„… und fĂŒhre uns nicht in Versuchung“„… und fĂŒhre uns nicht in Versuchung“

Einheit: „… und fĂŒhre uns nicht in Versuchung“

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 45-90 Min. (Vorbereitung: 15-20 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiet: Freizeiten
Redaktion: echt.
Benötigtes Material: Artikel aus der Klatschpresse
Bibelstelle: 1. Mose 39,1-39,23
1. Mose 39,1-39,23

39

Josef in Potifars Haus

1Josef wurde hinab nach Ägypten gefĂŒhrt, und Potifar, ein Ägypter, der KĂ€mmerer des Pharao und Oberste der Leibwache, kaufte ihn von den Ismaelitern, die ihn hinabgebracht hatten. 2Und der Herr war mit Josef, sodass er ein Mann wurde, dem alles glĂŒckte. Und er war in seines Herrn, des Ägypters, Hause.

3Und sein Herr sah, dass der Herr mit ihm war; und alles, was er tat, ließ der Herr in seiner Hand glĂŒcken, 4sodass er Gnade fand in seinen Augen und sein Diener wurde. Er setzte ihn ĂŒber sein Haus; und alles, was er hatte, gab er in seine HĂ€nde. 5Und von der Zeit an, da er ihn ĂŒber sein Haus und alle seine GĂŒter gesetzt hatte, segnete der Herr des Ägypters Haus um Josefs willen, und es war lauter Segen des Herrn in allem, was er hatte, zu Hause und auf dem Felde. 6Darum ließ er alles in Josefs HĂ€nden, was er hatte, und kĂŒmmerte sich selbst um nichts außer um das, was er aß und trank. Und Josef war schön an Gestalt und hĂŒbsch von Angesicht.

7Und es begab sich danach, dass seines Herrn Frau ihre Augen auf Josef warf und sprach: Schlafe bei mir! 8Er weigerte sich aber und sprach zur Frau seines Herrn: Siehe, mein Herr kĂŒmmert sich selbst um nichts, was im Hause ist, und alles, was er hat, das hat er in meine HĂ€nde gegeben; 9er ist in diesem Hause nicht grĂ¶ĂŸer als ich, und er hat mir nichts vorenthalten außer dir, weil du seine Frau bist. Wie sollte ich denn nun ein solch großes Übel tun und gegen Gott sĂŒndigen? 10Und sie bedrĂ€ngte Josef mit solchen Worten tĂ€glich. Aber er gehorchte ihr nicht, dass er bei ihr schlief und bei ihr wĂ€re. 11Es begab sich an einem dieser Tage, dass Josef in das Haus ging, seine Arbeit zu tun, und kein Mensch vom Gesinde des Hauses war dabei. 12Und sie erwischte ihn bei seinem Kleid und sprach: Schlafe bei mir! Aber er ließ das Kleid in ihrer Hand und floh und lief zum Hause hinaus. 13Als sie nun sah, dass er sein Kleid in ihrer Hand ließ und hinaus entfloh, 14rief sie das Gesinde ihres Hauses und sprach zu ihnen: Seht, er hat uns den hebrĂ€ischen Mann hergebracht, dass der seinen Mutwillen mit uns treibe. Er kam zu mir herein und wollte bei mir schlafen; aber ich rief mit lauter Stimme. 15Und als er hörte, dass ich ein Geschrei machte und rief, da ließ er sein Kleid bei mir und floh und lief hinaus. 16Und sie legte sein Kleid neben sich, bis sein Herr heimkam, 17und sagte zu ihm ebendieselben Worte und sprach: Der hebrĂ€ische Knecht, den du uns hergebracht hast, kam zu mir herein und wollte seinen Mutwillen mit mir treiben. 18Als ich aber ein Geschrei machte und rief, da ließ er sein Kleid bei mir und floh hinaus.

Josef im GefÀngnis

19Als sein Herr die Worte seiner Frau hörte, die sie ihm sagte und sprach: So hat dein Knecht an mir getan, wurde er sehr zornig. 20Da nahm ihn Josefs Herr und warf ihn ins GefĂ€ngnis, in dem des Königs Gefangene waren. Und er blieb allda im GefĂ€ngnis. 21Aber der Herr war mit Josef und neigte ihm die Herzen zu und schenkte ihm die Gunst des Amtmanns ĂŒber das GefĂ€ngnis, 22sodass der ihm alle Gefangenen im GefĂ€ngnis in seine Hand gab, und alles, was dort zu tun war, geschah durch ihn. 23Der Amtmann ĂŒber das GefĂ€ngnis kĂŒmmerte sich um nichts; denn der Herr war mit Josef, und was er tat, dazu gab der Herr GlĂŒck.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Versuchungen begegnen uns immer wieder und nicht immer können wir ihr widerstehen. Steffi Pfalzer und Gloria Peters beschreiben, wie Junge Erwachsene sich Versuchungen bewusst machen können und erklÀren, was die Bibel dazu sagt.


Vorschau:

Josef ist der elfte Sohn Jakobs und der Lieblingssohn des Vaters. Seine BrĂŒder sind neidisch und verkaufen ihn an HĂ€ndler, die ihn nach Ägypten bringen. Hier wird er von Potifar erworben, der ihn auch gleich in seine Dienste nimmt. Im Hause des Potifar lĂ€sst JAHWE ihm alles gelingen. Der Gottesname JAHWE wird fĂŒnfmal erwĂ€hnt. Josefs Erfolg ist allein Gott zu verdanken.

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2. Bedeutung fĂŒr heute

„… und fĂŒhre uns nicht in Versuchung“, so heißt es so schön in einer Bitte des Vaterunsers. Doch was machen wir, wenn die Versuchung schon da ist und wir uns bereits mittendrin befinden? Josef war sich bewusst, dass er sich gleich gegen zwei Herren stellen wĂŒrde, wenn er denn der Versuchung nachgegeben hĂ€tte. Zum einen hĂ€tte er das Vertrauen gegenĂŒber Potifar verspielt. Und zum anderen hĂ€tte er sich damit gegen Gott selbst gestellt.

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3. Methodik fĂŒr die Gruppe

3.1 Klatsch und Tratsch

Schaue dich doch in der Woche vor dieser Gruppenstunde einmal im Netz oder im Zeitungsladen um und sammle ein paar Klatschgeschichten aus den Illustrierten, wer mit wem Schluss gemacht hat, wer wen betrogen hat, welcher Promi sich hat scheiden lassen und wer wem die Frau bzw. den Mann ausgespannt hat. Die gesammelten BeitrÀge und Artikel kannst du nun zum Einstieg in der Runde auslegen und die Teilnehmer zu Beginn ein bisschen darin schmökern lassen.

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  • Autor / Autorin: Gloria Peters
  • Autor / Autorin: Steffi Pfalzer
  • © Deutscher EC-Verband