Total verrückt! Oder?

Einheit | Andacht
Einheit | Andacht

Total verrückt! Oder?

Materialart: Andacht
Zielgruppe: Jugendliche
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Verband: buch+musik, ejw-service gmbh
Redaktion: der Steigbügel
Zeitbedarf: 10 Min. (Vorbereitung: - Min.)
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Eine Andachtsreihe zu Menschen, die sich trauten auf Gott zu vertrauen

Alle diese Menschen haben anders gehandelt, als die meisten um sie herum das getan hätten oder als wir das tun würden. Warum?
Weil diese Leute wirklich verrückt waren – verrückt im wahrsten Sinne des Wortes: ver-rückt.
Es hatte sich in ihrem Leben etwas verschoben – ver-rückt.

Ihre Einstellung hatte sich verschoben. Sie glaubten nicht mehr nur das, was sie sahen. Sie trauten dem unsichtbaren Gott – aus ganz unterschiedlichen Gründen – plötzlich mehr zu, als sich selber. Das hat ihr Denken geprägt – hat sie anders handeln lassen als andere Menschen.

Die Leute? Die Leute standen kopfschüttelnd da, sagten: also wirklich… haben die noch alle Tassen im Schrank?
Oh ja, sie hatten! Sie wussten mehr, als die anderen – sie wussten, dass es Gott gibt. Deswegen haben sie anders gehandelt, als die Norm es vorgab. Weil sie wussten: da ist ein Gott, der entspricht keiner Norm. Dessen Möglichkeiten sprengen alle Normen, alle Maßstäbe. Der handelt ganz anders, als es normalerweise zu erwarten wäre…

Würde Gott der Norm entsprechen – er hätte uns längst abgeschrieben. Würde Gott nach menschlicher Vernunft handeln – er hätte sich längst von uns abgewandt.

Aber Gott hält sich nicht an unsere Norm. Im Gegenteil – er ist der Ver-rückteste von allen.
Er hat den Himmel verlassen und ist Mensch geworden, um uns von allem frei zu machen, was wir Schräges getan und was andere uns angetan haben.

Das ist enorm – aber nicht die Norm. Gott hat alles verrückt – um für uns alles gerade zu biegen.

Genial verrückt – oder?

Gott hat einen Weg

Eine Andacht zu Mose
Bibeltext: 2. Mose 14

Er muss ein eigenartiges Bild abgegeben haben, wie er da so stand. Ein einzelner Mann inmitten eines nervös dreinschauenden Volkes, das sich immer wieder umsah, ob die Verfolger schon in Sicht kamen. Mose auf der Flucht aus Ägypten. Er stand am Roten Meer und es war, als stünde er und das Volk Israel wie mit dem Rücken zur Wand. Sie waren aus Ägypten geflohen. Und nun saßen sie in der Falle, in einer Sackgasse. Sie konnten nicht mehr vor und nicht mehr zurück.

Hinter ihnen kamen die ägyptischen Streitwagen, die ihnen nachjagten. Das wussten sie. Vor ihnen lag ein nicht zu überwindendes Hindernis: das Meer. Und in ihm, in Mose, war diese Stimme, die Stimme Gottes, als wenn Gott sagen würde: „Tu es… es mag sich verrückt anhören aber: tu es: Halte deine Arme über das Meer – und es wird sich teilen.“

Ich frage mich: Was hätte ich gemacht an seiner Stelle? So wie ich mich kenne… mir wäre durch den Kopf geschossen: das ist doch verrückt – seit Menschen Gedenken hat sich noch nie ein Meer geteilt, weil jemand seine Hand gehoben hat – so ein Unsinn. Seit Menschen Gedenken – aber Gottes Möglichkeiten sind anders. Seine Möglichkeiten sind ver-rückt. Er spielt in einer anderen Liga.

