SternstundeSternstunde

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Einheit: Sternstunde

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 45-60 Min. (Vorbereitung: 15-30 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppe: Kinder (7-11 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: JUMAT
Benötigte Materialien: Tisch (oder Stuhl zum Draufsteigen), DIN-A3-Zettel, Wachsmalfarbe, Wasserfarbe (Schwarz mit Pinsel und Wasserglas), Blatt Papier (in Sterne geschnitten), Plätzchenformen (und -zutaten), Bibel
Bibelstelle: 1. Mose 15,1-19
1. Mose 15,1-15,19

15

Gott verheißt Abram einen Sohn und gewährt ihm den Bund

(vgl. Kap 17,1-27)

1Nach diesen Geschichten begab sich’s, dass zu Abram das Wort des Herrn kam in einer Erscheinung: Fürchte dich nicht, Abram! Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn. 2Abram sprach aber: Herr Herr, was willst du mir geben? Ich gehe dahin ohne Kinder und mein Knecht Eliëser von Damaskus wird mein Haus besitzen. 3Und Abram sprach: Mir hast du keine Nachkommen gegeben; und siehe, einer aus meinem Haus wird mein Erbe sein. 4Und siehe, der Herr sprach zu ihm: Er soll nicht dein Erbe sein, sondern der von deinem Leibe kommen wird, der soll dein Erbe sein. 5Und er hieß ihn hinausgehen und sprach: Sieh gen Himmel und zähle die Sterne; kannst du sie zählen? Und sprach zu ihm: So zahlreich sollen deine Nachkommen sein! 6Abram glaubte dem Herrn, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit.

7Und er sprach zu ihm: Ich bin der Herr, der dich aus Ur in Chaldäa geführt hat, auf dass ich dir dies Land zu besitzen gebe. 8Abram aber sprach: Herr Herr, woran soll ich merken, dass ich’s besitzen werde? 9Und er sprach zu ihm: Bringe mir eine dreijährige Kuh, eine dreijährige Ziege, einen dreijährigen Widder, eine Turteltaube und eine andere Taube. 10Und er brachte ihm dies alles und zerteilte es in der Mitte und legte je einen Teil dem andern gegenüber; aber die Vögel zerteilte er nicht. 11Und die Raubvögel stießen hernieder auf die Stücke, aber Abram scheuchte sie davon.

12Als nun die Sonne unterging, fiel ein tiefer Schlaf auf Abram, und siehe, Schrecken und große Finsternis überfiel ihn. 13Da sprach der Herr zu Abram: Das sollst du wissen, dass deine Nachkommen Fremdlinge sein werden in einem Lande, das nicht das ihre ist; und da wird man sie zu dienen zwingen und unterdrücken vierhundert Jahre. 14Aber ich will das Volk richten, dem sie dienen müssen. Danach werden sie ausziehen mit großem Gut. 15Und du sollst fahren zu deinen Vätern mit Frieden und in gutem Alter begraben werden. 16Sie aber sollen erst nach vier Menschenaltern wieder hierher kommen; denn die Missetat der Amoriter ist noch nicht voll.

17Als nun die Sonne untergegangen und es finster geworden war, siehe, da war ein rauchender Ofen, und eine brennende Fackel fuhr zwischen den Stücken hin. 18An dem Tage schloss der Herr einen Bund mit Abram und sprach: Deinen Nachkommen gebe ich dies Land von dem Strom Ägyptens an bis an den großen Strom, den Euphrat: 19die Keniter, die Kenasiter, die Kadmoniter,

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Die Geschichte von der Verheißung Gottes an Abraham wird gezeichnet und anschaulich erzählt. Die Kinder lernen dab, dass Gott auch ihren Lebensweg begleiten will.


Vorschau:

Hinführung

Idee 1: Gesprächsrunde

Wann wurde euch schon einmal etwas versprochen (z. B. von den Eltern oder von den Lehrern)? Wurde das Versprechen erfüllt? Wie lange musstet ihr da­rauf warten? Wurdet ihr auch schon mal enttäuscht?

Idee 2: Vertrauensspiele

Fallen lassen

Wenn ihr eine größere Kindergruppe und zwei starke Mitarbeiter habt, wählt ein mutiges Kind aus, das auf einen Stuhl oder einen Tisch steigt. Die übrigen Kinder und Mitarbeiter stellen sich in zwei Reihen auf und halten sich an den Armen fest (die Mitarbeiter am besten am Ende der Schlange). Das Kind kann sich rückwärts in die Arme der Gruppe fallen lassen und wird aufgefangen.

Verkündigung
Zeichnen der Geschichte
Auf einem weißen A3-Blatt malt ihr auf der oberen Hälfte (Hochformat) mit einem weißen Wachsmalstift ganz viele kleine Punkte oder Sterne. Sie sind auf dem ersten Blick nicht erkennbar. Den Rest der Geschichte erzählt ihr mit farbigen Wachsmalstiften. Haltet einen Becher mit Wasser, einen Pinsel und schwarze Wasserfarbe bereit.

Das ist Abram. Er ist etwa 85 Jahre alt und seit knapp zehn Jahren unterwegs. Er hat nämlich einen Auftrag bekommen. Er soll seine Heimat verlassen und ins verheißene Land, nach Kanaan, ziehen. Dieser Auftrag kam direkt von Gott. Über 2000 km ist er inzwischen unterwegs gewesen und hat einiges erlebt. Sogar in den Krieg ist er gezogen.
Gott hatte Abram versprochen, dass seine Nachkommen das ganze Land in Besitz nehmen werden. Da gab es nur ein Problem: Abram hatte keine Kinder und seine Frau Sarai konnte keine Kinder bekommen. Wie sollte Gott das also möglich machen? Deswegen war Abram traurig und konnte nicht so richtig an Gottes Versprechen glauben. So setzte er einen Diener als seinen Erben ein, der Abrams Besitz einmal bekommen würde.

Aber Gott hatte einen anderen Plan. Er sprach zu Abram: Mein Versprechen gilt! Nicht dein Diener, sondern dein eigener Sohn wird deinen Besitz bekommen. Weil Abram es irgendwie immer noch nicht glauben konnte, sagte Gott: „Komm aus deinem Zelt und schau in den Nachthimmel. Wie viele Sterne siehst du? Kannst du sie zählen? So viele Nachkommen wirst du einmal haben!“

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  • Autor / Autorin: Tanja Krüger
  • Autor / Autorin: Daniel Grosche
  • © Deutscher EC-Verband

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