Wenn alles hoffnungslos istWenn alles hoffnungslos ist

Einheit: Wenn alles hoffnungslos ist

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 30-60 Min. (Vorbereitung: 15-20 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiete: Gruppenstunde, Predigtvorbereitung
Redaktion: echt.
Bibelstelle: Jesaja 64,4-11
Jesaja 64,4-64,11

4Du begegnest denen, die Gerechtigkeit üben und auf deinen Wegen deiner gedenken. Siehe, du zürntest, und wir sündigten; als du dich verbargst, gingen wir in die Irre. 5So wurden wir alle wie die Unreinen, und alle unsre Gerechtigkeit ist wie ein beflecktes Kleid. Wir sind alle verwelkt wie die Blätter, und unsre Sünden tragen uns davon wie der Wind. 6Niemand ruft deinen Namen an oder macht sich auf, dass er sich an dich halte; denn du hast dein Angesicht vor uns verborgen und lässt uns vergehen unter der Gewalt unsrer Schuld.

7Aber nun, Herr, du bist doch unser Vater! Wir sind Ton, du bist unser Töpfer, und wir alle sind deiner Hände Werk. 8Herr, zürne nicht so sehr und gedenke nicht ewig der Sünde! Sieh doch an, dass wir alle dein Volk sind! 9Deine heiligen Städte sind zur Wüste geworden, Zion ist zur Wüste geworden, Jerusalem liegt zerstört. 10Das Haus unsrer Heiligkeit und Herrlichkeit, in dem dich unsre Väter gelobt haben, ist mit Feuer verbrannt, und alles, was wir Schönes hatten, ist zuschanden gemacht. 11Herr, willst du bei alledem noch zögern und schweigen und uns so sehr niederschlagen?

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Benedikt Baader entwirft anhand des Bibeltextes eine Bibelarbeits-Gruppenstunde zu Jes 64,4-11: er erklärt den Text. Dann kommt er auf Leid zu sprechen, darauf, dass Sünde die Beziehung zu Gott beeinflusst und ermutigt schließlich zu Gebet und Vertrauen, auch wenn es in manchen Situationen schwer fällt.


Vorschau:

1. Erklärungen zum Text

Der Verfasser beschreibt in Vers 4 die Beziehung zwischen Gott und seinem Volk in den vergangenen Jahrhunderten. Er beschreibt dabei einen Tun-Ergehen-Zusammenhang: Was der Mensch tat, hatte Folgen im Hinblick auf seine Beziehung zu Gott. Gott war – so schreibt er hier – oft aus gutem Grund sauer, aber was nie ganz zerstört war: Die Beziehung zu ihm.

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2. Bedeutung fĂĽr heute

Ebenso wie die Israeliten damals, sind wir „Menschen von heute“ damit konfrontiert: Wir machen immer wieder Fehler. Das ist normal, doch was uns quält sind die Sünden, die sich wiederholen. Die Stolpersteine, an denen wir immer und immer wieder fallen. Wenn ich in die Geschichte Israels sehe, kann ich mich davon ermutigen lassen: Ich bin nicht allein damit. Und was die Menschen damals erlebten, gilt auch heute: Gott ist trotzdem mit uns (V.4). Doch was, wenn mal wirklich alles den Bach runtergeht? Wenn wir unseren Sünden erliegen und nichts mehr klappt? Wenn der Draht zu Gott wie abgerissen scheint und sein Einfluss nicht mehr spürbar ist?

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3. Methodik fĂĽr die Gruppe

Der Text hat viele prägnante Begriffe. Um hineinzufinden, empfehle ich „Bibel teilen“ als Methode. Diese Methode hat mehrere Schritte, die ich im Folgenden aufzählen möchte. Das Gebet zu Beginn zähle ich hier nicht auf, da ich ein Fan davon bin, im Leitungsteam vor dem Jugendkreis zu beten und um Gottes Reden zu bitten. In manchen Kreisen ist das logistisch schwer umsetzbar und kann natürlich auch in den Abend hinein verlagert werden.

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  • Autor / Autorin: Benedikt Baader
  • © Deutscher EC-Verband