VerÀndernde BegegnungVerÀndernde Begegnung

Einheit: VerÀndernde Begegnung

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 10-25 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Benötigte Materialien: Papier und Stift, Bilder von Optischen TÀuschungen
Bibelstelle: Johannes 20,11-18
Johannes 20,11-20,18

Maria Magdalena

11Maria aber stand draußen vor dem Grab und weinte. Als sie nun weinte, beugte sie sich in das Grab hinein 12und sieht zwei Engel in weißen GewĂ€ndern sitzen, einen zu HĂ€upten und den andern zu den FĂŒĂŸen, wo der Leichnam Jesu gelegen hatte. 13Und die sprachen zu ihr: Frau, was weinst du? Sie spricht zu ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wo sie ihn hingelegt haben.

14Und als sie das sagte, wandte sie sich um und sieht Jesus stehen und weiß nicht, dass es Jesus ist. 15Spricht Jesus zu ihr: Frau, was weinst du? Wen suchst du? Sie meint, es sei der GĂ€rtner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir: Wo hast du ihn hingelegt? Dann will ich ihn holen. 16Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm auf HebrĂ€isch: Rabbuni!, das heißt: Meister!

17Spricht Jesus zu ihr: RĂŒhre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater. Geh aber hin zu meinen BrĂŒdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott. 18Maria Magdalena geht und verkĂŒndigt den JĂŒngern: »Ich habe den Herrn gesehen«, und was er zu ihr gesagt habe.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Sebastian Weigelt entwirft eine Bibelarbeit fĂŒr Gruppen, in der Maria am leeren Grab als Sinnbild fĂŒr unsere eigenen Sinn- und Glaubenskrisen steht.


Vorschau:

1. ErklÀrungen zum Text

Maria war noch in der Nacht des Ostermorgens zum Grab gekommen und hatte es offen vorgefunden. Die von ihr gerufenen JĂŒnger Petrus und Johannes gingen in das Felsengrab hinein und stellten fest, dass es leer war. Anschließend ließen sie Maria beim Grab zurĂŒck. Was mag in ihr vorgegangen sein? Ihr Herr und Lehrer war tot. Nun konnte sie nicht einmal seinen Leichnam salben. Marias Welt ist völlig zusammengebrochen.

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2. Bedeutung fĂŒr den heutigen Hörer

Maria wird von den Ereignissen förmlich ĂŒberrollt. Ihr Lehrer ist tot und dass dann auch noch sein Leichnam verschwunden ist, macht ihre Verzweiflung noch stĂ€rker. Solche und Ă€hnliche tiefgreifende VerĂ€nderungen sind uns nicht fremd. Das kann der plötzliche Tod eines lieben Freundes sein. Doch auch darĂŒber hinaus gibt es viele Situationen, die Junge Erwachsene vor große Herausforderungen stellen: Das Ende der Schulzeit, die Ausbildung, der Abbruch des Studiums, die stĂ€ndige Gefahr, den Arbeitsplatz zu verlieren. Jahrelange Freundschaften gehen kaputt und Beziehungen scheitern. Die verschiedensten UmstĂ€nde können zu einer Lebenskrise fĂŒhren, aus der leicht eine Glaubenskrise erwachsen kann.

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3. Methodik fĂŒr die Gruppe

3.1 Einstieg

„Den Wald vor lauter BĂ€umen nicht sehen.“Dieses Sprichwort trifft auf die Situation Marias zu und kann als Ausgangspunkt fĂŒr die Bibelarbeit dienen. Oft lassen wir uns von Kleinigkeiten sehr fesseln und ĂŒbersehen dadurch Wesentliches oder wir bringen Informationen in einen uns logisch erscheinenden, aber falschen Zusammenhang. Dies machen sich viele optische TĂ€uschungen zunutze. Als Einstieg kann eines oder auch mehrere solcher Bilder gezeigt (per Beamer oder in ausgedruckter Form) werden. Besonders gut eignen sich solche optischen Illusionen, die das eigentliche Motiv in vielen kleinen Linien mit geringen Helligkeitsunterschieden verstecken und es erst aus grĂ¶ĂŸerer Entfernung sichtbar werden lassen (Stichwort „Unscharfes Erkennen“). Auch Karten- und Zaubertricks basieren darauf, dass der Zuschauer auf verschiedene Weise vom eigentlichen Geschehen abgelenkt wird und können als Einstieg genutzt werden.

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  • Autor / Autorin: Sebastian Weigelt
  • © Deutscher EC-Verband