Was bringt mir der Glaube? / Die Letzten werden die Ersten seinWas bringt mir der Glaube? / Die Letzten werden die Ersten sein

Einheit: Was bringt mir der Glaube? / Die Letzten werden die Ersten sein

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-90 Min. (Vorbereitung: 60 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiet: Gruppenstunde
Redaktion: TEC:
Benötigte Materialien: Filzstift(e), Plakat(e), Bibel(n), Liederbücher, Material für Wettspiele, Preise (für Gewinner), Zettel, Perlen (als "Give-Away"), Korb, Musik, Kerze(n)
Bibelstelle: Markus 10,17-31
Markus 10,17-10,31

Die Gefahr des Reichtums

Matthäus 19,16-26; Lukas 18,18-27

17Jesus machte sich wieder auf den Weg.

Da kam ein Mann angelaufen.

Er fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn:

»Guter Lehrer, was muss ich tun,

damit ich das ewige Leben bekomme?«

18Jesus antwortete: »Warum nennst du mich gut?

Niemand ist gut auĂźer dem Einen: Gott.

19Du kennst doch die Gebote:

›Du sollst nicht töten!

Du sollst nicht ehebrechen!

Du sollst nicht stehlen!

Du sollst keine falschen Aussagen machen!

Du sollst niemanden um das bringen, was ihm zusteht!

Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren

und für sie sorgen!‹«

20Aber der Mann sagte: »Lehrer,

das alles habe ich seit meiner Jugend befolgt.«

21Jesus sah ihn an.

Er gewann ihn lieb und sagte zu ihm:

»Eins fehlt dir noch: Geh los,

verkaufe alles, was du hast,

und gib das Geld den Armen.

So wirst du einen Schatz im Himmel haben.

Dann komm und folge mir!«

22Der Mann war betroffen von dem, was Jesus sagte,

und ging traurig weg.

Denn er hatte ein großes Vermögen.

23Jesus sah seine JĂĽnger an und sagte:

»Wie schwer ist es doch für die Menschen,

die viel besitzen,

in das Reich Gottes hineinzukommen.«

24Die JĂĽnger waren bestĂĽrzt ĂĽber seine Worte.

Aber Jesus sagte noch einmal zu ihnen:

»Ja, Kinder, wie schwer ist es doch,

in das Reich Gottes hineinzukommen.

25Leichter geht ein Kamel durch ein Nadelöhr,

als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt.«

26Da gerieten die Jünger völlig außer sich

und fragten einander:

»Wer kann dann überhaupt gerettet werden?«

27Jesus sah sie an und sagte:

»Für Menschen ist es unmöglich, aber nicht für Gott.

Denn für Gott ist alles möglich.«

Der Lohn fĂĽr die, die alles aufgegeben haben

Matthäus 19,27-30; Lukas 18,28-30

28Da sagte Petrus zu Jesus:

»Du weißt:

Wir haben alles zurückgelassen und sind dir gefolgt.«

29Jesus antwortete:

»Amen, das sage ich euch:

Jeder, der etwas zurĂĽckgelassen hat

– Haus, Brüder, Schwestern,

Mutter, Vater, Kinder oder Felder –,

um mir zu folgen

und um die Gute Nachricht weiterzusagen,

30wird es hundertfach neu bekommen:

Haus, BrĂĽder, Schwestern, Mutter, Kinder und Felder.

Das gilt schon jetzt in dieser Zeit –

wenn auch unter Verfolgungen.

Und dann, wenn Gottes Reich kommt,

bekommt er das ewige Leben.

31Viele, die jetzt bei den Ersten sind,

werden dann die Letzten sein.

Und viele, die jetzt bei den Letzten sind,

werden dann die Ersten sein.«

BasisBibel 2012/2020, © Deutsche Bibelgesellschaft

Was bringt mir mein Glaube? Was habe ich davon, wenn ich für Jesus Opfer bringe? Was zählt wirklich – im jetzigen Leben und in der Ewigkeit bei Gott?


Vorschau:

1. Vorbemerkungen

Gott ist Liebe und hat immer das Beste für uns im Sinn. Er will uns keinen unnötigen Druck aufbauen, sondern liebevoll, aber eindrücklich dafür werben, was ihm wichtig ist: uns zu retten und auf ewig bei sich zu haben!

Wichtig ist, authentisch an das Thema heranzugehen. Zu vermitteln, dass es auch langjährigen und älteren Christen immer wieder schwerfällt, sich ganz auf Gott einzulassen und die richtigen Prioritäten im Leben zu setzen. Es soll deutlich werden, dass sich aber das Vertrauen auf Gott und das Ringen um bedingungslose Nachfolge lohnt!

Ggf. kann man auch einen aktuellen Bezug herstellen zum Thema Flüchtlingskrise: Was wäre, wenn ich alles, mein ganzes „altes“ Leben, auf einmal zurücklassen müsste? Was zählt wirklich, gerade mit Blick auf die Ewigkeit?

2. Zielgedanke

„Die Letzten werden die Ersten sein.“ Die Jugendlichen sollen an diesem Abend darüber nachdenken, warum sich ihr Glaube „lohnt“. Sie sollen (neu) motiviert werden zu glauben, was Gott ihnen zusagt: dass ER mehr als genug ist, das Leben in Fülle bringt und dass es sich vielfach auszahlt, auf ihn zu vertrauen.

3. EinfĂĽhrung inkl. Exegese

In Markus 10 ist Jesus mit seinen Jüngern auf dem Weg nach Judäa und kurz davor, in Jerusalem einzuziehen. Er spricht wiederholt von seinem bevorstehenden Tod und man spürt förmlich, wie wichtig es ihm ist, seinen Nachfolgern deutlich zu machen, was seine Botschaft, sein Anliegen ist. Kurz vor unserer Bibelstelle segnet Jesus die Kinder, die die Jünger zunächst nerven und wegschicken wollen. Er erinnert daran, dass man sich Gottes Gnade schenken lassen muss wie ein Kind. Also voller Vertrauen und ohne Hintergedanken. Genau das fällt dem reichen Mann schwer, der Jesus fragt, was er denn tun muss, um das ewige Leben zu erlangen (V.17-27). Dieser hängt zu sehr an seinem Besitz im Hier und Jetzt und der himmlische Lohn, den Jesus ihm verspricht, ist für ihn wohl nicht greifbar, nicht genug lohnenswert. Daher ist er nicht bereit, all seine irdischen Reichtümer aufzugeben. Was Jesus, aber auch ihn selbst zutiefst traurig macht.

Bestimmt kennen einige von uns ähnliche Situationen: Wir wissen, was Gott von uns möchte und schaffen es doch nicht, danach zu handeln? Weil wir die Perspektive des ewigen Lebens aus dem Blick verlieren oder mit unserem Herzen zu sehr an Dingen und Verhaltensweisen im Hier und Heute hängen oder weil wir zu einfach zu träge sind?

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  • Autor / Autorin: Kerstin Grimm
  • © Deutscher EC-Verband