The Chosen – Folge 6 „Wundersame Erhellung“

Einheit | Bibelarbeit
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The Chosen – Folge 6 „Wundersame Erhellung“

Enthalten in:
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Konfis, Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Verband: Deutscher EC-Verband
Redaktion: TEC:
Zeitbedarf: 60-120 Min. (Vorbereitung: 30-90 Min.)
Bibelstelle: Lukas 5,17-5,26 anzeigen
Bibelstelle
Lukas 5,17-5,26

Jesus vergibt Sünden und heilt

Matthäus 9,1-8; Markus 2,1-12

17Einmal in diesen Tagen, als Jesus lehrte,

saßen unter den Zuhörern

auch Pharisäer und Schriftgelehrte.

Aus allen Dörfern in Galiläa und Judäa

und auch aus Jerusalem waren sie gekommen.

Die Kraft des Herrn war mit Jesus,

sodass er Kranke heilte.

18Da brachten Männer einen Gelähmten

auf einer Trage herbei.

Sie wollten ihn in das Haus bringen

und vor Jesus niederlegen.

19Aber wegen der Volksmenge

fanden sie keine Möglichkeit, ihn hineinzutragen.

Deshalb stiegen sie auf das Dach

und deckten einige Ziegel ab.

Dann ließen sie den Gelähmten auf der Trage hinunter –

mitten in den Raum, genau vor Jesus.

20Jesus sah, wie groß ihr Glaube war, und sagte:

»Du Mensch, deine Sünden sind dir vergeben.«

21Da überlegten die Schriftgelehrten und Pharisäer:

»Wer ist das eigentlich?

Was er da sagt, ist Gotteslästerung!

Nur Gott allein kann Sünden vergeben.«

22Doch Jesus wusste, was sie dachten.

Er sagte zu ihnen: »Warum habt ihr solche Gedanken?

23Was ist einfacher?

Zu sagen: ›Deine Sünden sind dir vergeben‹,

oder ›Steh auf und geh umher‹?

24Aber ihr sollt sehen, dass der Menschensohn

von Gott Vollmacht bekommen hat.

So kann er hier auf der Erde

den Menschen ihre Sünden vergeben.«

Deshalb sagte er zu dem Gelähmten:

»Ich sage dir: Steh auf,

nimm deine Trage und geh nach Hause.«

25Sofort stand er auf – vor ihren Augen.

Er nahm seine Trage, auf der er gelegen hatte,

und ging nach Hause. Dabei lobte er Gott.

26Alle Anwesenden gerieten außer sich.

Auch sie lobten Gott.

Furcht erfüllte sie, und sie sagten:

»Was für unglaubliche Dinge haben wir heute gesehen!«

BasisBibel 2012/2020, © Deutsche Bibelgesellschaft

Benötigte Materialien: Flasche(n), Obstspieße
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Im Folgenden beschreiben wir Bausteine, die ihr für eure Gruppenstunde nutzen könnt, um die 6. Folge der 1. Serienstaffel Chosen zu vertiefen und gemeinsam aufzugreifen.

Spiel

Jesus wollte nicht, dass der Aussätzige von der Heilung spricht. Dennoch war dieses und die weiteren Wunder nicht aufzuhalten. Um zu verdeutlichen was passiert, spielt folgendes Spiel, das leicht abgewandelt wurde:

Per Zufall wird einem Mitspieler die Rolle des Lichts zugelost. Dieser darf sich nicht zu erkennen geben und mischt sich unter die anderen Mitspieler. Auf ein Zeichen hin wird der Raum verdunkelt und alle Mitspieler laufen frei im Raum herum. Treffen zwei Mitspieler aufeinander, schütteln sie die Hände und wünschen sich eine „Gute Nacht“. Nur das Licht bleibt stumm und sagt kein Wort. Trifft ein Mitspieler auf das Licht, wird dieser ebenfalls zum Licht. Irgendwann ist die ganze Gruppe erhellt.

Gespräch/Fragen

Erste Fragen für direkte Eindrücke:

  • Was hat dich berührt?
  • Was hat dich geärgert?
  • Was kannst du nicht begreifen?

