So sollt ihr beten: Unser Vater im HimmelSo sollt ihr beten: Unser Vater im Himmel

Einheit: So sollt ihr beten: Unser Vater im Himmel

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 30 Min.)
Materialarten: Bibelarbeit, Gebete/ Gebetsaktion
Zielgruppe: Jugendliche
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: der Steigbügel
Benötigte Materialien: Lied: "Schick dein Gebet zum Himmel" (download), "Ja"-Schild, "Nein"-Schild, 8 DIN A3 Plakate mit je einer Vater Unser Bitte, Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiele, Briefumschläge

Das Vater Unser lernen wir schon als Kind.
Aber was steckt eigentlich drin im Gebet der Gebete? Ein Grund es mal genauer unter die Lupe zu nehmen.


Vorschau:

Eine Bibelarbeit rund um das Vaterunser

Mit dem Vaterunser ist es so eine Sache. Auf der einen Seite ist es das Gebet, das alle Christen auf der ganzen Erde verbindet und vielen Menschen schon Kraft und Trost gegeben hat. Auf der anderen Seite wird sicher kein anderes Gebet so gedankenlos „heruntergeleiert“ wie das Vaterunser. Schon vor 500 Jahren war das wohl nicht anders. Martin Luther klagt: „Es ist Jammer über Jammer, dass ein solches Gebet ohne alle Andacht zerplappert und zerklappert wird in aller Welt.“
Was ist das Vaterunser nun? Wichtigstes Gebet der Christen oder alte Leier? Immerhin ist es das einzige Gebet, das Jesus seinen Jüngern mit auf ihren Glaubensweg gegeben hat. Und er hat ja nicht dazu gesagt: „Vorsicht, bei übermäßigem Gebrauch nutzt sich dieses Gebet ab!“ Diese Bibelarbeit soll eine Hilfe sein, das Vaterunser neu zu entdecken als ein Gebet, in dem wir mit unserem alltäglichen Leben vorkommen.

Das Vaterunser – ein Blick in die Bibel

Vgl. Matthäus 6, 913 und Lukas 11, 2-4

An zwei Stellen im Neuen Testament wird uns das Vaterunser überliefert: In Matthäus 6, 9-13 und in Lukas 11, 2-4. Die beiden Versionen des Vaterunser sind nicht identisch, was darauf hinweist, dass das Vaterunser wohl in unterschiedlichen Fassungen im Umlauf war. Interessant ist auch, dass der Schluss des Vaterunser „… denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen“ nicht von Jesus stammt, sondern erst am Ende des 1. Jahrhunderts an das Originalgebet von Jesus angehängt wurde (deshalb stehen diese Worte in den Bibelausgaben auch nur im Kleingedruckten; wer möchte, kann das ja mal in der eigenen Bibel nachprüfen).
Ich beziehe mich mit meinen Gedanken zum Vaterunser im Folgenden auf die Version von Matthäus.

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  • Autor / Autorin: Cornelius Kuttler, Calw-Altburg
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg