Was denkst du, was Gott von dir denkt?Was denkst du, was Gott von dir denkt?

Einheit: Was denkst du, was Gott von dir denkt?

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 45-60 Min. (Vorbereitung: 10-30 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde
Redaktion: echt.
Benötigte Materialien: Papier und Stift (je TN), Karten mit Bibeltext
Bibelstelle: Galater 1,10-24
Galater 1,10-1,24

Bekehrung und Berufung des Paulus

10Will ich denn jetzt Menschen oder Gott überzeugen? Oder suche ich Menschen gefällig zu sein? Wenn ich noch Menschen gefällig wäre, so wäre ich Christi Knecht nicht.

11Denn ich tue euch kund, Brüder und Schwestern, dass das Evangelium, das von mir gepredigt ist, nicht von menschlicher Art ist. 12Denn ich habe es nicht von einem Menschen empfangen oder gelernt, sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi.

13Denn ihr habt ja gehört von meinem Leben früher im Judentum: wie ich über die Maßen die Gemeinde Gottes verfolgte und sie zu zerstören suchte 14und übertraf im Judentum viele meiner Altersgenossen in meinem Volk weit und eiferte über die Maßen für die Überlieferungen meiner Väter.

15Als es aber Gott wohlgefiel, der mich von meiner Mutter Leib an ausgesondert und durch seine Gnade berufen hat, 16dass er seinen Sohn offenbarte in mir, damit ich ihn durchs Evangelium verkündigen sollte unter den Heiden, da besprach ich mich nicht erst mit Fleisch und Blut, 17ging auch nicht hinauf nach Jerusalem zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern zog nach Arabien und kehrte wieder zurück nach Damaskus.

18Danach, drei Jahre später, kam ich hinauf nach Jerusalem, um Kephas kennenzulernen, und blieb fünfzehn Tage bei ihm. 19Von den andern Aposteln aber sah ich keinen außer Jakobus, des Herrn Bruder. 20Was ich euch aber schreibe – siehe, Gott weiß, ich lüge nicht! 21Danach kam ich in die Länder Syrien und Kilikien. 22Ich war aber unbekannt von Angesicht den Gemeinden Christi in Judäa. 23Sie hatten nur gehört: Der uns einst verfolgte, der predigt jetzt den Glauben, den er einst zu zerstören suchte. 24Und sie priesen Gott um meinetwillen.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Andy Marek schildert die Situation des Paulus, dessen Apostel-Sein hinterfragt wurde. Er folgert daraus: Was Menschen über uns denken, ändert sich. Was Gott über uns denkt nicht. Das ist entlastend, auch, weil das bedeutet, dass wir Gott nicht verteidigen müssen. Und weil unser Wert nicht mit der Meinung der Menschen steht und fällt.


Vorschau:

1. Erklärungen zum Text

Verse 10-16:

Vor allem zu Beginn des Galaterbriefes wehrt sich Paulus gegen „einige […], die euch verwirren und […] das Evangelium Christi verkehren“ (1,7) wollen. Für ihn steht die Botschaft vom gekreuzigten Christus auf dem Spiel (vgl. Gal 3,1). Normalerweise beginnt Paulus seine Briefe mit einem Dankeswort, das jedoch im Galaterbrief fehlt.

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2. Bedeutung für den heutigen Hörer

Paulus hatte immer wieder mit Menschen zu tun, die schlecht über ihn und sein Wirken redeten. Er verteidigte zwar sein Apostelamt vehement, wurde aber nie der Knecht der Menschen. Er wusste: Was Menschen über mich denken, ändert sich schnell. Heute sind sie begeistert von mir, morgen hören sie irgendein Gerücht über mich und lehnen mich ab. Aber was Gott über mich denkt, ändert sich nicht!

(…)

3. Methodik für die Gruppe

3.1 Einstieg: Was denken Menschen über mich?

Immer zwei Personen setzen sich zusammen und reden miteinander. Person A sagt, was sie denkt, dass Person B über sie denkt. Person B bestätigt das oder widerspricht dem. Nach einigen Runden tauschen die Rollen.

(…)

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  • Autor / Autorin: Andy Marek
  • © Deutscher EC-Verband