Schiffbruch und RettungSchiffbruch und Rettung

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Einheit: Schiffbruch und Rettung

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 30-45 Min.)
Materialart: Stundenentwurf
Zielgruppe: Kinder (7-11 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: JUMAT
Benötigte Materialien: Gummibärchen, Ananas, Tomaten, Bananen, Gurke, Zitrone
Bibelstelle: Apostelgeschichte 27,13-27,44
Apostelgeschichte 27,13-27,44

Seesturm und Schiffbruch

13Als aber ein S√ľdwind wehte, meinten sie, ihr Vorhaben w√§re schon gelungen; sie lichteten den Anker und fuhren nahe an Kreta entlang. 14Nicht lange danach aber brach von der Insel her ein Sturmwind los, den man Nordost nennt. 15Und da das Schiff ergriffen wurde und nicht mehr gegen den Wind gerichtet werden konnte, gaben wir auf und lie√üen uns treiben.

16Wir kamen aber an einer Insel vorbei, die Kauda hei√üt, da konnten wir mit M√ľhe das Beiboot in unsre Gewalt bekommen. 17Sie zogen es herauf und umspannten zum Schutz das Schiff mit Seilen. Da sie aber f√ľrchteten, in die Syrte zu geraten, lie√üen sie den Treibanker herunter und trieben so dahin. 18Da wir gro√ües Ungewitter erlitten, warfen sie am n√§chsten Tag Ladung ins Meer. 19Und am dritten Tag warfen sie mit eigenen H√§nden das Schiffsger√§t hinaus. 20Da aber viele Tage weder Sonne noch Sterne schienen und ein gewaltiges Ungewitter uns bedr√§ngte, war all unsre Hoffnung auf Rettung dahin.

21Niemand wollte mehr essen; da trat Paulus mitten unter sie und sprach: Ihr M√§nner, man h√§tte auf mich h√∂ren sollen und nicht von Kreta aufbrechen, dann w√§ren uns dieses Leid und der Schaden erspart geblieben. 22Doch nun ermahne ich euch: Seid unverzagt; denn keiner von euch wird umkommen, nur das Schiff wird untergehen. 23Denn diese Nacht trat zu mir der Engel des Gottes, dem ich geh√∂re und dem ich diene, 24und sprach: F√ľrchte dich nicht, Paulus, du musst vor den Kaiser gestellt werden; und siehe, Gott hat dir geschenkt alle, die mit dir fahren. 25Darum, ihr M√§nner, seid unverzagt; denn ich glaube Gott, es wird so geschehen, wie mir gesagt ist. 26Wir m√ľssen aber auf eine Insel auflaufen.

27Als aber die vierzehnte Nacht kam, seit wir in der Adria trieben, w√§hnten die Schiffsleute um Mitternacht, dass sich ihnen Land n√§herte. 28Und sie warfen das Senkblei aus und fanden es zwanzig Faden tief; und ein wenig weiter loteten sie abermals und fanden es f√ľnfzehn Faden tief. 29Da f√ľrchteten sie, wir w√ľrden auf Klippen geraten, und warfen hinten vom Schiff vier Anker aus und w√ľnschten, dass es Tag w√ľrde. 30Als aber die Schiffsleute vom Schiff zu fliehen suchten und das Beiboot ins Meer herablie√üen und vorgaben, sie wollten auch vorne die Anker herunterlassen, 31sprach Paulus zu dem Hauptmann und zu den Soldaten: Wenn diese nicht auf dem Schiff bleiben, k√∂nnt ihr nicht gerettet werden. 32Da hieben die Soldaten die Taue ab und lie√üen das Beiboot ins Meer fallen.

33Und als es anfing, hell zu werden, ermahnte Paulus sie alle, Nahrung zu sich zu nehmen, und sprach: Es ist heute der vierzehnte Tag, dass ihr wartet und ohne Nahrung geblieben seid und nichts zu euch genommen habt. 34Darum ermahne ich euch, etwas zu essen; denn das dient zu eurer Rettung; es wird keinem von euch ein Haar vom Haupt fallen. 35Und als er das gesagt hatte, nahm er Brot, dankte Gott vor ihnen allen und brach’s und fing an zu essen. 36Da wurden sie alle guten Mutes und nahmen auch Nahrung zu sich. 37Wir waren aber alle zusammen im Schiff zweihundertsechsundsiebzig Seelen. 38Und nachdem sie satt geworden waren, erleichterten sie das Schiff und warfen das Getreide in das Meer.

