Wenn man die Zeit beim Schopf packen muss – Der Unterschied von Kairos und ChronosWenn man die Zeit beim Schopf packen muss – Der Unterschied von Kairos und Chronos

Einheit: Wenn man die Zeit beim Schopf packen muss – Der Unterschied von Kairos und Chronos

Verband: Deutscher EC-Verband
Zeitbedarf: 20-40 Min. (Vorbereitung: 15-20 Min.)
Materialart: Theologischer Artikel
Zielgruppen: Jugendliche (15-19 Jahre), Junge Erwachsene (18+)
Einsatzgebiete: Gruppenstunde, Predigtvorbereitung, Schulung
Redaktion: echt.
Bibelstelle: Markus 1,15

Manchmal muss man den richtigen Augenblick beim Schopfe packen, doch meistens lebt man einfach mit der verstreichenden Zeit. Dr. Rolf Sons stellt einen Zusammenhang zwischen diesen beiden verschiedenen Vorstellungen von Zeit in der Bibel her.


Vorschau:

Die Flanke fällt direkt in den Strafraum. Du hast deinen Bewacher abschütteln können. Der Ball liegt direkt vor deinen Füßen. Nur Bruchteile von Sekunden bleiben dir zur Entscheidung. Dann ziehst du ab. Und….?
Es gibt Momente im Leben, die nicht nur ein Fußballspiel entscheiden können. Sie können dich zum Helden oder zum Versager machen. In solchen Momenten muss man hellwach und entschlossen sein. Die alten Griechen nannten einen solchen Moment „kairos“. Die Bedeutung wird klarer, wenn man sich einen Jungen mit einem wehenden Haarschopf vorstellt. Dieser huscht vorbei und man muss ihn sofort packen, wenn er nicht für immer vorbei sein soll. Der Kairos muss beim Schopf gepackt werden.
Er ist der entscheidende Augenblick.

(…)

Solche günstigen und oft heilsentscheidenden Zeitpunkte sind mit der Verkündigung des Evangeliums gegeben. Markus spricht gleich zu Beginn seines Evangeliums davon, dass die Zeit erfüllt und das Reich Gottes nahe herbei gekommen ist (Mk 1,15). Nun gilt es, umzukehren und an das Evangelium zu glauben. In früheren Zeiten verwendeten Christen manchmal das Bild des „Gnadenzuges“, der im Leben ein oder zwei Mal vorbeifahre und anhalte. Dann gilt es, entschlossen einzusteigen.

(…)

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  • Autor / Autorin: Dr. Rolf Sons
  • © Deutscher EC-Verband