Von Vegetariern und der TodesstrafeVon Vegetariern und der Todesstrafe

Einheit: Von Vegetariern und der Todesstrafe

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 45-75 Min. (Vorbereitung: 10-20 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiete: Gruppenstunde, Schulung
Redaktion: echt.
Bibelstelle: 1. Mose 9,1-17

Bibelarbeit zu 1.Mose 9,1-17: Thomas Seeger setzt sich mit dem theologischen Unterschied zwischen Menschen und Tieren auseinander. Er diskutiert, ob Christen nicht eigentlich Vegetarier sein müssten und fragt, was die Gottebenbildlichkeit und der Auftrag, einen Mord zu sühnen, für die Todesstrafe bedeuten. Im Methodenteil gibt er zur Bearbeitung des Themas einige Fragen an die Hand.


Vorschau:

1. Erklärungen zum Text

Unterschied zwischen Mensch und Tier (V.1-3)

Gott setzt den Menschen über die von ihm geschaffene Welt. Erst dadurch wird der Mensch zu einem Gegenüber Gottes. Das hat der Mensch exklusiv. Er ist Ebenbild Gottes – nicht das Tier. Deshalb sind die Tiere unter anderem auch zur Nahrung freigegeben. Das Töten von Tieren ist eingebunden in den von Gott erteilten Schöpfungsauftrag von Bebauen und Bewahren (1. Mose 2,15).

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2. Bedeutung für heute

Müssten Christen nicht Vegetarier sein?

Man kann die Schöpfungsgeschichte so lesen, dass Gott den Menschen als Vegetarier konzipiert (1. Mose 1,29). Aber spätestens ab 1. Mose 9,3 ist der Fleischkonsum eindeutig erlaubt. Tiere sind Teil der Schöpfung, die uns Menschen in die Hände gegeben wurde. Es gibt einen eklatanten Unterschied zwischen Mensch und Tier. Mein Hamster ist eben nicht „auch nur ein Mensch“. Und Schweine und Rinder haben eben keine Menschenrechte.

Gott will ein Gegenüber, ein Ebenbild, mit dem es sich auf Augenhöhe reden lässt. Aber dann muss dieses Gegenüber auch eine Ahnung haben von Gottes Welt. Dann muss ihm auch etwas in die Hände gegeben sein, für das er verantwortlich ist. Tiere sind Teil der Schöpfung, die auf den Menschen zugespitzt von Gott geschaffen wurde.

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3. Methodik für die Gruppe

Das Töten von Tieren zum Wohle bzw. zum Genuss des Menschen gerät gesellschaftlich immer mehr in Verruf. Tiere werden vermenschlicht und die Frage wird lauter, was uns Menschen eigentlich das Recht gibt, uns über die Tiere, die ja schließlich auch Geschöpfe Gottes sind, zu erheben. Es gibt einen deutlich ansteigenden Trend zu einer vegetarischen oder sogar veganen Lebensweise. Verfechter beider Seiten sind in ihrer Argumentation teils sehr emotional. Deshalb erfordert dieses Thema eine besondere Sensibilität.

Es geht nicht darum, eigene Essgewohnheiten dem anderen als gottgewollte Lebensweise aufzuzwingen. Dieser Text soll auf den eindeutigen Unterschied zwischen Mensch und Tier hinweisen, der in der Schöpfung begründet ist.

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  • Autor / Autorin: Thomas Seeger
  • © Deutscher EC-Verband