute auf dem Feld von Boas gewesen.«

20Noomi antwortete ihrer Schwiegertochter:

»Der Herr ist den Lebenden und den Toten gnädig.

Er soll Boas segnen!«

Und sie erklärte Rut:

»Dieser Mann ist ein naher Verwandter von uns.

Er ist unser Löser, unser Beistand in Not.«

21Da erzählte die Moabiterin Rut,

dass Boas ihr auch gesagt hatte:

»Bleib bei meinen Arbeitern,

bis sie die ganze Ernte eingebracht haben!«

22Noomi antwortete ihrer Schwiegertochter:

»Das ist gut, meine Tochter.

Geh mit seinen Arbeiterinnen aufs Feld, Rut!

Auf einem anderen Feld

würde es dir vielleicht schlecht ergehen.«

23Rut blieb also bei den Arbeiterinnen des Boas.

Sie sammelte Ă„hren, bis die Gerstenernte vorbei war.

Auch noch während der Weizenernte tat sie das.

Sie wohnte bei ihrer Schwiegermutter.

3

Rut gewinnt Boas als Bräutigam

Rut 3,1-18

Noomi hat einen Plan

1Noomi sagte zu ihrer Schwiegertochter Rut:

»Meine Tochter!

Ich möchte ein neues Zuhause für dich finden,

wo es dir gut geht.

2Boas ist doch unser Verwandter.

Du warst bei seinen Arbeiterinnen.

Pass auf: Er wird heute Nacht

auf dem Dreschplatz Gerste worfeln.

3Bade und salbe dich!

Dann zieh dich an und geh zum Dreschplatz!

Zeig dich ihm nicht,

bevor er zu Ende gegessen und getrunken hat.

4Gib acht, wo er sich zum Schlafen hinlegt.

Dann geh hin und leg dich zu ihm unter die Decke!

Er wird dir sagen, was du tun sollst.«

5Rut sagte:

»Ich will tun, was du mir vorschlägst.«

Rut bei Boas auf dem Dreschplatz

6Rut ging zum Dreschplatz und tat alles,

was ihre Schwiegermutter ihr aufgetragen hatte.

7Boas aĂź und trank und war gut gelaunt.

Dann stand er auf und legte sich

neben seinem Kornhaufen schlafen.

Rut schlich zu ihm

und legte sich neben ihn unter die Decke.

8Mitten in der Nacht wurde es Boas kalt,

und er wachte auf.

Als er sich umdrehte, lag eine Frau neben ihm.

9Er fragte sie: »Wer bist du?«

Sie antwortete: »Ich bin deine Dienerin Rut.

Wirf deinen Mantel ĂĽber mich!

Denn du bist mein Löser.«

10Er erwiderte:

»Der Herr segne dich, meine Tochter!

Jetzt hast du deine Treue

noch deutlicher gezeigt als zuvor.

Du bist nicht jungen Männern nachgelaufen,

weder armen noch reichen.

11Hab keine Angst, meine Tochter!

Alles, worum du mich bittest, werde ich fĂĽr dich tun.

Die ganze Stadt weiĂź doch,

dass du eine fähige und zuverlässige Frau bist.

12Ich bin tatsächlich dein Löser.

Aber es gibt da einen anderen,

der mit dir noch näher verwandt ist als ich.

13Bleib die Nacht ĂĽber hier!

Wenn er morgen frĂĽh

seiner Pflicht als Löser nachkommt, ist es gut.

Dann soll er es tun.

Wenn er aber nicht will,

dann werde ich als Löser für dich eintreten.

So gewiss der Herr lebt!

Leg dich schlafen bis morgen früh!«

14Rut schlief bis zum Morgen bei ihm.

Boas beschenkt Rut und Noomi

Im Morgengrauen stand Rut auf,

noch bevor man jemanden erkennen konnte.

