So tickt Gott! / … Gottes Wesen entdeckenSo tickt Gott! / … Gottes Wesen entdecken

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Einheit: So tickt Gott! / … Gottes Wesen entdecken

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60 Min. (Vorbereitung: 45-60 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigte Materialien: Bilder,
Bibelstelle: Jona 1

Gnade – diesen Begriff nehmen wir immer mal wieder in den Mund in Bezug auf Gott. Oder wir hören immer mal wieder, dass Gott gnädig ist. Es steckt aber noch viel mehr in diesem Begriff. Geht auf Entdeckungsreise und findet mehr über Gottes Wesen und seine Einstellung zu uns heraus.


Vorschau:

1. Vorbemerkungen

Was ist Gnade?

Hast du schon einmal versucht, Gnade ohne den Satz „etwas zu bekommen, was man nicht verdient hat“ zu beschreiben?

Das ist gar nicht so einfach. Oft haben wir für Begriffe, die unser Christsein ausmachen, festgesetzte Erklärungen, die man abspult, sobald man danach gefragt wird. In dieser Einheit geht es darum, dass deine Teens ein größeres Verständnis von Gottes Gnade bekommen und sein geniales Wesen besser verstehen lernen.

2. Einstieg

Jona, ein ziemlich bekannter Prophet aus der Bibel, hat zweimal erlebt, was Gnade bedeutet. Gott gibt ihm einen zugegebenermaßen nicht ganz einfachen Auftrag. Er soll nach Ninive gehen und den Menschen sagen, dass Gott sie und ihre Stadt zerstören wird, weil sie sich gegen ihn gewendet haben. Ninive war die Hauptstadt des antiken Königreichs von Assyrien und eine der größten Städte der damaligen Zeit. Drei Tagesreisen waren nötig, um durch sie zu ziehen. Jetzt ist das eine nicht so verlockende Aufgabe, als Einzelner in eine so gewaltige Stadt zu ziehen und Zerstörung zu prophezeien. Das hat sich auch Jona gedacht und deshalb läuft er weg. Ab aufs nächste Boot. Genau in die entgegengesetzte Richtung schippert er. Jona hat nur eins vergessen. Gott kann nämlich auch rennen – deutlich schneller als wir und er holt Jona ein. Das macht sich in einem heftigen Sturm für alle bemerkbar, der zur Folge hat, dass Jona mehr oder weniger freiwillig über Bord geworfen wird.

Und genau hier erlebt er das erste Mal die Gnade Gottes. Ein großer Fisch macht Schnapp und Jona sitzt drei Tage lang in seinem Bauch. Nach drei Tagen betend – was will man auch anderes tun –, spuckt der Fisch den wahrscheinlich „gut“ riechenden Jona am Land aus. Gepackt von diesem Erlebnis zieht er nach Ninive und macht die erste ICH-GLAUB’S-oder-Jesus- House-Woche der Geschichte. Drei Tage lang zieht er von einem zum anderen Ende der Stadt und predigt. Das, was jetzt passiert, hatte er aber nicht auf dem Schirm. Es gibt keine Zerstörung, sondern das Gegenteil geschieht. Die Menschen wenden sich wieder Gott zu. Sie bereuen es, wie sie ihr Leben bis zu diesem Tag gelebt haben. Eigentlich eine tolle Sache für jeden, der so eine Woche durchführt. Und noch etwas passiert als Folge: Gott zeigt zum zweiten Mal Gnade und zerstört die Stadt nicht. Eigentlich ein Grund zum Freuen.

Jona macht das Gegenteil! Er beklagt sich bei Gott. Lest mal Jona 4,2. Er regt sich darüber auf, dass Gott so ist wie er ist. Er wusste es ja schon immer.

Gott ist barmherzig, geduldig, vergebend und gnädig.

Spannend ist, dass diese Worte alle vom gleichen Wortstamm herkommen. Sie gehören also zusammen.

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  • Autor / Autorin: Andreas Müller
  • © Deutscher EC-Verband