Sintflut und Arche: Ein Lebenszeichen GottesSintflut und Arche: Ein Lebenszeichen Gottes

Einheit: Sintflut und Arche: Ein Lebenszeichen Gottes

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 15-25 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde, Predigtvorbereitung
Redaktion: echt.
Benötigte Materialien: Papierherz (mit der Aufschrift "Es reute Gott"), Figur(en) (oder Bild für Noah), Papier, Stift(e), Papier-Archen
Bibelstelle: 1. Mose 6,5-22

Bibelarbeit zu 1.Mose 6,5-22: Jochen Metzger und Jürgen T. Schwarz erklären zunächst den Text mit einem Exkurs zur Allmacht und Allwissenheit Gottes in der Spannung zur im Text erzählten Reue. Anschließend stellen sie einige Kernaussagen heraus. Im Methodenteil geht es um Reue Gottes, Noah als nicht perfekten aber verlässlichen Menschen und die Herausforderung, sich zu überlegen, wie man selbst im Namen Gottes in dieser Welt bewahrend wirken könnte.


Vorschau:

1. Erklärungen zum Text

V.5-8: Die Menschheit steht fatal in der Nachfolge von Kain und Abel! Pläne und Vorhaben zielen rücksichtslos auf den Konkurrenzkampf und die Verdrängung anderer. (Achtung: Das Herz ist in der Bibel Sitz von Denken und Verstand! Gefühle sind im Unterbauch, insbesondere den Nieren verortet. Es geht hier also nicht um eine Grundverfasstheit „des Herzens“, sondern um die Ziele seines Planens und Handelns.) Der Mensch reißt alles Leben mit hinein in dieses Elend. (Vgl. auch Röm 8,19ff.)

(…)

2. Bedeutung für heute

(1.) Alle Kulturen des Vorderen Orients kennen das Sintflut-Ereignis in irgendeiner Form. Keiner dieser Texte zielt jedoch auf eine protokollarische Wiedergabe der Ereignisse, dazu lässt die Darstellung zu viele praktische Fragen offen. Zu Fragen der Gotteslehre und nach Gericht und Rettung ergeben sich jedoch gerade im biblischen Text wertvolle Perspektiven.

(2.) Angesichts heutiger (Natur-)Katastrophen wird häufig die Frage nach Gottes Gericht laut. ABER: Jegliche Spekulationen darüber, ob eine Katastrophe das Gericht über ein bestimmtes Land oder eine bestimmte Bevölkerungsgruppe bringt, zerbricht Jesus ein für allemal: Lies Lk 13,1-5! Uns Menschen steht es nicht zu, das Unglück anderer als Gericht zu verbuchen, vielmehr sollte uns jedes Unglück, das Menschen trifft, Ansporn auch zur persönlichen Umkehr zu Gott werden.

(…)

3. Methodik für die Gruppe

3.1 Einstieg: Unheilvolles

Bilder und / oder Schlagworte zu verschiedenen Situationen, die unheilvolle Aspekte des menschlichen Miteinanders andeuten (Kriege, Unterdrückung, Verbrechen, Prostitution, Menschenhandel, Flüchtlinge, Terrorismus, Verfolgung, Pornografie, Drogenmissbrauch, streitende Eltern, überzogener Konsum, (Cyber-)Mobbing, Umweltverschmutzung, kollabierende Finanzmärkte, u.a.), werden in die Mitte auf ein schwarzes Tuch gelegt. Nach einer Zeit der stillen Betrachtung werden die Teilnehmer aufgefordert, sich eines zu wählen und auszuführen, was ihnen dazu in den Sinn kommt.

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  • Autor / Autorin: Jochen Metzger
  • Autor / Autorin: Jürgen T. Schwarz
  • © Deutscher EC-Verband