Boas dachte: »Niemand darf erfahren,

dass die Frau auf dem Dreschplatz gewesen ist.«

15Laut sagte er zu Rut: »Breite deinen Umhang aus!«

Sie hielt ihm den Umhang hin.

Er fĂĽllte einen Sack Gerste hinein

und lud ihr alles auf.

Dann ging er fort in die Stadt.

16Rut aber ging zu ihrer Schwiegermutter.

Noomi fragte:

»Wie ist es dir ergangen, meine Tochter?«

Und Rut berichtete Noomi,

was der Mann alles fĂĽr sie getan hatte. 17Sie sagte:

»Diesen Sack Gerste hat er mir geschenkt.

Dabei hat er zu mir gesagt:

›Du sollst nicht mit leeren Händen

zu deiner Schwiegermutter heimkehren.‹«

18Noomi antwortete: »Bleib bei mir, meine Tochter!

Du wirst bald erfahren, wie die Sache ausgeht.

Der Mann wird nicht ruhen,

bis er die Angelegenheit erledigt hat.

Heute noch wird er es tun.«

4

Rut und Boas heiraten

Rut 4,1-22

Boas kauft das Land von Noomi

1Boas ging zum Stadttor und setzte sich dort hin.

Da kam der andere Löser vorbei,

von dem Boas gesprochen hatte.

Boas sagte zu ihm: »Komm her, setz dich zu mir!«

Da kam der andere Löser zu Boas und setzte sich.

2Boas bat zehn Ă„lteste der Stadt:

»Setzt euch dazu!«, und sie taten es.

3Dann sagte er zu dem anderen Löser:

»Noomi ist aus Moab zurückgekehrt.

Sie verkauft den Anteil am Ackerland,

der unserem Bruder Elimelech gehört hat.

4Ich habe nachgedacht

und will dir einen Vorschlag machen:

Kauf seinen Anteil am Landbesitz!

Die Anwesenden und die Ă„ltesten meines Volkes

sollen es bezeugen.

Willst du den Kauf tätigen, dann tu es!

Falls nicht, lass es mich wissen.

Du hast nämlich das Vorrecht.

Ich bin erst nach dir an der Reihe.«

Der andere Löser antwortete: »Ich will kaufen.«

5Boas entgegnete:

»Du kannst das Ackerland von Noomi nur erwerben,

wenn du zugleich die Moabiterin Rut heiratest.

Sie ist die Witwe des rechtmäßigen Erben.

Durch euer Kind wird der Name des Verstorbenen

mit seinem Erbbesitz erhalten bleiben.«

6Da erwiderte der andere Löser:

»Dann kann ich den Kauf nicht vollziehen.

Das wäre ja zum Nachteil für meinen eigenen Erbbesitz.

Ăśbernimm du mein Vorrecht!

Ich kann es nicht ausüben.«

7Eine solche Lösung, verbunden mit einem Besitzwechsel,

wurde damals in Israel so bestätigt:

Einer der Partner zog seine Sandale aus

und gab sie dem anderen.

Damit war der Handel in Israel rechtskräftig.

8Der andere Löser sagte also zu Boas:

»Kauf du das Land für dich!«

Dann zog er seine Sandale aus.

9Da sagte Boas zu den Ă„ltesten und zum ganzen Volk:

»Ich habe Noomi heute alles abgekauft,

was Elimelech, Kiljon und Machlon gehört hat.

10Die Moabiterin Rut, die Witwe von Machlon,

wird damit meine Ehefrau.

Ich werde den Namen des Verstorbenen

mit seinem Erbbesitz bewahren.

Sein Name soll nicht ausgelöscht werden

bei seinen BrĂĽdern und in seiner Heimatstadt!

Dafür seid ihr heute Zeugen.«

11Alle Leute im Tor und die Ă„ltesten sagten:

»Wir bezeugen es.

Mit der Frau, die in dein Haus kommt,

mache es der Herr wie mit Rahel und Lea:

Sie hatten viele Nachkommen

und haben das Volk Israel hervorgebracht.

