Wenn aus Gewehren Gießkannen werdenWenn aus Gewehren Gießkannen werden

Einheit: Wenn aus Gewehren Gießkannen werden

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 60-120 Min. (Vorbereitung: 15-30 Min.)
Materialart: Bibelarbeit
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+), Studenten
Einsatzgebiete: Freizeiten, Gruppenstunde, Predigtvorbereitung
Redaktion: echt.
Benötigtes Material: Bilder von Waffen
Bibelstelle: Jesaja 2,1-5
Jesaja 2,1-2,5

2

In Zion finden alle Völker Heil und Frieden

1Dies ist das Wort, das Jesaja, der Sohn des Amoz, schaute über Juda und Jerusalem. 2Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des Herrn Haus ist, fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben, und alle Heiden werden herzulaufen, 3und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns hinaufgehen zum Berg des Herrn, zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des Herrn Wort von Jerusalem. 4Und er wird richten unter den Nationen und zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.

5Kommt nun, ihr vom Hause Jakob, lasst uns wandeln im Licht des Herrn!

Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

Bibelarbeit zu Jes 2,1-5: Pascal Götz erklärt zunächst den Text und setzt die Verheißung auch in den Kontext der heutigen Zeit, in der es immer noch Krieg gibt. Dabei macht er klar: Gott wird am Ende gewinnen! Irgendwann wird es keinen Krieg mehr geben. Mit dieser Verheißung ermutigt Götz, der eigenen Zeit voraus zu sein und schon jetzt entsprechend zu leben. Im Methodenteil gibt er Anregungen, diese Gedanken mit der Gruppe zu vertiefen.


Vorschau:

1 Erklärungen zum Text

1.1 Allgemeines

Diesen Text finden wir fast wortwörtlich auch in Micha 4, 1-3. Die Propheten Micha und Jesaja lebten beide im 8. Jh. v.Chr. und erlebten die Herrschaft einiger Könige mit. Jesaja lebte vermutlich in der Stadt, Micha eher auf dem Land. Aber man nimmt an, dass die beiden sich gekannt haben. Es ist also gut möglich, dass Micha diese Prophetie von Jesaja so toll fand, dass er sie für seine eigenen Leser gleich noch einmal aufgeschrieben hat. Beide lebten im Königreich Juda und erlebten, wie die Assyrer das Nordreich Israel verschleppten und dieses Königreich zerstörten. Beiden ist bewusst, dass Juda auch einmal so enden wird, wenn sich das Volk Israel nicht wieder zu Gott hinwendet. Das merkt man schnell, wenn man im Buch Jesaja weiterliest: Kapitel 1-39 sind geprägt von Gerichtsandrohungen, Kapitel 40-66 handeln von Trost und Aufmunterung für das Volk.

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2 Bedeutung für heute

2.1 Gott wird am Ende gewinnen

Den wichtigsten Punkt zuerst: Gott wird am Ende gewinnen! Es gibt einige Stellen in der Bibel über die letzten Tage der Erde, die einem richtig Angst machen können. Aber Verse wie die aus Jesaja 2 geben uns heute Hoffnung. Denn dieser Kampf am Ende wird nicht knapp gewonnen werden. Der Zionsberg wird unverkennbar größer werden als alle Berge um ihn herum. Keine andere Macht kann es auch nur im Entferntesten mit unserem Gott aufnehmen. Man könnte bildlich sagen, dass der Tempelberg so hoch wird, dass er den Himmel berührt. Damit berühren sich die weltliche und die göttliche Wohnung Gottes. Diese unglaubliche Offenbarung Gottes wird so deutlich sein, dass sich die Heiden nicht nur still verhalten werden und akzeptieren werden, dass Gott der Größe ist: Sie werden zu Gott hingehen wollen, weil er so gut ist und man bei ihm lernen kann, was es heißt, „richtig“ zu leben. Gleichzeitig werden sie merken, wie erst in der Gegenwart Gottes Leben möglich ist, so wie es eigentlich sein sollte.

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3 Methodik für die Gruppe

3.1 Einstieg

Such dir im Internet einige Bilder von Gewehren, Panzern, Kampfjets etc. raus und kopiere für jeden der Teilnehmer ein solches Blatt. Aus diesen Blättern kannst du mit allen einen Hut falten. Falls ihr euch draußen trefft und ein Fluss in der Nähe ist, könntet ihr auch Schiffe falten und die dann schwimmen lassen. So hast du ein Bild, wie aus etwas Schlechtem wie eben diesen Waffen etwas Gutes, Lustiges werden kann.

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  • Autor / Autorin: Pascal Götz
  • © Deutscher EC-Verband