Sind wir eins?!Sind wir eins?!

Einheit: Sind wir eins?!

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 45-75 Min. (Vorbereitung: 20-30 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene, Mitarbeitende
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Benötigte Materialien: 2 großes Plakat, Stift(e) (für jede/n einen)
Bibelstelle: Römer 11,25-36
Römer 11,25-11,36

Ganz Israel wird gerettet werden

25Ich will euch, Brüder und Schwestern, dieses Geheimnis nicht verhehlen, damit ihr euch nicht selbst für klug haltet: Verstockung ist einem Teil Israels widerfahren, bis die volle Zahl der Heiden hinzugekommen ist. 26Und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht (Jesaja 59,20; Jeremia 31,33): »Es wird kommen aus Zion der Erlöser; der wird abwenden alle Gottlosigkeit von Jakob. 27Und dies ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde.«

28Nach dem Evangelium sind sie zwar Feinde um euretwillen; aber nach der Erwählung sind sie Geliebte um der Väter willen. 29Denn Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen. 30Denn wie ihr einst Gott ungehorsam gewesen seid, nun aber Barmherzigkeit erlangt habt wegen ihres Ungehorsams, 31so sind auch jene jetzt ungehorsam geworden wegen der Barmherzigkeit, die euch widerfahren ist, damit auch sie jetzt Barmherzigkeit erlangen. 32Denn Gott hat alle eingeschlossen in den Ungehorsam, damit er sich aller erbarme.

Lob der unerforschlichen Wege Gottes

33O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege! 34Denn »wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen«? (Jesaja 40,13) 35Oder »wer hat ihm etwas zuvor gegeben, dass Gott es ihm zurückgeben müsste?« (Hiob 41,3) 36Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Daniel Ketzer stellt den Text in den Kontext des Römerbriefs. Er fragt: Gibt es Unterschiede im Angenommen-Sein bei Gott? Und: Wer ist Sünder und wie kommt man in den Himmel?


Vorschau:

1. Erklärungen zum Text

Paulus schreibt den Brief an die Gemeinde, die in Rom war. Er hat diese Gemeinde nicht gegründet, daher nimmt man an, dass er deshalb den Brief mit einem großen dogmatischen Teil ausstattet. Er will scheinbar der Gemeinde das Evangelium präsentieren (manche haben das in der Ausführlichkeit wohl nie gehört) und sie im Glauben stärken (1,11).

(…)

2. Bedeutung für heute

Wer ist eigentlich besser dran? Der, der als Säugling getauft wird oder der, der sich in einem Alter taufen lässt, in dem er selbst entscheiden kann? Für wen gilt das Versprechen Jesu mehr? Wer ist mehr angenommen bei Gott? Ist der eine heiliger als der andere?

Wer ist eigentlich besser dran? Der, der mit dem Zeichen der Beschneidung als Säugling in den Bund mit Gott aufgenommen wurde oder der, der Jesus als seinen Herrn angenommen hat, nachdem er Taufunterricht hatte und sich hat taufen lassen?

(…)

3. Methodik für die Gruppe

Zwei Dinge, die Christen erleben können, sind: Andere zeigen mit dem
Finger auf uns. „Der verhält sich so und so … und der will
Christ sein …“ Die Menschen um uns herum können mit dem Finger
auf uns zeigen und uns auflaufen lassen, wenn wir uns nicht „perfekt“
verhalten.

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  • Autor / Autorin: Daniel Ketzer
  • © Deutscher EC-Verband