Du sollst bei der GroĂźfamilie der Efratiter

in hohem Ansehen stehen.

Dein Name sei berĂĽhmt in Betlehem!

12Dein Haus sei geachtet wie das Haus des Perez,

des Sohnes von Tamar und Juda.

Wie ihm schenke dir der Herr berĂĽhmte Nachkommen

von dieser jungen Frau!«

Rut und Boas werden Davids Vorfahren

13Boas nahm Rut zur Frau und schlief mit ihr.

Der Herr lieĂź sie schwanger werden,

und sie brachte einen Sohn zur Welt.

14Da sagten die Frauen zu Noomi:

»Gepriesen sei der Herr!

Er hat dir einen Erben und Löser geschenkt.

Sein Name soll in Israel berĂĽhmt sein!

15Er gibt dir wieder Lebenskraft

und versorgt dich im Alter.

Er ist ja das Kind deiner Schwiegertochter,

die dich liebt.

Sie ist für dich mehr wert als sieben Söhne.«

16Noomi nahm das Kind, legte es auf ihren SchoĂź

und war wie eine Mutter zu ihm.

17Die Nachbarinnen sagten:

»Ein Sohn ist Noomi geboren worden.«

Und sie gaben ihm den Namen Obed.

Er wurde der Vater von Isai

und der GroĂźvater von David.

18Das ist der Familienstammbaum von Perez:

Perez war Vater von Hezron,

19GroĂźvater von Ram und UrgroĂźvater von Amminadab.

20Die Linie lässt sich weiter verfolgen über

Nachschon, Salmon, 21Boas und Obed bis zu 22Isai.

Isai schlieĂźlich war der Vater von David.

BasisBibel 2012/2020, © Deutsche Bibelgesellschaft

Dieser Stundenentwurf bringt uns Rut näher – nicht nur durch lebendige Erzählpassagen, sondern auch durch Spiele-Einheiten, die die Teilnehmerinnen mit hinein nehmen und der Geschichte vom Hoffen und Bangen aktiv Leben einhauchen.


Vorschau:

Die Geschichte von Rut in der Bibel ist geprägt von Hoffen und Bangen. Dabei fängt es eher mit dem Bangen an. Dieser Spieleabend nimmt euch mit hinein in die Geschichte. Abwechselnd gibt es Erzählpassagen und Aktionen, die die Gruppe aktiv in die Geschichte mit hinein nehmen.

Erzählung:

In der Geschichte gibt es eine sehr mutige Frau. Sie heißt Rut. Vielleicht haben einige von euch ihre Geschichte schon mal gehört. Aber heute Abend möchten wir noch einen Schritt weiter gehen: Wir möchten sie gemeinsam erleben!

Rut lebte in Moab, einem Nachbarstaat von Israel. Von dort kam eines Tages eine Familie, die für Rut alles verändern sollte: Denn sie heiratete einen dieser Israeliten. Und damit wurde Noomi ihre Schwiegertochter. Jetzt könnte ja der spannende Teil schon gelaufen sein und wir könnten sagen: Und sie lebten glücklich und zufrieden, bekamen Kinder und wurden alt und lebenssatt. Aber so war es leider nicht …

Im Gegenteil, Ruts Mann starb. Genauso wie Noomis Mann und ihr anderer Sohn. Noomi, die aus Israel nach Moab gezogen war, lebte dort jetzt allein. Bis auf ihre zwei Schwiegertöchter Rut und Orpa, die aber in der moabitischen Kultur verwurzelt waren.

Für Rut, Noomi und Orpa war das ein schwerer Schlag. Ohne Männer waren Frauen damals einfach aufgeschmissen. Sie hatten keine Sicherheit, keine Beschützer und auch keine Nachkommen. Neben all der Trauer und dem Schmerz gab es also auch noch eine große Perspektivlosigkeit …

...
  • Autor / Autorin: Sabine Herwig
  • © CVJM-Westbund

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