Trost(los)?! / Wie Gott unser Denken sprengt – immer wieder!Trost(los)?! / Wie Gott unser Denken sprengt – immer wieder!

Einheit: Trost(los)?! / Wie Gott unser Denken sprengt – immer wieder!

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 15-25 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigte Materialien: 1 Laptop, 1 Lautsprecher, 1 Koffer, Gegenstände (für das Spiel "Kofferpacken"), Zettel, Stift(e), Bibel(n)
Bibelstelle: Jesaja 66,1-66,14
Jesaja 66,1-66,14

66

Falscher Gottesdienst

1So spricht der Herr: Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße! Was ist denn das für ein Haus, das ihr mir bauen könntet, oder welches ist die Stätte, da ich ruhen sollte? 2Meine Hand hat alles gemacht, was da ist, spricht der Herr. Ich sehe aber auf den Elenden und auf den, der zerbrochenen Geistes ist und der erzittert vor meinem Wort.

3Wer einen Stier schlachtet, gleicht dem, der einen Mann erschlägt; wer ein Schaf opfert, gleicht dem, der einem Hund das Genick bricht; wer ein Speisopfer bringt, gleicht dem, der Schweineblut spendet; wer Weihrauch anzündet, gleicht dem, der Götzen verehrt: Wahrlich, wie sie Lust haben an ihren eigenen Wegen und ihre Seele Gefallen hat an ihren Gräueln, 4so will auch ich Lust daran haben, dass ich ihnen wehe tue, und ich will über sie kommen lassen, wovor ihnen graut. Denn ich rief und niemand antwortete, ich redete und sie hörten nicht und taten, was mir nicht gefiel, und hatten ihre Lust an dem, woran ich kein Wohlgefallen hatte.

Heil und Gericht

5Hört des Herrn Wort, die ihr erzittert vor seinem Wort: Es sprechen eure Brüder, die euch hassen und verstoßen um meines Namens willen: »Lasst doch den Herrn sich verherrlichen, dass wir eure Freude mit ansehen«, – doch sie sollen zuschanden werden. 6Horch, Lärm aus der Stadt! Horch, vom Tempel her! Horch, der Herr vergilt seinen Feinden!

7Ehe sie Wehen bekommt, hat sie geboren; ehe sie in Kindsnöte kommt, hat sie einen Knaben geboren. 8Wer hat solches je gehört? Wer hat solches je gesehen? Ward ein Land an einem Tage geboren? Ist ein Volk auf einmal zur Welt gekommen? Kaum in Wehen, hat Zion schon ihre Kinder geboren. 9Sollte ich das Kind den Mutterschoß durchbrechen und nicht auch geboren werden lassen?, spricht der Herr. Sollte ich, der gebären lässt, den Schoß verschließen?, spricht dein Gott. 10Freuet euch mit Jerusalem und seid fröhlich über die Stadt, alle, die ihr sie lieb habt! Freuet euch mit ihr, alle, die ihr über sie traurig gewesen seid. 11Denn nun dürft ihr saugen und euch satt trinken an den Brüsten ihres Trostes; denn nun dürft ihr reichlich trinken und euch erfreuen an ihrer vollen Mutterbrust. 12Denn so spricht der Herr: Siehe, ich breite aus bei ihr den Frieden wie einen Strom und den Reichtum der Völker wie einen überströmenden Bach. Da werdet ihr saugen, auf dem Arm wird man euch tragen und auf den Knien euch liebkosen. 13Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet; ja, ihr sollt an Jerusalem getröstet werden. 14Ihr werdet’s sehen und euer Herz wird sich freuen, und euer Gebein soll grünen wie Gras. Dann wird man erkennen die Hand des Herrn an seinen Knechten und den Zorn an seinen Feinden.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Wir dürfen Gottes liebevolle Seite kennenlernen, die größer ist als all unser Denken und Vorstellungsvermögen – bei ihm kommt alles zusammen. Trost, Hoffnung und Liebe.


Vorschau:

1. Vorbemerkungen

Das Bild von Gott als „Mutter“ wirkt oft befremdlich. Ist Gott nicht der liebende Vater? Jesus, der Sohn? Und der Heilige Geist? Ja. Dennoch wird Gottes Handeln auch mit dem einer Mutter verglichen. Gott werden auch weibliche Züge zugeteilt. Gott ist nicht wie wir Menschen (Mann oder Frau), sondern wir sind nach seinem Ebenbild geformt (Mann und Frau).

2. Zielgedanke

Gottes liebevolle Seite kennenlernen – Gott ist nicht Mann oder Frau, stark oder schwach, mächtig oder liebevoll! Er ist größer – bei ihm kommt alles zusammen!

3. Einführung inkl. Erklärungen

V.13: Gott hat das Leid gesehen und er leidet mit. Er spricht Recht und kümmert sich um seine Kinder. Für die schweren Zeiten schenkt er Trost – wie eine Mutter ihr Kind tröstet! Ihm ist es nicht egal, wie es uns geht, sondern es ist seine Herzensangelegenheit, seine verletzten Kinder zu trösten und sie gesund zu pflegen. Gott ist mächtig und heilig – aber auch sanft und nahbar!

...
  • Autor / Autorin: Barbara Lhotzky
  • © Deutscher EC-Verband