vermeiden – reduzieren – kompensieren

Einheit | Hintergrund/ Grundsatz
Einheit | Hintergrund/ Grundsatz

vermeiden – reduzieren – kompensieren

Materialart: Hintergrund/ Grundsatz
Zielgruppen: Jugendliche, Junge Erwachsene, Mitarbeitende, Pfadfinder
Einsatzgebiete: (Jugend-)Gottesdienst, Evangelisation/ missionarisches Event, Events + Projekte, Freizeiten, Gruppenstunde, Offenes Angebot, Schule + Jugendarbeit, Schulung
Kategorien: Weltdienst, Jetzt reicht's!, Wir
Verband: EJW - Evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Redaktion: EJW
Zeitbedarf: - Min. (Vorbereitung: - Min.)
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Wenn wir für die Kinderstunde einkaufen, bei Freizeiten essen, mit dem Auto oder der Bahn unterwegs sind, im Gruppenraum die Heizung aufdrehen – dann entstehen Treibhausgase. Denn Energie muss gewonnen werden, Rohstoffe verarbeitet und der Müll entsorgt werden. Bei einer schöpfungsgerechten Jugendarbeit versuchen wir diese Emission zu vermeiden, zu reduzieren oder zu kompensieren. Warum? Die hohe Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre trägt stark zum Klimawandel bei, der schon heute massive Auswirkung auf Menschen und die Umwelt hat.

Vermeiden und Reduzieren

Kompensieren reicht bei Weitem nicht, um die schlimmen Folgen des Klimawandels abzuwenden. Es ist höchste Zeit unseren hohen Energieverbrauch gezielt und systematisch zu reduzieren. Wie das geht? Informiert euch hier über Zusammenhänge und Handlungsmöglichkeiten rund um den Klimawandel.

Treibhausgase, die durch eure Jugendarbeit entstehen, und unvermeidbar sind, könnt ihr kompensieren:

Kompensieren

Eine bestimmte Menge an Treibhausgasen wird an einem Ort ausgestoßen. Dafür werden in einem Klimaschutzprojekt an anderer Stelle Emissionen mit der mindestens gleichen Klimawirksamkeit vermieden. In der Summe bleiben die weltweiten Treibhausgasemissionen also gleich – die ausgestoßenen Gase werden „ausgeglichen“.

Das Prinzip der Kompensation funktioniert, weil es für das Klima keine Rolle spielt, wo Treibhausgase ausgestoßen oder eingespart werden. Entscheidend ist die Konzentration von klimawirksamen Gasen insgesamt in der Atmosphäre. Das unterscheidet den Klimawandel von anderen, lokal begrenzteren Umweltproblemen wie beispielweise Wasser- oder Luftverschmutzung.

Allerdings: Der Ausgleich entstehender Emissionen trägt zwar zum Klimaschutz bei, reicht aber nicht aus. Notwendig ist eine massive Reduktion der globalen Treibhausgasemissionen. Für uns bedeutet das, erst zu schauen, welche Emissionen wir vermeiden können. Dann, welche wir reduzieren können. Und erst im letzten Schritt, welche unvermeidbaren Emissionen wir kompensieren.

Praktisch funktioniert Kompensation über so genannte „Zertifikate“. Ein Zertifikat entspricht in der Regel einer Tonne CO2. Wer ein solches Zertifikat besitzt oder erwirbt, ist gewissermaßen berechtigt, eine Tonne Treibhausgase auszustoßen. Man spricht daher auch von „Emissionsrechte“.

Für die Beurteilung von Kompensationsanbietern und -angeboten sollten eine Reihe von Kriterien berücksichtigt werden, die sicherstellen, dass tatsächlich ein Ausgleich der entstandenen Emissionen in voller Höhe stattfindet und die Kompensationsprojekte einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten. Denn gleicht eine Kompensation zwar Emissionen aus, hat aber auch schädliche soziale oder ökologische Auswirkungen, so wird aus dem Beitrag zum Klimaschutz schnell eine Ursache neuer Umwelt- und Entwicklungsprobleme.

Was kompensieren?

Kompensieren kann jeder Mensch, jede Organisation und jede Gemeinde – das Angebot steht allen Interessierten offen. Beispiele für mögliche Kompensationen sind der CO2-Ausstoß von Reisen (Bus, Bahn, Flug), aber auch der unvermeidbare Schadstoffausstoß von Veranstaltungen (Energie, Mobilität, Mahlzeiten, Papier, Druck, Website).

Ihr könnt die Aktivitäten in eurer Jugendarbeit beispielsweise bei der Klima-Kollekte kompensieren:

Klima-Kollekte

Die Klima-Kollekte garantiert, dass der Betrag, der für die Kompensation eigener Emissionen bezahlt wird, dafür verwandt wird, die Menge an CO2 im Rahmen der Klimaschutzprojekte auszugleichen. Die Ausgleichzahlungen werden gezielt in emissionsmindernde und zudem armutsreduzierende Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern investiert und helfen dort dabei, den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen zu verringern. Damit verringern die Projekte nicht nur den Ausstoß von Treibhausgasen, sondern sie verbessern auch die Lebensqualität der lokalen Bevölkerung und tragen zur nachhaltigen Entwicklung vor Ort bei.

Die Klima-Kollekte gGmbH ist ein CO2-Kompensationsfonds christlicher Kirchen in Deutschland. Besonderheit ist, dass der Ausgleich von CO2-Emissionen durch Klimaschutzprojekte kirchlicher Organisationen oder ihrer Partner in Entwicklungsländern geschieht.

Wie kompensieren?

Den Beitrag zum Ausgleich der verursachten Emissionen direkt anhand eines CO2-Rechners ermitteln. Trotz der Verwendung von wissenschaftlichen Standards und exakter Berechnung, greifen Rechner auch auf Durchschnittswerte zurück; diese können u.U. von den tatsächlich verursachten Emissionen und ihrer Klimawirkung in ihrer genauen Höhe abweichen.

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  • Autor / Autorin: Mechthild Belz, EJW-Weltdienst
  • © Klima-Kollekte - Kirchlicher Kompensationsfonds gGmbH
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