Spielerallye

Einheit | Spiel(e)
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Spielerallye

Materialart: Spiel(e)
Zielgruppen: Jugendliche, Junge Erwachsene, Kinder (7-11 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Verband: Deutscher EC-Verband
Redaktion: TEC:
Zeitbedarf: 30-90 Min. (Vorbereitung: 30-60 Min.)
Benötigte Materialien: 1 Stoppuhr(en) (oder Handy), 1 Flipchart (für Punktestandt), 1 Edding(s), Gesellschaftsspiele (siehe Beispiele in der Beschreibung)
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Man muss nicht immer selbst neue Spiele entwickeln. Man kann auch auf schon vorhandene Karten- und Gesellschaftsspiele zurückgreifen. Wenn man diese gut miteinander kombiniert, kann man schnell ein ansprechendes Programm entwickeln. So wie bei dieser Spielerallye.

Detaillierter Ablauf:

Man benötigt eine lange Tischreihe, auf beiden Seiten bestuhlt, und wenn eine ungerade Spieleranzahl da ist, auch einen Stuhl an einer Stirnseite. Dann benötigt man Spiele, die man zu zweit, zu viert oder zu sechst spielen kann und bei denen es schnell geht, bis jemand punktet. Immer die 2 (bzw. 4) Personen, die sich gegenübersitzen, spielen für eine gewisse Zeit gegeneinander das Spiel, an dem sie gerade sitzen, und können für sich selbst Punkte sammeln. Nach der vorgegebenen Zeit (90–120 Sekunden), ist Spielstopp und jeder rutscht einen Platz weiter und spielt dann das Spiel, bei dem er/sie jetzt sitzt.

Bei 12 Mitspielern könnte das z. B. so aussehen.

Zu Beginn werden für alle Teilnehmer alle Spiele erklärt. Man kann auch bei dem einen oder anderen Spiel eine kurze Proberunde spielen, damit es wirklich jeder verstanden hat. Dann setzen sich die Teilnehmer auf einen Stuhl und der Spielleiter schreibt die Namen der Teilnehmer untereinander auf eine Flipchart o.Ä.

Der Spielleiter benötigt eine Stoppuhr, startet diese, und die Teilnehmer spielen das Spiel, bei dem sie gerade sitzen, für 90 oder 120 Sekunden (kürzer ist zu kurz und wenn die Zeit länger ist, wird der ganzen Rallye die Dynamik genommen).

Wenn ein Spieler bei seinem Spiel punktet, meldet er sich und der Spielleiter vermerkt das auf der Flipchart. Ein Spieler kann mehrmals pro Spielrunde punkten, aber es kann auch Spiele geben, bei denen es wahrscheinlich ist, dass nur ein Spieler in der Spielrunde einmal punktet. Nach Ablauf der Zeit ruft der Spielleiter „Stop“, die Spiele, die für eine neue Runde aufgeräumt werden müssen, werden von den aktuell dort sitzenden Spielern aufgeräumt und dann rutscht jeder einen Platz im Uhrzeigersinn weiter. Die, die am Tischende sitzen, gehen dementsprechend auf die gegenüberliegende Seite und spielen das Spiel, das sie eben gespielt haben, noch mal; jetzt aber gegen einen neuen Gegner.

Der Spielleiter stoppt wieder die Zeit, die Teilnehmer spielen, melden sich, wenn sie einen Punkt gemacht haben, usw.