39Als es aber Tag wurde, kannten sie das Land nicht; einer Bucht aber wurden sie gewahr, die hatte ein flaches Ufer. Dahin wollten sie das Schiff treiben lassen, wenn es möglich wäre. 40Und sie hieben die Anker ab und ließen sie im Meer, banden die Taue der Steuerruder los, richteten das Segel nach dem Wind und hielten auf das Ufer zu. 41Und als sie auf eine Sandbank gerieten, ließen sie das Schiff auflaufen und das Vorderschiff bohrte sich ein und saß fest, aber das Hinterschiff zerbrach unter der Gewalt der Wellen.

42Die Soldaten aber hatten vor, die Gefangenen zu töten, damit niemand fortschwimmen und entfliehen könne. 43Aber der Hauptmann wollte Paulus am Leben erhalten und wehrte ihrem Vorhaben und ließ, die da schwimmen konnten, als Erste ins Meer springen und sich ans Land retten, 44die andern aber einige auf Brettern, einige auf dem, was noch vom Schiff da war. Und so geschah es, dass sie alle gerettet ans Land kamen.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Der Zielgedanke ist, dass die Kinder keine Angst haben m√ľssen, weil Gott bei ihnen ist. Die biblische Geschichte wird mit Hilfe von Obst und Gem√ľse vorgestellt. Viel ist auf das Thema Angst ausgelegt. Aber am Ende soll klar herauskommen, dass Gott gr√∂√üer ist als jede Angst und Sorge.


Vorschau:

Starter

Manchmal kann man nachts nicht schlafen, weil einem irgendetwas im Kopf rumgeht. Oft schwirrt einem die morgige Mathe-Arbeit im Kopf herum. Habe ich genug gelernt? Was ist, wenn ich nichts wei√ü? Aber genau in diesen Momenten ist Gott bei uns und sagt: ‚ÄěHab keine Angst! Ich bin bei dir.‚Äú Und genau das sollen die Kinder erfahren, dass Gott auch in diesen ‚Äě√§ngstlichen‚Äú Momente bei jedem einzelnen ist.

(…)

Verk√ľndigung

Die Verk√ľndigung kann anhand von Obst und Gem√ľse und Gummib√§rchen nachgestellt werden. Hinter jeder Sorte steht ein Symbol / Mensch. Nat√ľrlich kann z. B. die Gurke noch Augen oder Haare bekommen und stellt so Paulus dar. Je nach Text reden Obst / Gem√ľse / Gummib√§rchen miteinander. Man kann es allein machen, aber auch zu zweit.

Boot Banane
Paulus Gurke
Soldaten 3 Tomaten erst kleine, dann große Tomaten
Hauptmann Ananas
Gefangene Gummibärchen
Engel Zitrone

Wir haben die letzten Wochen schon viel von einem Mann gehört. Paulus (Gurke zeigen). Dieser Mann war viel unterwegs, wurde aber von Soldaten (Kleine Tomate zeigen) gefangengenommen. Und das, weil er von Jesus viel predigte. Er war mit ganz vielen anderen Gefangenen (kleine Gummibärchen zeigen) auf einem Boot (Banane zeigen) und dieses Boot sollte nach Rom fahren (Banane wellenförmig fahren). Und dort sollten alle Gefangenen (kleine Gummibärchen + Paulus) ins Gefängnis kommen.

Als sie weiter unterwegs waren, wurde es auf einmal ganz dunkel und es fing an heftig zu regnen und zu st√ľrmen (Schale von der Banane leicht absch√§len). Das Boot wurde sehr stark besch√§digt. Sie wussten gar nicht mehr, was sie tun sollten. Die ganzen Soldaten und Mitgefangen von Paulus hatten Angst. Aber Paulus (Gurke gg√ľ. von Tomaten und Gummib√§rchen stellen und miteinander reden) blieb ruhig und munterte alle an Bord auf. Er sagte: ‚ÄěMir ist heute Nacht ein Engel (Zitrone zeigen) begegnet. Er hat zu mir gesagt (Zitrone redend zur Gurke): ,Hab keine Angst, Paulus! …

(…)

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  • Autor / Autorin: Jonathan Kalmbach
  • © Deutscher EC-Verband

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