Vertiefende Fragen für ein Gespräch:

  • Jesus heilt einen Aussätzigen. Anerkennung dafür will er nicht. Warum will Jesus nicht, dass er von dem Wunder erzählt?
  • Jesus lässt sich von niemandem in die Karten schauen. Schalte mal aus, was du alles weißt. Was hat Jesus vor?
  • Simon ist verbissen und will Jesus beschützen. Warum glaubt Simon, dass er für Jesus kämpfen muss?
  • Jesus erklärt das Gleichnis und zeigt auf, dass die Wachen immer bereit sind. Wie können wir stets bereit sein, für den Moment, wo Jesus wiederkommt?
  • Die Pharisäer grenzen sich ab! Was macht den Pharisäern Angst?
  • Die Pharisäer einigen sich der Bibel zu folgen und gleichzeitig auf Gottes Wirken aufmerksam zu sein? Was begegnet dir so alles in deinem Alltag, was vielleicht göttlich ist?
  • Welches Wunder würdest du dir wünschen, das Jesus für dich tut?
  • Die Kinder und der Zolleinnehmer sitzen auf dem Dach und wollen auch zuhören. Was fasziniert dich an Jesus?
  • Wo kannst du in deinem Leben Leute zu Jesus bringen?
  • Wo hast du dich verirrt wie der Zolleinnehmer und stehst völlig neben dir?

Zeugnisandacht

Ich habe oft das Gefühl gehabt, ich muss auch so toll wie die aus meinem Teenkreis von Jesus erzählen können und Menschen damit einfach konfrontieren und sie auf ihren Glauben ansprechen. Doch dazu fehlte mir immer der Mut. Ich wäre gerne so mutig gewesen wie die Freunde in dieser Geschichte. Vielleicht ist es nicht mein Ding. Vielleicht ist es aber auch nur eine Ausrede.

Doch vielleicht kennt ihr so Situationen, in denen man einen Gedanken im Kopf hat. Ich erinnere mich an eine Situation, wo ich einen Jugendlichen fragen wollte: Wie sieht es eigentlich mit deinem Glauben aus? Ich war mir nicht sicher, wo er steht. Doch gefragt habe ich nicht. Später habe ich es bereut, nicht gefragt zu haben. Bis heute weiß ich es nicht. Er hat sich aber leider eher von dem Glauben entfernt, glaube ich zumindest. Eine Frage, die evtl. für jemanden das ganze Leben verändern kann? Ich möchte keinen Druck aufbauen, aber wir bekommen ja nicht ohne Grund so Gedanken in den Kopf und werden nicht ohne Grund in eine Situation geschmissen. Ich glaube, Gott mutet uns so Situationen zu, weil er uns das zutraut. Er möchte, dass du sein Träger bist. Im Idealfall ist man nicht allein, so wie ihr und die Freunde.

Ich kenne euch nicht, aber es gibt immer jemanden, der hat eher die große Klappe und manchmal nix dahinter. Und doch ist es vielleicht sein Job, die anderen Jungs zusammenzurufen, um ihren Freund zu tragen. Anderen muss man eher sagen, was sie machen sollen und dann merken sie, hey, das geht. Ich bekomme es hin. Wir schaffen das. Nach dem Motto „Einer für alle und alle für einen“ haben die Freunde es hinbekommen. Und dann war die Hütte so voll, dass sie keinen Platz mehr gefunden haben. Der ideale Moment für alle zu kneifen und den Rückzieher zu machen. Ich erwische mich, dass ich quasi Ausschau halte nach so Momenten. Doch die Freunde müssen kreativ werden und nehmen die Herausforderung an. Sie glauben, dass Jesus ihrem Freund guttun wird und dass sie ihren Teil dazu beitragen können. Jetzt und nicht morgen oder übermorgen. Jetzt. Mich fasziniert das. Ihre Entschlossenheit, ihre Kreativität, ihr Mut.

Was bist du für ein Typ „Von Jesus Erzähler und Einlader“?

  1. Bist du der Spot? Du hast kein Problem damit, offen und fröhlich die Leute einzuladen oder ihnen selber von Jesus zu erzählen? Du strahlst die Leute gerne mit dem an, was für dich das Beste auf der ganzen Welt ist!
  2. Evtl. ist dir der Spot zu hell und zu heftig. Das bist nicht du. Du bist eher eine Fahrradlampe mit Dynamo. Du kannst super gut Licht sein mitten im Leben und du bekommst so immer wieder Möglichkeiten, mit anderen im Alltag über so Themen zu quatschen mitten bei den Kickern. Aber du musst erst mal so richtig in Tritt kommen, damit es bei dir langsam anläuft.
  3. Und vielleicht bist du eher eine klapprige Stehlampe, du stellst dein Licht unter den Scheffel und hältst nicht so große Stücke von dir. Du lebst gerne im gedimmten Zustand. Hast aber durchaus die Möglichkeiten, einen ganzen Raum zu erhellen.
  4. Bei anderen ist es vielleicht eher so, dass du der gemütliche Typ bist. Nicht faul, sondern eher intensive Begegnungen in einem geschützten Rahmen brauchen. Nur du und der andere, eine ganz besondere Atmosphäre. Du gleichst eher einer gemütlichen Lichterkette am Weihnachtsbaum.