Was eigentlich traue ich Gott zu? Kann er nur, was ich mir vorstellen kann? Dann bin ich am Ende, wenn ich selber nicht mehr weiß, wie es jetzt weiter gehen soll. Aber Gott ist nicht am Ende, wenn ich keinen Ausweg mehr sehe. Er hat einen Weg für dich und für mich, selbst wenn wir uns in unserer Fantasie nicht mal mehr ausmalen können, wie der Weg denn jetzt noch aussehen sollte, Gott hat einen Weg, einen gangbaren. Immer!

Und Mose hebt seine Arme und das Unglaubliche geschieht. Ein Wind kommt auf, ein Sturm, das Meer teilt sich, sie ziehen hindurch, kommen trockenen Fußes auf die andere Seite – das Meer schließt sich hinter ihnen – gerettet!
Total verrückt: Gott hat einen Weg – immer!

Den Hauptgewinn – für eine Ewigkeit

Andacht zum Gleichnis von der kostbaren Perle
Bibeltext: Matthäus 13, 45+46

Die Leute, die um Jesus herumstehen und hören, was er gerade erzählt hat, schütteln verständnislos die Köpfe. Nein – also wirklich – wer würde das tun? Alles verkaufen, um eine einzige Perle zu erwerben. Alles: Haus, Hof, Viehzeugs, Kühlschrank samt Inhalt, Klamotten, Stereoanlage, mp3 Player, alles… Alles heißt alles. Das ist doch bescheuert – oder?
Perlenexperte hin oder her – der Mann muss einen an der Schüssel haben, wenn er wirklich alles verkauft, nur… um etwas zu erwerben, was er nachher gar nicht weiterverkaufen kann, weil er es ja gar nicht weiterverkaufen will … denn dann wäre er das wertvolle Stück ja wieder los. Also irgendwie, das muss ein schlechter Kaufmann sein, der so handelt. Wirklich Jesus – das ist eine schräge Geschichte!
Und so soll das mit dem Reich Gottes sein? So wie mit einem Kaufmann, der alles verkauft, was er hat, nur um eine einzige Perle zu kaufen? Also wirklich… ist der Preis, den er für sie bezahlt nicht zu hoch?
Jesus sieht die Leute an, die um ihn herumstehen. Er sagt kein Wort, aber sein Blick verrät es eindeutig. Nein, kein Preis ist zu hoch. Selbst der, der alles dran gibt wird auf seine Kosten kommen. So ist das mit dem Reich Gottes: wer es hat, der hat einen unglaublichen Schatz in der Hand.
So ist das mit Gott. Wer ihn zum Freund hat, der hat das ganz große Los gezogen. Den Hauptgewinn – für eine Ewigkeit.

