Warum? – Schmerz und Trauer mitten im LebenWarum? – Schmerz und Trauer mitten im Leben

Einheit: Warum? – Schmerz und Trauer mitten im Leben

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 30-40 Min. (Vorbereitung: 20-30 Min.)
Materialart: Hintergrund/ Grundsatz
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: echt.

Der Tod – f├╝r Menschen ein h├Ąufig schwer begreifbares Thema. Dieser Artikel besch├Ąftigt sich mit Methoden der Trauerbew├Ąltigung und dem Umgang mit Todesf├Ąllen.


Vorschau:

1. Der ganz normale Wahnsinn: Sterben, Tod und Trauer

Fr├╝her oder sp├Ąter kommt jeder von uns in die Situation, in der wir lieb gewonnene Menschen verlieren, sie loslassen m├╝ssen. Das muss nicht immer nur sein, wenn ein Mensch stirbt, so manche Beziehung stirbt, auch wenn die Betroffenen weiterleben. Beziehungen k├Ânnen durch viele Gr├╝nde abbrechen und wir m├╝ssen irgendwie damit zurechtkommen.

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2. Was passiert wenn wir trauern?

Viele Menschen denken, trauern w├╝rde bedeuten, dass man sehr traurig ist und oft weinen muss. Das ist aber nur ein Aspekt von Trauer. Traurigkeit geh├Ârt auch dazu, aber es ist nur eine von vielen verschiedenen Reaktionen.

Trauer zeigt sich in Gef├╝hlen ÔÇô in zum Teil sehr verschiedenen und manchmal sogar widerspr├╝chlichen Gef├╝hlen. Oft beschreiben Trauernde, dass besonders in der Anfangszeit intensive negative Gef├╝hle wie Wellen auftreten und wieder abflauen. Das k├Ânnen sehr schmerzhafte und qualvolle Zeiten sein. Viele haben Angst, diesen Wellen ausgeliefert zu sein und in solchen Situationen die Kontrolle zu verlieren. Zum Beispiel, dass man in einer solchen Welle die Kontrolle ├╝ber seine Gef├╝hle verliert und ungehemmt weinen muss. Das wird oft als peinlich und besch├Ąmend erlebt. Heute meinen viele Betroffene, dass man zum Beispiel bei der Beerdigung ÔÇ×tapferÔÇť sein m├╝sste und Gef├╝hle nicht zu sehr zeigen d├╝rfe. Das f├╝hrt oft zu einer Angst, dass starke Gef├╝hle kommen k├Ânnten. Aber diese Gef├╝hle geh├Âren dazu und wollen ihren Ausdruck finden.

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  • Autor / Autorin: Doris M├Âser-Schmidt
  • © Deutscher EC-Verband