Wichtig ist, dass man beim Platzwechsel nicht mit seiner Farbe weiterspielt, mit der man gerade gespielt hat, sondern mit der Farbe, die zu diesem Platz gehört. Also wenn mein Sitznachbar, auf dessen Platz ich jetzt sitze, mit der gelben Figur gespielt hat, spiele ich jetzt mit der gelben Figur und übernehme z.B. auch seine Karten. (v.a. wichtig bei Spielen wie „Das verrückte Labyrinth“)

Mögliche Spiele

Folgende Spiele haben sich als sehr gut geeignet herausgestellt, weil sie oft schon in einer Gemeinde oder bei Gemeindegliedern schnell zu besorgen oder nicht teuer sind. Dazu kommt, dass bei diesen Spielen in den 90/120 Sekunden Spielzeit auf jeden Fall gepunktet werden kann. Die Spiele, die man selbst als Spielleiter nicht kennt, unbedingt vorher mit Freunden oder im Mitarbeiterteam ausprobieren.

Memory (2, 3 oder 4 Spieler) – Ein Spieleklassiker, den jeder kennt. Einen Punkt gibt’s dann, wenn man ein Pärchen gefunden hat. Hier ist es möglich, dass man mehrere Punkte pro Runde machen kann.

Das verrückte Labyrinth (2, 3 oder 4 Spieler) – Ein weiterer Spieleklassiker mit beweglichen Spielplanfeldern, die man verschieben muss, um zu Schätzen zu gelangen. Einen Punkt bekommt man dann, wenn man einen Schatz gefunden hat. Hier ist es möglich, dass man mehrere Punkte pro Runde machen kann.

Speed von Adlung Spiele (2 Spieler) – ein schnelles Kartenspiel, bei dem die Spieler ihre Karten schneller als der Gegner ablegen müssen. Fördert Konzentration, Koordination und Schnelligkeit. Ein Punkt ist erzielt, wenn ein Spieler seine Karten losgeworden ist. Danach kann man das Spiel wieder neu aufbauen und die Spielzeit ist wahrscheinlich dann schon vorbei.

Halli Galli (2 Spieler) – Abwechselnd decken die Spieler Obstkarten auf. Wenn genau 5 gleiche Karten zu sehen sind, schlägt man so schnell wie möglich auf die Glocke in der Mitte. Weil das so schnell gehen kann, bekommt man hier einen Punkt, wenn man ein Best-of-three gewonnen hat. Also der Spieler, der zuerst 2-mal richtig die Glocke betätigt hat, bekommt einen Punkt, und dann beginnt ein neues Best-of-three, sodass man auch hier mehrmals pro Runde punkten kann.

4 gewinnt (2 Spieler) – Kennt auch fast jeder. Wichtig dabei ist, dass die Steine schnell ins „Spielfeld“ gebracht werden, damit man auch in der Rundenzeit einen Sieger hat.

Lucky Lachs (4–6 Spieler) – Dafür braucht man einen Extratisch, der etwas Abstand zur großen Tischreihe hat, weil man auch mal um den Tisch herumlaufen muss. Ein hektisches, schnelles und lautes Spiel, bei dem man seinen Kartenstapel schneller als die anderen loswerden muss. Macht richtig viel Spaß. Gepunktet hat der Spieler, der zuerst seine Karten los ist. Danach sortiert man die Karten wieder und die 90/120 Sekunden sind dann schon vorbei.

DoDeLiDo (4–6 Spieler) – Schnell die Situation erfassen (was liegt auf dem Tisch) und dann das Passende sagen (nix, Dodelido, ein Tier oder eine Farbe). Das ist DoDeLiDo. Es ist eigentlich nicht schwer, aber das Gehirn spielt einem immer wieder einen Streich und man sagt doch das Falsche. Hier gewinnt auch der Spieler, der zuerst keine Karten mehr hat. Da das aber wahrscheinlich in 90/120 Sekunden nicht passieren wird, gewinnt der Spieler, der am wenigsten Karten nach Ablauf der Spielzeit hat.

Wichtiger Hinweis:

Es gibt sicherlich noch weitere geeignete Spiele, die man für die Spielerallye nehmen kann. Einfach ausprobieren, aber vorher abklären, ob man in 90/120 Sekunden punkten kann. Viel Spaß.

  • Autor / Autorin: Martin Schott
  • © Deutscher EC-Verband
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