Das etwas andere Mobbing-ThemaDas etwas andere Mobbing-Thema

Einheit: Das etwas andere Mobbing-Thema

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Zeitbedarf: 45-90 Min. (Vorbereitung: 20-30 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Konfis, Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiete: Gruppenstunde, Schule + Jugendarbeit, Schulung
Redaktion: der Steigbügel
Benötigte Materialien: Zeitung(en) / Zeitschrift(en), Kleber, Schere(n), Stift(e), Tonkarton, Fotoapparat (oder Smartphone, um Fotos zu machen)
Bibelstelle: 1. Mose 16,1-14

Ein Konzept, dass sich mit dem Thema Mobbing auseinandersetzt und vorschlägt, wie man das Thema mit Jugendlichen angehen kann. Integriert ist eine Bibelarbeit, die zeigt, dass Mobbing nicht nur heute ein wichtiges Thema ist.


Vorschau:

Wenn man den Begriff „Mobbing“ bei Google eingibt, bekommt man sofort über zehn Millionen Homepage-Seiten genannt, in denen es um Mobbing geht. Auch in den Medien, in pädagogischen Lehrbüchern, Volkshochschulkursen usw. taucht Mobbing immer wieder auf und spiegelt dadurch den Raum wider, den Mobbing in unserer Gesellschaft einnimmt. In diesem Stundenentwurf geht es darum, was Mobbing ist und was schon im Vorfeld gegen Mobbing hilft.

Nur ganz kurz: Was Mobbing (nicht) ist

Bei Mobbing geht es nicht darum, dass jemand nicht so viele Freunde hat oder eine Person einmal ausgelacht oder als letzte in die Mannschaft gewählt wird. Genauso wenig ist ein böser Streit oder eine Beleidigung gleich Mobbing. Das Hauptkennzeichen von Mobbing ist, dass sich das negative Verhalten gegenüber einer Person oft wiederholt und sich über lange Zeit hinweg fortsetzt. Diese regelmäßig wiederkehrenden negativen Handlungen können verbal (drohen, verspotten, beschimpfen …), non-verbal (treten, schlagen, schubsen, festhalten …) oder psychisch (Gesten, Grimassen, ignorieren, den Rücken zuwenden …) geschehen. Mobbing bedeutet also, dass jemand kontinuierlich geärgert, schikaniert, gemieden und in seiner Würde verletzt wird. Mobben kann durch eine Einzelperson oder durch eine Gruppe geschehen. Ort dafür kann die Schule, der Verein oder Arbeitsplatz sein; also überall dort wo Menschen sich regelmäßig begegnen und viel Zeit miteinander verbringen.

Wichtig ist, dass sich nicht an bestimmten Eigenschaften oder Persönlichkeitsmerkmalen festmachen lässt, ob jemand ein Mobbing-Täter oder ein Mobbing-Opfer wird. Vielmehr ist es so, dass in jedem und jeder von uns beides steckt: Der Mobbing-Täter und das Mobbing-Opfer. Keiner kann sich sicher sein, niemals andere mal zu mobben oder aber selber ein Mobbing-Opfer zu werden. Dieser Gedanke soll uns nicht klein machen, sondern ein Bewusstsein dafür schaffen, dass nicht alles so einfach ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Ob gemobbt wird oder nicht hängt ganz stark von der Gesamtsituation der Gruppe ab. So konnte beobachtet werden, dass großer Konkurrenzdruck, Neid, starre Hierarchien, schlechtes Betriebs- oder Schulklima und das Fehlen einer positiven Streitkultur das Mobbing fördern.

Was hilft gegen Mobbing?

Vorbeugend gegen Mobbing wirken zwei Dinge: Mitgefühl und ein positiver Selbstwert.

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  • Autor / Autorin: Stephanie Schwarz
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in Württemberg