Auf Jesus ist Verlass

Eine Andacht zum Sinkenden Petrus
Bibeltext: Matthäus 14, 22-33

Wenn ihr mich fragt: Ich glaube, sie haben versucht ihn zurückzuhalten. Ich glaube, sie haben versucht ihn festzuhalten, weil sie dachten, Petrus sei nun endgültig übergeschnappt – völlig verrückt geworden. Warum sonst setzt sich jemand in einem kleinen Ruderboot auf die Boots-kante und macht alle Anstalten, jetzt hier mal eben aussteigen zu wollen, mitten auf dem See, mitten in einem Sturm. Die Wellen waren meterhoch. Sie hatten Wasser an Bord ohne Ende und vor zwei Minuten war ihnen beinahe das Herz stehen geblieben, weil sie meinten, nun auch noch Gespenster zu sehen, als Jesus ihnen über das Wasser entgegen gelaufen kam … Und jetzt wollte Petrus, dieser verrückte Kerl, auch noch aussteigen und brachte mit jeder weiteren Bewegung das ganze Boot in noch größere Schwierigkeiten. Natürlich haben sie versucht ihn aufzuhalten.
Und Petrus? Der sitzt auf der Bootskante und sieht zu Jesus hinüber. Das Boot geht hoch und nieder … ein kurzer Wortwechsel und Jesus gibt ihm zu verstehen: „Komm! Komm Petrus – wag es!“
Und tatsächlich: Petrus stößt sich ab, seine Füße berühren das Wasser und … er steht, das Wasser trägt ihn! Er geht sogar einige Schritte auf Jesus zu, bis es ihm durch den Kopf schießt, wie verrückt das ist, was er da gerade macht. Und er beginnt zu sinken – ein Schrei – Herr hilf mir – und Jesus ist da, hält ihn fest und zieht ihn raus. Sie klettern ins Boot, der Sturm legt sich … alle atmen durch.
Was für eine verrückte Geschichte! Aber eine die es in sich hat. Denn manchmal, manchmal kann man nicht auf das hören, was andere sagen. Manchmal kommt es darauf an, dass du deinen eigenen Weg gehst. Dass du selber rausbekommst, wer Jesus ist und wie er ist. Petrus hat das getan.
Nach dieser Geschichte war für ihn klar: Egal wie sehr es in meinem Leben drunter und drüber geht – auf Jesus kann ich mich verlassen. Er ist da, wenn ich den Boden unter den Füßen verliere. Jesus lässt mich nicht hängen, wenn’s drauf ankommt – und wenn er übers Wasser gehen muss dafür. Verrückt! Aber wahr!

„Ich werde nicht aufhören, von Jesus zu reden“

Eine Andacht zu Paulus
Bibeltext: Apostelgeschichte 14, 19+20

Der Mann lag da wie tot. Seine Kleider waren zerschunden, schmutzig vom Staub der Steine, die auf ihn niedergeprasselt waren. Sie hatten ihn gesteinigt: ihn, den reisenden Apostel, Paulus. Das Blatt hatte sich in wenigen Stunden gedreht. Zuerst hatten sie ihn hier in Lystra noch bejubelt, hatten gesagt, er, Paulus, müsse so was, wie ein griechischer Gott sein. Paulus hat die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen.
Er wollte kein Gott sein. Er wollte, dass sie anfangen an den einen, den einzigen Gott zu glauben: an den Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat und in Jesus Mensch geworden ist. Er wollte, dass sie an den glauben! Und ehrlich, sie waren nicht abgeneigt … bis … tja, bis einige Aufwiegler aus einer anderen Stadt kamen und das Volk gegen ihn aufgebracht hatten.

Die Stimmung hatte sich schlagartig gedreht. Dann flogen die ersten Steine und als sie glaubten er sei tot, haben sie ihn zur Stadt hinaus geschleift und liegen lassen, wie Abfall, den keiner mehr braucht. Aber Paulus war nicht tot. Als seine Freunde ihn fanden hat er sich aufgerappelt. Es müssen ihm alle Knochen im Leib wehgetan haben, von den offenen Wunden ganz zu schweigen. Jeder normal denkende Mensch wäre in dieser Situation geflohen, hätte sich aus dem Staub ge-macht, froh noch am Leben zu sein, und was macht Paulus? Dieser Verrückte dreht sich um und geht in die Stadt zurück, wo man ihn gerade gesteinigt hatte. Geht’s noch? Ist der noch ganz bei Verstand? Ja! Ja, ich glaube, das hat er ganz bewusst gemacht.
Er wollte nicht klein beigeben. So sicher war er sich, dass er Recht hatte. Er wollte nicht, dass die Leute sagen: „So, dem haben wir es gezeigt, der redet nicht mehr von diesem Jesus.“ Er wollte zeigen: „Ihr könnt machen was ihr wollt, ich werde nicht aufhören von Jesus zu reden, weil ich weiß: er ist der Mensch gewordene Gott.“
Er allein und sonst keiner. Davor kann man nicht davonlaufen – und wenn ihr noch mal anfangt Steine zu werfen, ich werde es nicht zurücknehmen: Jesus ist der Sohn Gottes.

  • Autor / Autorin: Dieter Braun, Altdorf
  • © buch+musik, ejw-service gmbh
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