Vom guten Umgang mit schlechten ZeitenVom guten Umgang mit schlechten Zeiten

Einheit: Vom guten Umgang mit schlechten Zeiten

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 30-60 Min. (Vorbereitung: 10-20 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Ben├Âtigtes Material: Bilder von einem Baumquerschnitt (1/TN, auf der R├╝ckseite sind idealerweise die Fragen abgedruckt)
Bibelstelle: Jeremia 38,14-38,28
Jeremia 38,14-38,28

Letztes Gespr├Ąch mit Zedekia

14Und der K├Ânig Zedekia sandte hin und lie├č den Propheten Jeremia zu sich holen an den dritten Eingang am Hause des Herrn. Und der K├Ânig sprach zu Jeremia: Ich will dich etwas fragen; verhehle mir nichts! 15Jeremia sprach zu Zedekia: Sage ich es dir, so t├Âtest du mich; gebe ich dir aber einen Rat, so gehorchst du mir nicht. 16Da schwor der K├Ânig Zedekia dem Jeremia heimlich und sprach: So wahr der Herr lebt, der uns dies Leben gegeben hat: Ich will dich nicht t├Âten noch den M├Ąnnern in die H├Ąnde geben, die dir nach dem Leben trachten.

17Und Jeremia sprach zu Zedekia: So spricht der Herr, der Gott Zebaoth, der Gott Israels: Wirst du hinausgehen zu den Obersten des K├Ânigs von Babel, so sollst du am Leben bleiben und diese Stadt soll nicht verbrannt werden, sondern du und dein Haus sollen am Leben bleiben; 18wirst du aber nicht hinausgehen zu den Obersten des K├Ânigs von Babel, so wird diese Stadt den Chald├Ąern in die H├Ąnde gegeben, und sie werden sie mit Feuer verbrennen, und auch du wirst ihren H├Ąnden nicht entrinnen.

19Der K├Ânig Zedekia sprach zu Jeremia: Ich habe aber Angst, dass ich den Jud├Ąern, die zu den Chald├Ąern ├╝bergelaufen sind, ├╝bergeben werden k├Ânnte, dass sie mir ├╝bel mitspielen. 20Jeremia sprach: Man wird dich nicht ├╝bergeben. Gehorche doch der Stimme des Herrn, die ich dir sage, so wird dirÔÇÖs wohlgehen, und du wirst am Leben bleiben. 21Weigerst du dich aber hinauszugehen, so ist dies das Wort, das mir der Herr gezeigt hat:

22Siehe, alle Frauen, die noch ├╝brig sind im Haus des K├Ânigs von Juda, m├╝ssen hinaus zu den Obersten des K├Ânigs von Babel. Dann werden sie sagen: ┬╗Ach, deine guten Freunde haben dich ├╝berredet und in ihre Gewalt gebracht; kaum stecken deine F├╝├če im Sumpf, machen sie sich davon.┬ź 23Ja, alle deine Frauen und Kinder werden hinausm├╝ssen zu den Chald├Ąern, und du selbst wirst ihren H├Ąnden nicht entgehen, sondern du wirst vom K├Ânig von Babel ergriffen und diese Stadt wird mit Feuer verbrannt werden.

24Und Zedekia sprach zu Jeremia: Sieh zu, dass niemand diese Worte erfahre, so wirst du nicht sterben. 25Wenn aber die Oberen erfahren sollten, dass ich mit dir geredet habe, und zu dir kommen und sprechen: ┬╗Sag an, was hast du mit dem K├Ânig geredet; verbirg es uns nicht, so wollen wir dich nicht t├Âten. Was hat der K├Ânig mit dir geredet?┬ź, 26so sprich zu ihnen: Ich habe dem K├Ânig die Bitte vorgetragen, dass er mich nicht wieder in Jonatans Haus f├╝hren lasse, ich m├╝sste sonst dort sterben.

27Da kamen alle Oberen zu Jeremia und fragten ihn, und er antwortete ihnen, wie ihm der K├Ânig befohlen hatte. Da lie├čen sie von ihm, weil sie nichts erfahren konnten. 28Und Jeremia blieb im Wachthof bis auf den Tag, da Jerusalem eingenommen wurde.

Die Eroberung Jerusalems

Und dies geschah, als Jerusalem erobert wurde:

Die Bibel nach Martin Luthers ├ťbersetzung, revidiert 2017, ┬ę 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Kerstin Schubert motiviert in dieser Bibelarbeit dazu, sich Feinden und ├ängsten zu stellen und nicht die Augen vor ihnen zu verschlie├čen. Die schweren Zeiten im Leben sucht man sich nicht aus, den Umgang damit aber schon.


Vorschau:

(…)

3.1 Einstieg

Jeder bekommt das Bild eines Baumstammquerschnittes (die Jahresringe sollten deutlich zu erkennen sein, am besten mind. 20 Ringe).

Brainstorming in der Runde: Was l├Âst die Scheibe bei euch aus? Welche Assoziationen, Gef├╝hle ÔÇŽ?

Wir sehen anhand der Jahresringe: Es gab d├╝rre, harte Zeiten und es gab fruchtbare, saftige Zeiten des Wachsens. Der Baum liefert sich dem Leben aus, er bringt sich nicht in Sicherheit, er geht damit um, macht sich nichts vor, h├Ąlt aus.

(…)

Jetzt ist Zeit, um pers├Ânlich, evtl. mit Hilfe des Baumscheiben-Bildes ├╝ber folgende Fragen nachzudenken. Ideal w├Ąre es, wenn die Fragen auf der R├╝ckseite des Bildes abgedruckt sind.

  • Wie ist das in meinen harten Zeiten? Wie gehe ich damit um?
  • Wie gehe ich damit um, dass Gott manchmal so fremd und fern zu sein scheint oder ich mir vielleicht nicht einmal mehr sicher bin, ob es ihn ├╝berhaupt gibt?
  • Was sind meine ÔÇ×erstenÔÇť harten Jahresringe gewesen?
  • Bei welchem Jahresring sp├╝rte ich erstmals: Ich bin erwachsen?
  • Welcher Bereich in meinen Jahresringen ist der bisher ÔÇ×dunkelsteÔÇť?

Zum Mitgeben: F├╝r jeden eine kleine Astscheibe. Sie kann daran erinnern und dazu ermutigen, sich dem Leben und der eigenen Wahrheit zu stellen und hinzugeben.

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  • Autor / Autorin: Kerstin Schubert
  • © Deutscher EC-Verband