Vom guten Umgang mit schlechten ZeitenVom guten Umgang mit schlechten Zeiten

Einheit: Vom guten Umgang mit schlechten Zeiten

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 30-60 Min. (Vorbereitung: 10-20 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Benötigtes Material: Bilder von einem Baumquerschnitt (1/TN, auf der Rückseite sind idealerweise die Fragen abgedruckt)
Bibelstelle: Jeremia 38,14-28

Kerstin Schubert motiviert in dieser Bibelstunden-Gruppenarbeit dazu, sich Feinden und Ängsten zu stellen und nicht die Augen vor ihnen zu verschließen.


Vorschau:

1. Erklärungen zum Text

Ca. 585 v.Chr.: Der Prophet Jeremia befindet sich in einer schweren Lage: Er sitzt als Gefangener im Hof des Jerusalemer Königspalastes und gleichzeitig ist die Stadt selbst umzingelt von feindlichen Truppen des babylonischen Königs, Nebukadnezar II. Immer wieder hat er sein Volk – im Gegensatz zu „falschen“ Propheten – mit der brutalen Wahrheit konfrontiert, dass Jerusalem zerstört werden wird und dazu geraten, sich den Feinden auszuliefern. Das war den Oberen, die nicht aufgeben, sondern weiter Krieg führen wollten, ein Dorn im Auge, sodass sie ihn – vom König gebilligt – in einer alten Zisterne im Haus des Stadtschreibers Jonatans gefangen setzen ließen und damit auch seinen Tod in Kauf genommen hätten. Durch den Palastdiener Ebed-Melech konnte er – wieder mit Erlaubnis des Königs – gerettet werden und wird seitdem im Wachhof des Palastes gefangen gehalten.

(…)

2. Bedeutung für heute

Unser Text handelt von hochdramatischen Zeiten. Was passiert, wenn alles, woran man glaubt und worauf man hofft, bedroht ist bzw. zerstört wird? Die Heimat, der Glaube, die Menschen. Führen die Katastrophen unseres Lebens dazu, dass wir den Glauben an Gott verlieren? Oder zeigen sie uns eine ganz neue Seite von Gott, wie er wirklich ist und nicht, wie wir ihn sehen wollen? Stelle ich mich der Wahrheit über mich, mein Leben und meinen Glauben? Traue ich mich, ehrlich hinzusehen oder versuche ich verbissen, die Augen davor zu verschließen und immer wieder zu hoffen, dass einfach alles auf einmal (wieder) so ist, wie ich es gerne hätte? Die „falschen“ Propheten versprechen, dass einfach alles wieder gut wird und wie vorher.

(…)

3. Methodik für die Gruppe

3.1 Einstieg

Jeder bekommt das Bild eines Baumstammquerschnittes (die Jahresringe sollten deutlich zu erkennen sein, am besten mind. 20 Ringe). Richtig anschaulich wäre natürlich auch noch eine echte Baumscheibe in der Mitte.

Brainstorming in der Runde: Was löst die Scheibe bei euch aus? Welche Assoziationen, Gefühle …?

(…)

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  • Autor / Autorin: Kerstin Schubert
  • © Deutscher EC-Verband