Egal zu welchem Typ du dich zählst. Hier im Text steht: „Einige Männer brachten einen Mann auf einem Bett.“ – Da steht keine besondere Qualifikation. Sie waren keine Theologen. Sie konnten vielleicht nicht lesen und schreiben. Aber sie konnten einen Menschen zu Jesus bringen. Wen bringst du zu Jesus? Jesus traut dir das zu, dass du ein Träger für andere wirst. Ich möchte dich herausfordern, über deinen Schatten zu springen und dich von Jesus als Träger gebrauchen zu lassen. Schalte dein Licht an und lebe es, erzähle davon und gebe es weiter!

Amen

Blick in die Bibel

Lest gemeinsam Lukas 5, 17-26 „Die vier Freunde“

Ihr könnt die folgenden Fragen nutzen und sie euch gegenseitig beantworten. Dazu benötigt ihr einen Sitzkreis und eine freie Fläche in der Mitte. Die nächste Frage wird vorgelesen und dann wird eine Flasche in der Mitte gedreht. Wie beim Flaschendrehen beantwortet derjenige spontan die Frage, auf den der Flaschenkopf zeigt.

Kann er sie nicht beantworten (was kein Problem ist), ist sein Gegenüber an der Reihe. Wenn der auch keine Ahnung hat, ist die gesamte Gruppe dran und versucht gemeinsam die Frage zu klären.

  1. Warum waren die so überzeugt, dass Jesus helfen kann?
  2. Warum haben die nicht einfach gewartet, bis Jesus fertig war mit Predigen und aus dem Haus rauskam?
  3. „… stiegen sie auf das Dach und ließen ihn durch die Ziegel hinunter mit dem Bett“ – Wie können die mit einem Bett auf das Dach steigen?
  4. „Mit dem Bett mitten unter sie“ – ich denke, das Haus ist voll. Wie passt da ein ganzes Bett rein?
  5. „… als er ihren Glauben sah“ – Wie können die Freunde FÜR ihren Freund glauben? Können wir FÜR andere glauben?
  6. „Dir sind deine Sünden vergeben“ – Warum vergibt Jesus Schuld, obwohl dem Mann doch offensichtlich was anderes fehlt?
  7. Warum ist es Gotteslästerung, was Jesus macht?
  8. Kann Jesus Gedanken lesen?
  9. Hätte Jesus ihn auch geheilt, wenn die Pharisäer und Sadduzäer nicht gesagt hätten: Das ist Gotteslästerung?
  10. Was ist der Menschensohn?
  11. Warum heilt Jesus heute nicht mehr?
  12. Warum hat der Gelähmte sich nicht bedankt?
  13. Warum lobt er Gott? Es war doch Jesus, der ihn gesund gemacht hat.
  14. Wie kann der allein sein Bett tragen?
  15. Haben die Freunde das Dach wieder repariert?
  16. Die sind alle entsetzt und haben Angst und loben Gott – Was machen die dann?

Challenge für den Alltag

Option 1:

Wo willst du „Licht sein“ und jemanden auf deine Art zu Jesus bringen? Schreibe dir konkret einen Namen auf.

Option 2:

Gehe morgen mit offenen Augen durch dein Leben. Achte darauf, wo Jesus in deinem Leben wirkt! Schreibe dir auf, wo Gott in deinem Leben wirkt!

Zusatz: Wenn du magst, wiederhole es in einer Woche noch mal! Notiere dir einen Reminder in deinem Handy.

Essen

Passende Snacks für diese Einheit sind Oliven oder Trauben. Der Römer bietet dem Zolleinnehmer Oliven an und die Kinder essen mit ihm Trauben auf dem Dach.

Wenn du besonders viel Liebe investieren möchtest, kannst du auch Obst- und Gemüsesticks machen. Die sehen sehr einladend aus und sind ein prima Fingerfood für zwischendurch.

  • Autor / Autorin: Ingo Müller
  • © Deutscher EC-Verband
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