Versprochen ist versprochenVersprochen ist versprochen

Einheit: Versprochen ist versprochen

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 15-20 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Benötigte Materialien: SchnĂŒre (FĂŒr das Spiel "Spinnennetz"), Bibel(n) (Zum Nachschlagen der angegebenen Bibelstellen), Plakat(e) (Zum Notieren der Bibelverse), Kleine KĂ€rtchen (Ebenfalls zum Notieren der Bibelverse (praktischer zum Mitnehmen))
Bibelstelle: MatthÀus 9,18-26
MatthÀus 9,18-9,26

Die Heilung einer blutflĂŒssigen Frau und die Auferweckung eines MĂ€dchens

(Mk 5,21-43; Lk 8,40-56)

18Als er dies mit ihnen redete, siehe, da kam einer der Oberen, fiel vor ihm nieder und sprach: Meine Tochter ist eben gestorben, aber komm und lege deine Hand auf sie, so wird sie lebendig. 19Und Jesus stand auf und folgte ihm mit seinen JĂŒngern.

20Und siehe, eine Frau, die seit zwölf Jahren den Blutfluss hatte, trat von hinten an ihn heran und berĂŒhrte den Saum seines Gewandes. 21Denn sie sprach bei sich selbst: Wenn ich nur sein Gewand berĂŒhre, so werde ich gesund. 22Da wandte sich Jesus um und sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und die Frau wurde gesund zu derselben Stunde.

23Und als Jesus in das Haus des Oberen kam und sah die Flötenspieler und das GetĂŒmmel des Volks, 24sprach er: Geht hinaus! Denn das MĂ€dchen ist nicht tot, sondern es schlĂ€ft. Und sie verlachten ihn. 25Als aber das Volk hinausgetrieben war, ging er hinein und ergriff es bei der Hand. Da stand das MĂ€dchen auf. 26Und diese Kunde erscholl durch dieses ganze Land.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Julia Laipple erklĂ€rt zunĂ€chst den Text und legt ein Augenmerk auf die AnkĂŒndigung des Messias im AT. Anschließend beleuchtet sie die verschiedenen Reaktionen der Menschen im Text. Manche vertrauen Jesus, andere nicht. Ein Methodenteil mit kreativen Elementen und weiteren Bibelversen beschließt die Bibelarbeit.


Vorschau:

1. ErklÀrungen zum Text

Paralleltexte: Der Textabschnitt ist im Vergleich zu den beiden ErzĂ€hlungen in Markus 5,21-43 und Lukas 8, 40-56  stark verkĂŒrzt. In den Paralleltexten finden sich ausfĂŒhrlichere ErzĂ€hlungen dieses Geschehens.

Vers 18 – „er warf sich vor ihm nieder“:

Im Griechischen steht hier Ï€ÏÎżÏƒÎșύΜΔÎč (proskunei), ein Wort, dass auch huldigen, jemanden kniefĂ€llig verehren/bitten bedeutet. Dieses Reaktion des Mannes (Jairus, wie man Markus 5,22 entnehmen kann), der als einer der fĂŒhrenden MĂ€nner (Synagogenvorsteher) selbst nicht ohne Ansehen war, zeigt, was fĂŒr ein Bild er von Jesus hat und dass er sich bewusst ist, an wen er sich mit seiner Bitte wendet. An den, der die Macht hat, diese auch zu erfĂŒllen.

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2. Bedeutung fĂŒr heute

 „Versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen!“

Das ist fĂŒr Kinder sehr frĂŒh ganz klar. Was man verspricht, das hĂ€lt man auch!

FĂŒr Erwachsene ist das leider oft nicht mehr so. EnttĂ€uschungen, Verletzungen, zurĂŒckgezogene Versprechen. All das fĂŒhrt dazu, dass Menschen misstrauisch werden und fĂŒr sie gar nicht mehr so klar ist, dass Versprechen nicht gebrochen werden.

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3. Methodik fĂŒr die Gruppe

3.1. Einstieg – Vertrauensspiel

(Um zum Thema Versprechen, Vertrauen und Glauben hinzufĂŒhren.)

Spinnennetz: Im Raum (oder bestenfalls draußen zwischen zwei BĂ€umen) wird aus SchnĂŒren ein Netz gespannt mit verschieden großen Löchern. Es sollte dabei genug „große Löcher“ geben, durch die ein Mensch durchpasst.

Die Gruppe erhĂ€lt folgende Aufgabe: Alle Personen mĂŒssen durch das Netz durchkommen. Dabei darf das Netz nie berĂŒhrt werden. Außerdem darf jedes Loch nur einmal benutzt werden (oder zweimal, bei sehr großen Gruppen und einem eher kleinen Netz). Die Spieler mĂŒssen sich also gegenseitig helfen, zuerst die erste Person durch das Spinnennetz zu heben (alle befinden sich noch auf einer Seite!) und anschließend alle weiteren von der einen auf die andere Seite zu befördern.

3.2.Fragen zum Bibeltext und zum GesprÀch

Die Frage, die der Text an uns stellt ist: Worauf setzen wir unseren Glauben? Kennen wir Gottes Versprechen fĂŒr uns? Und nehmen wir sie beim Wort?

  • An wen wenden wir uns in unseren schwierigen Situationen? Bitten wir Jesus hinein und darum, uns an der Hand zu nehmen?
  • Kennen wir die Zusagen, die er uns gibt und vertrauen darauf?

(…)

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  • Autor / Autorin: Julia Laipple
  • © Deutscher EC-Verband