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Materialart: | Hintergrund/ Grundsatz |
Zielgruppen: | Studenten, Mitarbeitende, Familien |
Einsatzgebiete: | Evangelisation/ missionarisches Event, Events + Projekte, Schule + Jugendarbeit |
Verband: |
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Redaktion: |
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Zeitbedarf: | 10-20 Min. (Vorbereitung: 10-20 Min.) |
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Diese Frage darf gestellt werden, denn die ersten jungen Jahre in den Kooperationen zwischen Jugendarbeit und Schule sind vorüber gezogen. Da „Schule“ in der Gestaltungshoheit der einzelnen Bundesländer liegt, nenne ich vornehmlich Beispiele aus NRW. In jeweils anderen Bundesländern wird die Antwort auf die o.g. Frage unterschiedlich ausfallen.
Inzwischen hat sich die Schulwelt (in NRW) verändert:
Die OGGS bezeichnete noch die offene Ganztags-Grundschule. Unter Berücksichtigung des Elternwillens sollte ein Ganztagsangebot organisiert werden. Der politische Wille hat zukünftig das Ziel, jede Grundschule zu einer OGGS auszubauen. In NRW sind die jungen Menschen von Haupt- und Realschule ebenfalls in den Fokus des Ganztagsangebotes gekommen. Die ersten Pilotprojekte ziehen den politischen Willen nach, dass jede Haupt- und Realschule zur OGS (offene Ganztagsschule) ausgebaut wird.
NRW zog mit anderen Bundesländern gleich und verkürzt die Gymnasialzeit bis zum Abitur auf 8 Jahre. Damit ist das Gymnasium durch die Unterrichtsverteilung faktisch zu einer OGS geworden.
Die OGS garantiert eine Betreuungszeit von 08.00 bis 16.00 Uhr an fünf Wochentagen. Gesamtschulen haben schon immer das Konzept der Ganztagsschule gefahren. Mit der Einführung von G8 ist das Gymnasium zu einer OGS geworden.
Zur Präsenszeit in der Schule kommen noch Fahrzeiten zum Wohnort und ggf. Hausaufgabenzeiten hinzu. In NRW ist das Gerangel um die knappen Nachmittagsstunden lautstark zu hören. So kämpfen die Kirchenkreise mit den Schulleitungen um freie Nachmittage für den Konfirmationsunterricht.
… gehören zum klassischen Angebot für Kinder und Jugendliche in den Herbst-, Oster- und teilweise auch Sommerferien. Die OGS übernimmt dieses Angebot, da die garantierte Betreuung auch für Ferienzeiten gilt. In NRW hat die jeweilige OGS 3 Wochen Betriebsferien in den Sommerferien. Häufig koordinieren benachbarte OGS ihre Betriebsferien so, dass bei Bedarf in allen Ferienwochen eine Betreuung möglich ist.
Die Lebenswelt „Schule“ nimmt einen großen Teil der Tageszeit von jungen Menschen ein. Schule hat sich von einem Lernort zu einem Lebensort entwickelt. Der Aufenthalt im Lebensort Schule geschieht immer mit pädagogischer Begleitung. Frei gestaltbare Zeiten sind in Nischen gerückt. Die christliche Jugendarbeit beteiligt sich mit ihrem Menschenbild und geistlichem Selbstverständnis in der von Schule geprägten Lebenswelt junger Menschen. Sie gibt ihre Kompetenzen, Werte und Lebensfreude in den Lebensort Schule hinein und hat die jungen Menschen im Blick.
Die Beteiligung der christlichen Jugendarbeit im System Schule ist immer ein Gewinn. Zumindest für die Schülerinnen und Schüler. Denn ihnen steht ein kompetenter Partner zur Seite, der mit seinem positiven biblischen Menschenbild in ihnen wertvolle Geschöpfe Gottes sieht, die mit Fähigkeiten beschenkt sind. Als Christen leben sie ihre Werte, ihre geistlich begründete Lebensfreude und stehen jungen Menschen Rede und Antwort in ihren Fragen nach Lebens- und Glaubensformen.
Ob die Beteiligung für den CVJM-Verein oder die Gemeinde immer ein Gewinn ist, lässt sich nicht so eindeutig beantworten. In Form einer Punktewertung haben Mitglieder der „Schul-Initiative“ die Vor- und Nachteile zusammengestellt. Daher sind diese Stichworte aus der Sicht von CVJM-Vereinen zu sehen, die sich an einer Kooperation mit Schule beteiligen.
Eine offene Chance, die bei einer Kooperation von CVJM und Schule noch nicht in den Blick gekommen ist, ist m.E. das Potenzial der vermehrten Kontakte. Hinter jedem OGS-Kind steht mindestens ein Erwachsener, der für den CVJM interessant sein kann. CVJM-Vereine, die sich für Jugendarbeit und Schule engagieren, eröffnen ein neues Handlungsfeld für den CVJM. Sie bauen einen Arbeitszweig auf und lassen sich auf neue Rahmenbedingungen und Spielregeln ein. In der Vergangenheit haben CVJM-Vereine ähnlich gehandelt und Erfolg gehabt. Sie bauten eine Posaunenarbeit auf mit Übungsstunden, Instrumenten und ggf. bezahlten Dirigenten. Oder sie bauten eine Sportarbeit auf mit Übungsleitern, Hallenzeiten, Ligaspielen … Jeder Arbeitszweig hat seine eigenen Spielregeln und Rahmenbedingungen. Auch Jugendarbeit und Schule.
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