Was würde Greta dazu sagen …?

Einheit | Ideensammlung
Einheit | Ideensammlung

Was würde Greta dazu sagen …?

Materialart: Ideensammlung
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Kinder/ Pre-Teens (10-13 Jahre), Konfis, Studenten, Teens (12-16 Jahre)
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde, Schule + Jugendarbeit, Schulung
Verband: Deutscher EC-Verband
Redaktion: TEC:
Zeitbedarf: 60-180 Min. (Vorbereitung: 10-20 Min.)
Benötigte Materialien: DinA6-Papier (6 x Gruppengröße), Stift(e) (je Person), 2 große Plakate (Zum Aufhängen der Ergebnisse im Jugendraum),
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1. Vorbemerkungen

Das Thema Nachhaltigkeit ist gerade in. Und es verbinden sich viele Unterthemen damit: natürlich in erster Linie die Bewahrung der Umwelt. Damit verbunden dann auch die Infragestellung unseres Lebensstils, weiter die Beteiligung vom „kleinen Mann und der kleinen Frau“ an demokratischen Prozessen und Entscheidungsfindungen und: Wie stark hat man als Jugendlicher eigentlich die Chance, solche Prozesse mitzugestalten?

Das Thema hat durch „Fridays for future“ eine erfreuliche Prominenz erhalten. In jeder Schulklasse und jeder Schulform wurde zum Teil sehr ausführlich darüber gesprochen. Wir können also davon ausgehen, dass bereits eine Information und eine Meinungsbildung stattgefunden hat. An manchen Stellen auch schon eine Übersättigung.

Spannend ist auch bei diesem Thema festzustellen, dass der Wunsch des eigenen Verhaltens deutlicher ausfällt als das tatsächliche Verhalten – und dass das Thema „Konsequenz“ von der aktuellen Generation anders gefüllt wird als von der Generation der Jugendleiter. Eine Friday-for-future-Veranstaltung kann so hervorragend mit einem Besuch bei Mäkkes abgeschlossen werden oder dem Kauf einer Palette Cola-Dosen.

2. Zielgedanke

Die Idee dieser Stunde ist es, vorhandenes Wissen zum Thema „nachhaltig leben“ zu bündeln und auf die Handlungsebene zu bringen, denn alles Wissen nützt nichts, wenn es nicht etwas verändert. Das soll aber nicht nur für nachhaltiges Leben im ökologischen Sinn gelten, sondern auch im geistlichen.

3. Methodik für die Gruppe

Wir können davon ausgehen, dass die Jugendlichen inhaltlich schon gut vorbereitet sind für dieses Thema. Darum ist die Methode eher eine Sammlungsmethode, um zu umsetzbaren Ideen zu kommen. Das Ganze soll in zwei Runden geschehen: Einmal zum Thema nachhaltig ökologisch leben, ein weiterer Durchgang zum Thema nachhaltig meinen Glauben leben.

Je nach Gruppengröße und Diskutierfreudigkeit der Gruppe braucht man für die Umsetzung auch zwei Gruppenstunden.

3.1 Einstieg

Es bedarf nur einer kleinen Vorrede, die die Jugendlichen motiviert, bereits Gehörtes nun auch zu leben. Vielleicht findest du ja ein aktuelles Beispiel, wo Menschen zwar laut tönen, die Umwelt schützen zu wollen, dann aber doch am liebsten Cola aus Dosen trinken oder sich die 400 Meter von zu Hause zum Jugendkreis mit dem Auto fahren lassen. Weil es halt gerade regnet.

Erläutere der Gruppe, dass ihr heute jeweils 5 Ideen erstellen werdet, wie ihr als Gruppe gut ökologisch nachhaltig handeln könnt und wie ihr gut nachhaltig euren Glauben leben könnt.

3.2 Hauptteil

  • Jeder in der Gruppe erhält die Aufgabe, seine besten und gut umsetzbaren 5 Ideen zum nachhaltigen ökologischen Leben aufzuschreiben, eine Idee pro Zettel.
  • Nun soll sich die Gruppe in gleich große Kleingruppen aufteilen, gut sind immer 3er-Gruppen. Jede Gruppe erhält 5 weitere A6-Zettel. Alternativ können auch die bereits beschriebenen Zettel genutzt werden. Die Aufgabe besteht nun darin, dass jeder seine 5 Ideen vorstellt. Anschließend diskutiert die Gruppe und findet die 5 besten Ideen aus ihrer Gruppe, die sie nun wieder auf 5 Zettel schreibt. Aus 15 Ideen wurden also die 5 besten Ideen.
  • Mit diesen 5 Zetteln trifft sich diese 3er-Gruppe nun mit einer weiteren 3er-Gruppe. Sie stellen sich gegenseitig ihre 5 Ideen vor und einigen sich wieder auf die 5 besten Ideen.
  • Dieser Ablauf kann so lange durchgeführt werden, bis sich schließlich die ganze Gruppe auf die 5 besten und umsetzbarsten Ideen geeignet hat. Du kannst die Gruppengrößen der Kleingruppen an deine Gesamtgruppengröße anpassen. Es geht auch mit 2er-Gruppen. Es kann sein, dass zum Schluss drei Gruppen zusammenkommen, um sich zu einigen – auch das ist kein Problem. Ebenso kannst du auch mit 3 Ideen arbeiten anstatt mit 5 oder mit 10. Hilfreich ist nur, hinterher eine nicht zu lange Liste zu haben …
  • Nun habt ihr 5 Handlungen, die von der Gruppe als am besten herausgearbeitet wurden. Findet nun einen Weg, wie ihr die Ideen als Gruppe bei euren Treffen und darüber hinaus leben – und überprüfen – könnt.
  • Nun könnt ihr dieses Prinzip zum Thema: „Die 5 besten Ideen, die mir helfen, an Jesus dranzubleiben“ oder „die 5 besten Ideen, Jesus zu folgen“ durchführen. So gibt es eine große Fülle an Ideen und ihr kommt auf die 5 besten Gruppenideen.

3.3 Abschluss

Schaut euch eure insgesamt 10 Ideen an. Trefft verbindliche Absprachen, wie ihr die umsetzen könnt und euch gegenseitig daran erinnern könnt. Auch hier werden die Jugendlichen die besten Ideen selber haben.

Wenn ihr mögt, könnt ihr auch darüber reden, warum es manchmal so schwer ist, etwas zu leben, was man doch für wichtig hält. Und was hilft, es dann doch zu tun.

Einige Sachen, die dabei helfen, ist mit anderen darüber zu sprechen, sich Vorhaben zu setzten und diese auch zu überprüfen. Das habt ihr heute gemacht 😉

Markiert euch in euren Vorbereitungen, wann und wie ihr auf diese Ergebnisse zurückkommen könnt. Wir haben die Ergebnisse auch auf ein Plakat gebracht und in unseren Jugendraum gehängt. So hat man sie immer vor Augen.

Es ist auch eine gute Idee, die Zettel, die es nicht in einer weitere Runde geschafft haben, zu sammeln und als Ideensammlung allen zur Verfügung zu stellen. Vielleicht spricht etwas jemanden konkret mehr an, obwohl das Gruppenergebnis sich auf einen anderne Fokus konzentriert hat. Außerdem wird so jede Idee gewertschätz.

  • Autor / Autorin: Björn Knublauch
  • © Deutscher EC-Verband
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