Das etwas andere Mobbing-ThemaDas etwas andere Mobbing-Thema

Einheit: Das etwas andere Mobbing-Thema

Verband: EJW - evangelisches Jugendwerk in W√ľrttemberg
Zeitbedarf: 45-90 Min. (Vorbereitung: 20-30 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Konfis, Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiete: Gruppenstunde, Schule + Jugendarbeit, Schulung
Redaktion: der Steigb√ľgel
Benötigte Materialien: Zeitung(en) / Zeitschrift(en), Kleber, Schere(n), Stift(e), Tonkarton, Fotoapparat (oder Smartphone, um Fotos zu machen)
Bibelstelle: 1. Mose 16,1-14
1. Mose 16,1-16,14

16

Hagar und Ismael

(vgl. Kap 21,9-21)

1Sarai, Abrams Frau, gebar ihm kein Kind. Sie hatte aber eine ägyptische Magd, die hieß Hagar. 2Und Sarai sprach zu Abram: Siehe, der Herr hat mich verschlossen, dass ich nicht gebären kann. Geh doch zu meiner Magd, ob ich vielleicht durch sie zu einem Sohn komme. Und Abram gehorchte der Stimme Sarais. 3Da nahm Sarai, Abrams Frau, ihre ägyptische Magd Hagar und gab sie Abram, ihrem Mann, zur Frau, nachdem Abram zehn Jahre im Lande Kanaan gewohnt hatte.

4Und er ging zu Hagar, die ward schwanger. Als sie nun sah, dass sie schwanger war, achtete sie ihre Herrin gering. 5Da sprach Sarai zu Abram: Das Unrecht, das mir geschieht, komme √ľber dich! Ich habe meine Magd dir in die Arme gegeben; nun sie aber sieht, dass sie schwanger geworden ist, bin ich gering geachtet in ihren Augen. Der Herr sei Richter zwischen mir und dir. 6Abram aber sprach zu Sarai: Siehe, deine Magd ist unter deiner Gewalt; tu mit ihr, wie dir‚Äôs gef√§llt. Da dem√ľtigte Sarai sie, sodass sie vor ihr floh.

7Aber der Engel des Herrn fand sie bei einer Wasserquelle in der W√ľste, n√§mlich bei der Quelle am Wege nach Schur. 8Der sprach zu ihr: Hagar, Sarais Magd, wo kommst du her und wo willst du hin? Sie sprach: Ich bin von Sarai, meiner Herrin, geflohen. 9Und der Engel des Herrn sprach zu ihr: Kehre wieder um zu deiner Herrin und dem√ľtige dich unter ihre Hand.

10Und der Engel des Herrn sprach zu ihr: Ich will deine Nachkommen so mehren, dass sie der gro√üen Menge wegen nicht gez√§hlt werden k√∂nnen. 11Weiter sprach der Engel des Herrn zu ihr: Siehe, du bist schwanger geworden und wirst einen Sohn geb√§ren, dessen Namen sollst du Ismael nennen; denn der Herr hat dein Elend erh√∂rt. 12Er wird ein Mann wie ein Wildesel sein; seine Hand wider jedermann und jedermanns Hand wider ihn, und er wird sich all seinen Br√ľdern vor die Nase setzen.

13Und sie nannte den Namen des Herrn, der mit ihr redete: Du bist ein Gott, der mich sieht. Denn sie sprach: Gewiss hab ich hier hinter dem hergesehen, der mich angesehen hat. 14Darum nannte man den Brunnen: Brunnen des Lebendigen, der mich sieht. Er liegt zwischen Kadesch und Bered.

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Ein Konzept, dass sich mit dem Thema Mobbing auseinandersetzt und vorschlägt, wie man das Thema mit Jugendlichen angehen kann. Integriert ist eine Bibelarbeit, die zeigt, dass Mobbing nicht nur heute ein wichtiges Thema ist.


Vorschau:

Wenn man den Begriff ‚ÄěMobbing‚Äú bei Google eingibt, bekommt man sofort √ľber zehn Millionen Homepage-Seiten genannt, in denen es um Mobbing geht. Auch in den Medien, in p√§dagogischen Lehrb√ľchern, Volkshochschulkursen usw. taucht Mobbing immer wieder auf und spiegelt dadurch den Raum wider, den Mobbing in unserer Gesellschaft einnimmt. In diesem Stundenentwurf geht es darum, was Mobbing ist und was schon im Vorfeld gegen Mobbing hilft.

Nur ganz kurz: Was Mobbing (nicht) ist

Bei Mobbing geht es nicht darum, dass jemand nicht so viele Freunde hat oder eine Person einmal ausgelacht oder als letzte in die Mannschaft gew√§hlt wird. Genauso wenig ist ein b√∂ser Streit oder eine Beleidigung gleich Mobbing. Das Hauptkennzeichen von Mobbing ist, dass sich das negative Verhalten gegen√ľber einer Person oft wiederholt und sich √ľber lange Zeit hinweg fortsetzt. Diese regelm√§√üig wiederkehrenden negativen Handlungen k√∂nnen verbal (drohen, verspotten, beschimpfen ‚Ķ), non-verbal (treten, schlagen, schubsen, festhalten ‚Ķ) oder psychisch (Gesten, Grimassen, ignorieren, den R√ľcken zuwenden ‚Ķ) geschehen. Mobbing bedeutet also, dass jemand kontinuierlich ge√§rgert, schikaniert, gemieden und in seiner W√ľrde verletzt wird. Mobben kann durch eine Einzelperson oder durch eine Gruppe geschehen. Ort daf√ľr kann die Schule, der Verein oder Arbeitsplatz sein; also √ľberall dort wo Menschen sich regelm√§√üig begegnen und viel Zeit miteinander verbringen.

Wichtig ist, dass sich nicht an bestimmten Eigenschaften oder Pers√∂nlichkeitsmerkmalen festmachen l√§sst, ob jemand ein Mobbing-T√§ter oder ein Mobbing-Opfer wird. Vielmehr ist es so, dass in jedem und jeder von uns beides steckt: Der Mobbing-T√§ter und das Mobbing-Opfer. Keiner kann sich sicher sein, niemals andere mal zu mobben oder aber selber ein Mobbing-Opfer zu werden. Dieser Gedanke soll uns nicht klein machen, sondern ein Bewusstsein daf√ľr schaffen, dass nicht alles so einfach ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Ob gemobbt wird oder nicht h√§ngt ganz stark von der Gesamtsituation der Gruppe ab. So konnte beobachtet werden, dass gro√üer Konkurrenzdruck, Neid, starre Hierarchien, schlechtes Betriebs- oder Schulklima und das Fehlen einer positiven Streitkultur das Mobbing f√∂rdern.

Was hilft gegen Mobbing?

Vorbeugend gegen Mobbing wirken zwei Dinge: Mitgef√ľhl und ein positiver Selbstwert.

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  • Autor / Autorin: Stephanie Schwarz
  • © EJW - evangelisches Jugendwerk in W√ľrttemberg