Sag mir die Wahrheit!Sag mir die Wahrheit!

Einheit: Sag mir die Wahrheit!

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-120 Min. (Vorbereitung: 10-30 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiete: Events + Projekte, Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Benötigte Materialien: Bürgermeister (oder anderer Politiker für Diskussionsabend), Film "Die letzte Stufe"
Bibelstelle: Johannes 18,28-40

Bibelarbeit zu Joh 18,28-40: Maik Weidemann beleuchtet zunächst den Text unter dem Stichwort „Wahrheit“. Anschließend zeigt er das Konfliktpotenzial auf, das entsteht, wenn über Politik oder Religion diskutiert wird und fragt, ob angesichts dessen die Religion nicht doch Privatsache sein sollte. Mit Blick auf Jesus als „Wahrheit“ verneint er diese Frage. Ein Methodenteil beschließt die Bibelarbeit.


Vorschau:

1. Erklärungen zum Text

Ein zentrales Motiv unseres Textes besteht im Hin und Her zwischen „rein und unrein“, „heilig und weltlich“, Religion und Politik“. Auf der einen Seite sehen wir die jüdischen Führer, die Jesus nach dem religiösen Prozess (Joh 18,12-27) vor den weltlichen Herrscher Pilatus schleifen. Unter der Obrigkeit der Römer war ihnen zwar erlaubt, in innerjüdischen Angelegenheiten zu richten, jedoch nicht die Todesstrafe zu vollstrecken. Daher brauchen sie die Unterstützung des Pilatus. Dieser tut sich schwer damit, in der ohnehin aufgeheizten Stimmung im besetzten Land, ein religiös motiviertes Todesurteil zu verantworten. Er versucht die Wogen zu glätten und befragt den Angeklagten selbst. Da Pilatus keine Schuld feststellen kann, versucht er Jesus anlässlich eines Straferlasses zum Passahfest in die Freiheit zu entlassen. Doch die jüdische Obrigkeit möchte lieber einen Räuber in Freiheit wissen, als einen, vor dem sie Angst haben, weil er ihnen die eigenen, sicher geglaubten Überzeugungen raubt. Inmitten dieser Gemengelage stellt Pilatus die zentrale Frage: „Was ist Wahrheit?“

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2. Bedeutung für den heutigen Hörer

„Über Religion und Politik spricht man nicht.“ So lautet eine landläufige Meinung. Aber warum ist das so? Weil es bei Religion und Politik oft um persönliche Überzeugungen geht. Wenn nun die eigenen Wahrheiten von Anderen in Frage gestellt werden, wird es brenzlig. Das Ganze verschärft sich noch, wenn Religion und Politik direkt aufeinandertreffen. Hier ist der Kampf um Wahrheiten nicht fern.

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3. Methodik für die Gruppe

Bibeltext aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten

a) Teilt die Gruppe in drei Teile ein und gebt allen den gleichlautenden Bibeltext.

1. Gruppe: die jüdischen Führer
2. Gruppe: Pilatus
3. Gruppe: Jesus

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  • Autor / Autorin: Maik Weidemann
  • © Deutscher EC-Verband