Verherrlichen – wie geht das?Verherrlichen – wie geht das?

Einheit: Verherrlichen – wie geht das?

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 10-20 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Benötigtes Material: Papier und Stift
Bibelstelle: Johannes 17,1-5
Johannes 17,1-17,5

17

Das hohepriesterliche Gebet

1Solches redete Jesus und hob seine Augen auf zum Himmel und sprach: Vater, die Stunde ist gekommen: Verherrliche deinen Sohn, auf dass der Sohn dich verherrliche; 2so wie du ihm Macht gegeben hast ĂĽber alle Menschen, auf dass er ihnen alles gebe, was du ihm gegeben hast: das ewige Leben. 3Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. 4Ich habe dich verherrlicht auf Erden und das Werk vollendet, das du mir gegeben hast, damit ich es tue. 5Und nun, Vater, verherrliche du mich bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Bibelarbeit zu Joh 17,1-5: Daniele Clarke erklärt zunächst die SchlĂĽsselworte „verherrlichen“ und „Ewiges Leben“. Dann setzt sie diese Begriffe in den Kontext des Glaubens in der heutigen Zeit. Ein vertiefender Methodenteil beschlieĂźt die Bibelarbeit.


Vorschau:

1. Erklärungen zum Text

In den ersten 5 Versen des sogenannten „Hohepriesterlichen Gebets“ betet Jesus für sich selbst. Gerade noch hatte er mit seinen Jüngern gefeiert und ihnen letzte wichtige Dinge gesagt. Nun ist die Stunde gekommen, dass sein Leidensweg beginnt. Er geht dem Kreuz entgegen und sucht noch einmal das Gespräch mit Gott. Er redet ihn ganz vertraut mit „Vater“ an, was die innige Beziehung zwischen ihm und seinen Vater verdeutlicht.

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2. Bedeutung fĂĽr den heutigen Leser

2.1 Zum ersten Aspekt „Verherrlichung“

Was bedeutet Verherrlichung heute? Der Duden ĂĽbersetzt es so: „als etwas Herrliches preisen und darstellen“. Auch Synonyme sind angegeben: „anbeten, aufsehen, bewundern, schwärmen, ĂĽberschwänglich loben, wĂĽrdigen“, u.v.m. Verherrlichung hat in dieser Welt etwas mit darstellen und bewundern zu tun (und nicht mit Gehorsam wie bei Jesus). Der Mensch verherrlicht sich oft selbst. Möchte bewundert, gelobt und anerkannt werden. Die Medien zeigen uns in bunten Bildern Menschen, die es „geschafft“ haben. Menschen, die Fans haben, die als Vorbilder dienen. Der Mensch sehnt sich nach Verherrlichung (auch wenn niemand das so benennen wĂĽrde – die Synonyme aus dem Duden sind uns eher geläufig).

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3. Methodik fĂĽr die Gruppe

3.1 Ideen zum Einstieg

  • „Verherrlichung“ und „ewiges Leben“ sind beides abstrakte Begriffe. Zu Beginn kann man sich ihnen auf verschiedene Weise nähern. Die Gruppe kann sich in GrĂĽppchen aufteilen und jede bedenkt einen Begriff. Nach einer vorher bestimmten Zeit trifft man sich wieder und reflektiert das Werk der anderen Gruppe.
  • Alternative: Auf einem Plakat Gedanken dazu aufschreiben. Man kann auch dem jeweiligen Begriff malerisch, schauspielerisch, pantomimisch näherkommen.

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  • Autor / Autorin: Daniele Clarke
  • © Deutscher EC-Verband